Diepholzer Materiallager mit Zukunft

Neue Hallen auf dem Fliegerhorst

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Vor der neuen Halle auf dem Fliegerhorst: Standortältester Oberst Olaf Stöcker (links) und der Leiter des Materiallagers, Hauptmann Vitali Riedlinger.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Das Waffensystem Tornado wird die Bundeswehr wohl bis 2040 fliegen, den Eurofighter über 2040 hinaus. Teile für diese beiden Kampfjets werden auf dem Diepholzer Fliegerhorst gelagert. Die Bundeswehr hat mit ihrem Materiallager demnach also Zukunft in Diepholz.

Während die Luftwaffe mit ihrem Waffensystemunterstützungszentrum 2 laut immer noch aktuellen Plänen nach Holzdorf/Schönewalde verlegt wird – was aber wohl frühestens 2020 passiert – bleibt die Streitkräftebasis mit ihrem Materiallager in Diepholz. Zurzeit wird diese Einheit mit moderner Infrastruktur ausgestattet.

So ist auf dem Fliegerhorst eine neue Leichtbauhalle fast fertig. Der Leiter des Materiallagers, Hauptmann Vitali Riedlinger, stellte diese erste einer Reihe von „schnell verfügbaren, stützfreien Lagerhallen in Skelettbauweise“ jetzt vor.

Weitere ähnliche Hallen in Sichtweite des Towers mitten auf dem Fliegerhorst werden noch in diesem Jahr gebaut. Dafür wird eine seit Jahren leer stehende Baracke abgerissen, in dem früher das Materialkontrollzentrum war. Die erste, fast fertige Halle ist 576 Quadratmeter groß und zehn Meter hoch.

Aus dem aufzulösenden Lager in Erding/Bayern wird weiteres Material – unter anderem Ersatzteile für Kampfflugzeuge – auf den Diepholzer Fliegerhorst kommen. Standortältester Oberst Olaf Stöcker, der auch Kommandeur des Waffensystemunterstützungszentrums 2 ist: „Die Baumaßnahmen dienen dazu sicherzustellen, dass alle Fähigkeiten sowie die entsprechenden Materialbestände aus Erding fachgerecht verlagert und umgelagert werden können.“

Das Diepholzer Materiallager wird nicht nur infrastrukturell größer, sondern bekommt in der Zielstruktur auch 70 Prozent mehr Personal: Insgesamt 158 Dienstposten werden eingerichtet, davon nur 18 Soldaten. „Einige davon werden als Verbindungsoffiziere in Spanien, Großbritannien und Italien eingesetzt“, erklärte Hauptmann Riedlinger. Die Luftwaffen dieser Länder fliegen auch den Eurofighter. Umgekehrt werden später Offiziere aus diesen Ländern in Diepholz ihren Dienstort haben.

Standortältester Oberst Olaf Stöcker erinnert daran, dass andere Einheiten des Fliegerhorstes Diepholz noch verlegen beziehungsweise aufgelöst werden. Somit werde insgesamt eine deutliche Personalreduzierung am Standort in den nächsten Jahren zu erwarten sein. Von zurzeit etwa 1000 Soldaten und Zivilangestellten auf dem Fliegerhorst (davon 700 beim Waffensystemunterstützungszentrum mit „Hubschrauberwerft“) bleiben dann noch 158. Oberst Stöcker: „Das Materiallager hat wenig Personal, braucht aber viel Platz.“

Das Vorwerk des Fliegerhorstes will dass Materiallger übrigens nicht mehr nutzen, wenn die Luftwaffe Diepholz verlassen hat. Die Stadt könnte es dann zum Beispiel als Gewerbefläche gebrauchen.

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