Thema in der Sendung „Terra X“ des ZDF

Diepholzer Mumie taucht wieder auf

 Die „Mumie“, die im Sommer 2013 auf einem Dachboden in Diepholz gefunden wurde,  im Sarg.
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Sie war eine Fälschung: Die „Mumie“, die im Sommer 2013 auf einem Dachboden in Diepholz gefunden wurde, war jetzt ein Thema bei „Terra X“ im ZDF.

Diepholz – Die Diepholzer Mumie ist wieder aufgetaucht – zumindest in einer Fernsehsendung: Am Sonntagabend war der seltsame Dachbodenfund, der im Sommer 2013 überregional Schlagzeilen gemacht und sich dann als Fälschung herausgestellt hatte, ein Thema in der Doku-Reihe „Ungelöste Fälle der Archäologie – Mumien“ mit Harald Lesch im Rahmen von „Terra X“.

Wer die Sendung verpasst hat, kann sie noch im Internet in der Mediothek des ZDF finden. Der fünfminütige Teil, in dem es um die Mumie aus Diepholz geht, beginnt bei Minute 30 dieser „Terra X“-Folge. https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/ungeloeste-faelle-der-archaeologie-mit-harald-lesch-mumien-100.html

In dem Beitrag wird noch einmal dargestellt, wie der Sohn eines Diepholzer Zahnarztes die „Mumie“ auf dem Dachboden seines Großvaters in Diepholz fand. Es folgte ein großer Medienrummel. Die Staatsanwaltschaft, Ägyptologen, Historiker und Archäologen wurden aktiv.

Doch dann wurden durch eine Untersuchung in der Hamburger Rechtsmedizin klar: Die „Mumie“ ist eine Fälschung – und sie wurde erst innerhalb der letzten Jahre angefertigt. Das belegten Haushaltspapier, Plastiktüten und Packpapier im Inneren.

Das Skelett der „Mumie“ ist aus Kunststoff. Damit diese „Knochen“ bei einer Röntgenuntersuchung – unter anderem in der Radiologie im Diepholzer Krankenhaus – sichtbar wurden, waren sie mit einer bleihaltigen grauen Farbe bestrichen.

Der Kopf ist jedoch ein echter Menschenschädel – präpariert für die Ausbildung in der Zahnmedizin. „Solche Schädel gab es bis vor einigen Jahren zu kaufen. Sie stammten meist aus dem Ausland“, erklärte Prof. Dr. Klaus Püschel, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, seinerzeit gegenüber unserer Zeitung.

Wer der Fälscher war und was mit seinem Objekt beabsichtigte, blieb auch nach der Untersuchung unklar. War es ein simpler Scherz? Die Umsetzung einer Wette? Grober Unfug?

Die angebliche Mumie aus Diepholz soll heute in der Lehrmittelsammlung des Instituts für Rechtsmedizin in Hamburg-Eppendorf liegen.

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