Diepholzer Hausfrauenbund besucht Zentrum für Werkstoffe und Technik (ZWT)

Theorie und Praxis

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Tobias Weißhaupt, Student der an der PHWT, bei der Führung durch das Labor „Zyklische Prüfung“.

Diepholz - Keine Frage, Hausfrauen und auch Hausmänner sind Leute der Praxis, und als sie das Zentrum für Werkstoffe und Technik (ZWT), das Laborgebäude der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT) Vechta/Diepholz/Oldenburg an der Thüringerstraße besuchen, stoßen sie auf Parallelen: „Theorie trifft Praxis“, denn so lautet das Motto der PHWT. Aus dem Kochbuch nach Rezept ein schmackhaftes Menu anzurichten, ist für sie keine Hexerei, sondern gekonnte Praxis nach dem „Studieren“ einer theoretischen Kochanleitung.

Doch die große Gruppe des Hausfrauenbundes mit Ingrid Riehn und ihrem Vorstand konnte bei der Vorstellung des Konzeptes der Privaten Hochschule und dem nahen Laborneubau durch Prof. Dr.-Ing. Carsten Bye sehr bald verstehen, dass es hier mehrerer Semester bedarf, um diese qualifizierten Studiengänge für Wirtschaft und Technik zu erfassen und die Theorie auch in der Praxis umsetzen zu können.

Locker und verständlich führte sie für diesen Nachmittag „ihr Privatdozent“ Dr. Bye in die ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge ein. Von den 600 Studierenden sind bei den Maschineningenieuren etwa 15 Prozent und bei den Wirtschaftsingenieuren etwa 20 Prozent weiblich. Von den insgesamt 80 Professoren der drei Standorte sind 50 Gastdozenten.

Der Weg zur Erlangung der Abschlüsse der Akkreditierten Studiengänge erfolgt über das Duale System. Er kombiniert in jedem Studienjahr zwei Theoriephasen mit je zwölf Wochen an einer der über 200 renommierten Unternehmungen in der Region, was beinhaltet, dass die Studierenden ihre Theoriekenntnisse mit praktischen Fertigkeiten in der Praxis erproben. Am Ende der Studiengänge stehen die Bachelorabschlüsse und als weitere Qualifikation auch der Masterabschluss.

Die regionalen Betriebe, und von den Interessierten selbst ausgesucht, sind an diesen motivierten und eben auch in der Praxis erfahrenen jungen Leute sehr interessiert und lassen sich das einiges kosten. Die Auszubildenden und parallel Studierenden erhalten ein „Azubigehalt“ und die Erstattung der Studiengebühren. In der Regel stehen den Firmen die Absolventen dann drei Jahre als Mitarbeiter zur Verfügung.

Das war für viele der Gäste Neuland. Ihre Hochachtung galt der Idee und dem Zielgedanken der Privaten Hochschule mit dem „angedockten“ Zentrum für Werkstoffe und Technik im Verein mit dem Unternehmerverbund ZWT e.V.. Dieses Studienprojekt in Diepholz vorhalten zu können, ist vor allen Dingen der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung mit dem Einsatz von 5.5 Millionen Euro zu verdanken, wobei auch die Unterstützung durch den Landkreis und die Stadt Diepholz zählen. Als weiteres Ziel stellte der Professor für 2017 den Neubau für ein Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik in Aussicht.

Was in Diepholz den Studierenden fehlt, sind Wohnmöglichkeiten und mehr Lokalitäten für die Mittagsverpflegung. Den fast unterhaltsam zu nennenden Ausführungen einschließlich Kaffee und Kuchen, folgten in Kleingruppen Führungen durch einige der zwölf Labore mit dem Professor, der Laboringenieurin Gimena Bacaicoa und ihrem Kollegen Arthur Daus und dem Studenten aus dem 5. Semester, Tobias Weißhaupt.

Ein eindrucksvoller Abschluss des informativen Nachmittages mit der Besichtigung und Erklärung der Werkstoffprüfgeräte, befanden die Damen und Herren des Diepholzer Hausfrauenbundes und dankten dem Gastgeber, seinen Mitarbeitern und auch Kathrin Sander aus dem Sekretariat.

hb

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