Stadt verschenkt zu offiziellen Anlässen Bäume

Diepholzer Linden statt Stechpalmen

Etwa 100 Linden hat der städtische Bauhof eingetopft. Sie dienen als offizielles Geschenk der Stadt Diepholz bei besonderen Anlässen. Für die Pflege der jungen Bäume ist beim Bauhof Gärtnerin Melanie Gehlker zuständig.
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Etwa 100 Linden hat der städtische Bauhof eingetopft. Sie dienen als offizielles Geschenk der Stadt Diepholz bei besonderen Anlässen. Für die Pflege der jungen Bäume ist beim Bauhof Gärtnerin Melanie Gehlker zuständig.

Diepholz – Eine Stechpalme sollte es nicht sein. Diese ist zwar 2021 „Baum des Jahres“ – aber für den vorgesehenen Zweck doch eher unpassend: Die Stadt Diepholz überreicht bei offiziellen Anlässen junge Bäume als Geschenk. In diesem Jahr sind es Linden, die Melanie Gehlker, Gärtnerin beim städtischen Bauhof, im Frühjahr eingetopft hat.

Noch haben die Bäumchen eine Größe, in der sie leicht zu transportieren sind. In vielen Jahren können sie bis zu 40 Meter hoch sein.

Knapp 100 junge Linden stehen auf dem Bauhof an der Strothestraße in Diepholz bereit. Einige hat die Stadt schon verschenkt. Zuletzt überreichte Bürgermeister Florian Marré Linden an die ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürger, die bei einer Veranstaltung auf der Schlossinsel geehrt wurden.

Bäume als offizielles Präsent zu nutzen, geht aus dem Konzept hervor, das Andreas Hehmann, „Grün-Experte“ bei der Diepholzer Stadtverwaltung, als Alternative zu einer Baumschutzsatzung erarbeitet hatte.

Keine Baumschutzsatzung. Aber...

Eine solche Schutzsatzung gibt es in Diepholz nach wie vor nicht. Die Mehrheit des Rates lehnte sie ab, stimmte aber dem Alternativkonzept zu, das Diepholz Bäume bringen beziehungsweise erhalten soll.

Dass es keine städtische Baumschutzsatzung in Diepholz gibt, bedeutet jedoch nicht, dass Bäume auf Privatgrundstücken oder im öffentlichen Raum keinem Schutz unterliegen. „Sollten Sie die Fällung eines Baumes auf Ihrem Grundstück beabsichtigen, ist es daher ratsam, im Vorfeld der Maßnahme stets die Zulässigkeit durch uns prüfen zu lassen“, rät die Stadtverwaltung Bürgern auf ihrer Internetseite stadt-diepholz.de.

Dort heißt es auch: „In Diepholz regeln etwa 100 Bebauungspläne Art und Maß der Bebauung, überbaubare Flächen sowie eventuelle Gestaltungsvorgaben. Der Großteil dieser Pläne enthält zudem Festsetzungen zum Erhalt der Bäume.

In einigen werden grundsätzlich alle Bäume geschützt, in anderen wiederum nur Laubbäume oder Bäume mit einer definierten Größe. Ob es für Ihr Grundstück solche Regelungen gibt, ist im Einzelfall zu klären.“

Akazien zur Aufforstung genutzt

Schon im vergangenen Jahr hielt der Diepholzer Bauhof Bäume zum Verschenken bereit. Es waren Akazien. Diese waren 2020 „Baum des Jahres“.

Da es wegen der Corona-Pandemie fast keine offiziellen Veranstaltungen der Stadt gab, blieben die meisten Akazien unverschenkt – aber nicht ungenutzt. Die Stadt forstete damit eine Fläche an der Bahnline am „Pelsters Weg“ auf.

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