Jede Menge los in der Innenstadt

Diepholzer Grafensonntag lockt viele an

Mit neuer „Gräfin“ an seiner Seite und „Gefolge“ eröffnete Georg Türke, der seit 1985 den „Grafen von Diepholz“ darstellt, den 37. Grafensonntag. Susanne König hatt das Amt kurzfristig übernommen.
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Mit neuer „Gräfin“ an seiner Seite und „Gefolge“ eröffnete Georg Türke, der seit 1985 den „Grafen von Diepholz“ darstellt, den 37. Grafensonntag. Susanne König hatt das Amt kurzfristig übernommen.

Diepholz – Endlich mal wieder eine Veranstaltung: Nachdem der Diepholzer Grafensonntag im vergangenen Jahr – wie viele andere öffentliche Aktionen – wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden war, konnte die 37. Auflage der Traditionsveranstaltung stattfinden. Binnen sechs Wochen – vorher war die Corona-Lage noch unklar – hatten Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz mit ihrer Marke „Grafenkind“ und der Heimatverein Diepholz eine neue Grafensonntag-Auflage organisiert.

Der Erfolg belohnte sie: Es kamen augenscheinlich fast so viele Menschen wie in den Vorjahren in die Innenstadt, wo die Geschäft geöffnet waren, einige Buden standen und auf der Bühne an der Ecke Lange Straße / Bahnhofstraße ein musikalisches Programm geboten wurde.

Der Andrang beim 37. Diepholzer Grafensonntag war fast so groß wie bei den Grafensonntagen vor Corona.

Traditionell begrüßte der „Graf von Diepholz“ – seit 1985 dargestellt von Georg Türke – die Besucher und übte mit ihnen wieder den „Grafengruß“. Für ihn ist Diepholz eine „tolle Stadt“. Aber die Diepholzer seien „fahrende Kunden“, die man in Nachbarstädten beim Einkaufen träfe. „Lasst uns zusammenhalten“, forderte er die Nutzung von Diepholzer Geschäften. Ihm zur Seite auf der Bühne und in der Kutsche stand beziehungsweise saß Susanne König als „Gräfin“. Sie war kurzfristig für Carola Koldewei eingesprungen, die sich verletzt hatte. Fördergemeinschafts-Vorstandsmitglied Stefanie Tröbs-Kütemann hieß die Besucher willkommen und dankte allen Beteiligten. Nach der offiziellen Eröffnung durch den kostümierten Bürgermeister Florian Marré sang der Männerchor Diepholz. Es war der erste Auftritt des früheren Männergesangvereins Diepholz, nachdem er sich einen neuen Namen gegeben hatte. Viele Zuschauer fand der Auftritt von jungen Akteuren der Tanzschule Hoppenburg sowie des Kindermusikers Heiner Rusche. Musizierend in der Innenstadt unterwegs war das Trio „Modern Walking“.

Die Vorführungen der Tanzschule Hoppenburg lockten viele Zuschauer zur Bühne auf der Bahnhofstraße.

Die Musiker wurden aus dem Landesprogramm „Niedersachsen dreht auf“ zur Unterstützung von Solo-Selbstständigen in der Corona-Zeit finanziert. Ebenso Ingo Sander, der im Schlosshof spielte. Dort servierte der Heimatverein Diepholz dieses Mal aus Corona-Hygienegründen keine von Mitgliedern produzierten Torten, sondern professionell gebackenen Butterkuchen, der relativ schnell ausverkauft war. Der Schloss-turm blieb wegen der Corona-Auflagen geschlossen.

Süße Sachen servierte auch die Jugendfeuerwehr Diepholz. Eine Ausstellung von Elektro-Autos rundete das Programm ab.

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