Verlegung innerhalb von Diepholz dauert Unternehmen zu lange

Diepholzer Hammer-Markt schließt im Jahr 2018

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Die Diepholzer Filiale des Raumausstattungs-Fachmarktes Hammer wird 2018 geschlossen.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Der Raumgestaltungs-Fachmarkt Hammer verlässt Diepholz und schließt seine Filiale Auf dem Esch im Jahr 2018. Das geht aus einem Schreiben von Raphael Bitter, Bereichsleiter „Immobilen/Expansion“ des Unternehmens, an den Diepholzer SPD-Ratsherrn und Kreistagsabgeordneten Ingo Estermann hervor. Aus Hammer-Mitarbeiterkreisen wurden die Schließungspläne gegenüber unserer Zeitung bestätigt.

„Wie Ihnen als Ratsherr vermutlich bekannt ist, haben wir uns seit mehr als drei Jahren mit einer Verlegung unseres Standortes innerhalb Diepholz beschäftigt. Leider hat die Entwicklung dieses Standortes zu lange Zeit benötigt und unser jetziger Standort ist in keinster Weise mehr zeitgemäß, sowohl von der Verkehrsanbindung als auch von der Größe der Fläche, der Darstellung unserer Warenprodukte und der Optik des Gebäudes. Somit haben wir uns entschlossen, den Standort Diepholz im Jahre 2018 aufzugeben“, so die Antwort Bitters auf eine Anfrage von Ingo Estermann bei der Hammer-Zentrale in Porta Westfalica. Estermann hatte das persönliche Antwortschreiben bei Facebook gepostet und damit praktisch öffentlich zugänglich gemacht.

Nach Informationen unserer Zeitung hatte Hammer Interesse, in Diepholz in das Gebiet „Ovelgönne-Nord“ – östlich der Umgehungsstraße Richtung Sankt Hülfe (gegenüber des Aral-Autohofes) – umzuziehen. Der Heeder Unternehmer Hans-Egon Fangmeier möchte dieses Gebiet zu Gewerbeflächen und angrenzendem Wohngebiet entwickeln. Die Stadt Diepholz hat dem bereits mit den Stimmen von CDU und FDP bei Gegenstimmen der SPD zugestimmt. Das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes und zur Änderung des städtischen Flächennutzungsplanes läuft.

Hintergründe bleiben unbeantwortet

Um es weiter fortzusetzen, müssen die Investoren nach Informationen unserer Zeitung noch Gutachten bei der Stadt vorlegen – zum Beispiel zu Bodenbeschaffenheit und Lärmschutz. Danach kann das gesetzlich vorgeschriebene, in der Regel etwa ein Jahr dauernde Planverfahren weitergehen. Wenn alles reibungslos klappt, könnte der Rat den neuen Bebauungsplan „Ovelgönne-Nord“ und den geänderten Flächennutzungsplan also Ende 2018 / Anfang 2019 in Kraft setzen, die Bebauung könnte dann beginnen.

Die etwa 200 Hammer-Fachmärkte (Farben, Tapeten, Bodenbeläge, Badausstattungen, Gardinen, Bettwaren und Matratzen) gehören zur Unternehmensgruppe Brüder Schlau in Porta Westfalica. Eine Anfrage unserer Zeitung dort zu Hintergründen der Filialschließung in Diepholz und Folgen für die Mitarbeiter blieb bis gestern Abend zunächst unbeantwortet.

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