Neuerung bei „Heimvorteil“-Aktion

Diepholzer Gutscheine nun auch mit individuellem Wert

Einen „Heimvorteil“-Gutschein hat jedes Mitglied des Schützenkorps Diepholz bekommen. Korps-Geschäftsführer Stephan Goetz (Mitte), Alissa Horstmann von der Stadt Diepholz und „Grafenkind“-Citymanager Sebastian Fabick stellten eine Neuerung in dem Gutscheinsystem vor.
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Einen „Heimvorteil“-Gutschein hat jedes Mitglied des Schützenkorps Diepholz bekommen. Korps-Geschäftsführer Stephan Goetz (Mitte), Alissa Horstmann von der Stadt Diepholz und „Grafenkind“-Citymanager Sebastian Fabick stellten eine Neuerung in dem Gutscheinsystem vor.

Diepholz – Die Oma wird 77 Jahre alt und sie soll einen „Heimvorteil“-Gutschein bekommen. Dann könnte der Wert nun zum Beispiel 77 Euro betragen, denn die Gutscheine, die in etwa 50 Diepholzer Geschäften, Lokalen und Einrichtungen eingelöst werden können, sind ab sofort auch in individuellen Werten zu bekommen. Und die Stadt Diepholz legt noch 20 Prozent drauf.

Die Neuerung stellten am Mittwoch Sebastian Fabick, Citymanager der Fördergemeinschafts-Marke „Grafenkind“, und Alissa Horstmann, Sprecherin der Stadt Diepholz, vor. Dabei hatten sie einen Gast im „Grafenkind“-Büro an der Kolkstraße: Stephan Goetz, Geschäftsführer des Schützenkorps Diepholz. Er berichtete von einer Aktion, über die sich die Mitglieder des Korps gefreut haben. Alle 620 bekamen einen „Heimvorteil“-Gutschein über fünf Euro.

„Heimvorteil“ für 620 Schützenkorps-Mitglieder

Das sollte ein kleiner Ausgleich dafür sein, dass die Schützen zwar ihren vollen Jahresbeitrag gezahlt hatten, aber wegen der Corona-Pandemie fast keine Veranstaltungen des Korps stattfinden konnten.

„Den Mitgliederbeitrag zu senken, hätte eine aufwendige Satzungsänderung notwendig gemacht“, erklärte Goetz. Dem Beispiel eines Schützenvereins aus dem benachbarten Landkreis Vechta, wo jedes Mitglied eine Flasche Obstler bekam, mochte der Diepholzer Korps-Vorstand nicht folgen. So kam man auf die Idee, für jedes Mitglied einen „Heimvorteil“-Gutschein zu kaufen und damit gleichzeitig die Einzelhändler und andere Gewerbetreibende in der Innenstadt zu unterstützen. Derzeit legt die Stadt Diepholz auf jeden Gutschein noch 20 Prozent drauf, wovon auch die Schützenkorps-Mitglieder profitieren: Ihr Fünf-Euro-Gutschein hat somit einen Wert von sechs Euro.

Bislang nur „Zehner“, Zwanni“ und „Fuffi“

Bislang gab es die „Heimvorteil“-Gutscheine nur mit vorgegebenen Beträgen als „Zehner“ (zehn Euro), „Zwanni“ (20 Euro) und „Fuffi“ (50 Euro). Das Schützenkorps machte den Anfang: „Nun können auch Gutscheine mit individuellen Beträgen geladen werden“, erklärte Sebastian Fabick – also auch mit 77 Euro für Omas 77. Geburtstag.

Wert von 100.000 Euro in Umlauf

Vor Weihnachten sei die Verkaufskurve der „Heimvorteil“-Gutscheine steil nach oben gegangen, so Fabick. Gutscheine im Wert von etwa 100 000 Euro (inklusive der 20-Prozent-Zugabe der Stadt) sind derzeit im Umlauf. „Etwa die Hälfte ist eingelöst“, so Alissa Horstmann von der Stadtverwaltung.

„Heimvorteil“

„Heimvorteil“-Gutscheine – eine Aktion der Stadt Diepholz und der Fördergemeinschaft – sind im Diepholzer Rathaus, im Kaufhaus Ceka und in der Buchhandlung Schüttert zu bekommen. Bis auf Weiteres gibt die Stadt jeweils einen 20-Prozent-Zuschuss. Die Gutscheine sind drei Jahre lang gültig und können auch in Teilbeträgen bei unterschiedlichen Geschäften, Lokalen und Einrichtungen eingelöst werden. Ausgeschlossen sind Discounter, Verbrauchermärkte und Tankstellen. Die teilnehmenden Betriebe sind am „Heimvorteil“-Aufkleber im Schaufenster zu erkennen. Eine aktuelle Liste unter www.heimvorteil-diepholz.de.

Die dauerhafte „Heimvorteil“-Aktion schloss sich an die Aktion an, bei der im Sommer die Stadt Diepholz Zehn-Euro-Gutscheine an alle Bürger ab 16 Jahre verschickte, um Diepholzer Geschäfte während der Corona-Pandemie zu unterstützen. Das Restbudget aus den Gutscheinen, die bei dieser Zehn-Euro-Aktion nicht eingelöst wurden, nutzt die Stadt Diepholz, um jeden gekauften „Heimvorteil“-Gutschein mit einem Bonus von 20 Prozent aufzuladen. Das dazu seinerzeit in den Geschäften installierte digitale Abrechnungssystem kann nun für den „Heimvorteil“ genutzt werden.

Steuerfreie Leistung für Arbeitnehmer

Die Gutscheine sind nicht nur eine Geschenkidee für viele Anlässe, sondern auch Arbeitnehmer können davon profitieren: Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern Gutscheine in Höhe von 50 Euro pro Monat und Person steuerfrei als Sachleistung zukommen lassen. „Die Gutscheine müssen allerdings begrenzt sein – auf eine Stadt oder Region, auf einen Handelsbetrieb oder als Tankgutschein auf eine Kraftstoffmarke. „Amazon-Gutscheine gehören nicht mehr dazu“, weiß Schützenkorps-Geschäftsführer Stephan Goetz, der hauptberuflich Steuerberater ist.

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