31. Diepholzer Grafensonntag: Wieder Menschenmassen in der Innenstadt

Kurzfristig als neue „Gräfin“ eingesprungen

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Der „Diepholzer Graf“ Georg Türke beim 31. Grafensonntag mit einer neuen „Gräfin“ in der Kutsche: Sylvia Thobe, die kurzfristig eingesprungen war.

Diepholz - Auch in der 31. Auflage hat der Diepholzer Grafensonntag nichts von seiner Attraktivität eingebüßt: Trotz ungemütlichen Wetters strömten gestern Menschenmassen in die Innenstadt, wo die Geschäfte geöffnet waren und Autohändler neue Modelle präsentierten. Und wo der „Graf“ wieder in bewährter Aktion war.

Georg Türke – von Anfang an bei der Gemeinschaftsveranstaltung von Fördergemeinschaft und Heimatverein Diepholz Darsteller des Diepholzer Grafen – nahm wieder kein Blatt vor den Mund. Bei der Eröffnung des Grafensonntags – dieses Mal auf einer Bühne an der Kolkstraße, wo am Abend der „Diepholzer Grafenhändler“ gekürt wurde – befand er es als „nahezu unerträglich“, dass es auf den Diepholzer Innenstadt-Baustellen eines Rehdener Investors nicht vorangehe und ein entkerntes Geschäftsgebäude an der Langen Straße in der Nähe des Bremer Ecks immer noch verhüllt „wie ein Kunstwerk von Christo“ sei. Die Stadt müsse sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass sich hier etwas tue. Dafür gab es Beifall der umstehenden Bürger.

Dem Wetter wusste der „Graf“ hingegen Gutes abzugewinnen: „Grau ist das neue Bunt!“

An seiner Seite präsentierte Georg Türke dieses Mal eine neue, unbekannte „Gräfin“: Sylvia Thobe war eingesprungen, da die bisherige Darstellerin Carola Koldewei wegen eines Trauerfalls kurzfristig abgesagt hatte. Als „Grafenkinder“ waren Jana Hinrichs, Jule Hinrichs, Grete Bödefeld, Michael Schäfer und Emma Schäfer dabei.

Mit ihnen – und den umstehenden Bürgern – übte Georg Türke bei der Eröffnung traditionell den „untertänigen Grafengruß“.

Fördergemeinschafts-Vorsitzender Mark Kürble bedankte sich während der Eröffnung beim Heimatverein Diepholz, der den Grafensonntag wieder mitgestaltete, und bei den heimischen Autohäusern für die Ausstellung von Fahrzeugen.

Bürgermeister Dr. Thomas Schulze eröffnete den 31. Grafensonntag und lobte die ehrenamtlichen Organisatoren von Fördergemeinschaft und Heimatverein: „Wir können die Veranstaltung genießen und sehen nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt.“

Mit dem 31. Grafensonntag sehr zufrieden zeigte sich Mark Kürble am Abend. Befragte Diepholzer Geschäftsleute hätten sich zum Umsatz positiv geäußert.

Viel Zuspruch fand auch der Heimatverein Diepholz, der im Schlosshof beheizte Zelte aufgebaut hatte und Kaffee und Kuchen anbot.

Der Schlossturm war wegen der Sanierungsarbeiten nicht zu besichtigten. Er soll zum 32. Grafensonntag 2016 fertig sein.

ej

31. Grafensonntag in Diepholz

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