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Diepholzer Fußgängerzone: Rutschiges Pflaster wird ersetzt

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Von: Eberhard Jansen

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Die glatte Pflasterung soll bei der Neugestaltung der Diepholzer Fußgängerzone entgegen erster Pläne nun doch ausgetauscht werden. Die Bauarbeiten beginnen laut aktueller Planung im ersten Quartal 2023.
Die glatte Pflasterung soll bei der Neugestaltung der Diepholzer Fußgängerzone entgegen erster Pläne nun doch ausgetauscht werden. Die Bauarbeiten beginnen laut aktueller Planung im ersten Quartal 2023. © Jansen

Diepholz – Bei Regen wird es sehr rutschig. Trotzdem sollte das Pflaster bei der Neugestaltung der Diepholzer Fußgängerzone, die laut Plan im ersten Quartal 2023 beginnt, erhalten bleiben. Nicht nur massive Einwände von Bürgern, die sich an der Planung beteiligen konnten, führten nun zu einer Kehrtwende. Die Pflasterung wird erneuert. Etwa 150.000 Euro wird das mehr kosten.

Im städtischen Ausschuss für Stadtentwicklung, Klima und Mobilität war die Neugestaltung der Fußgängerzone – Lange Straße und Kolkstraße – am Donnerstagnachmittag Thema. Einstimmig empfahlen die Politiker die aktuelle Planung. Der Rat der Stadt Diepholz entscheidet noch über die Neugestaltung in seiner Sitzung am 16. März.

Viele Steine beschädigt

Es hatten mehrere Gründe dafür gesprochen, das alte Klinkerpflaster nicht zu erhalten. Aufgrund der Stärke des jetzigen Pflasters von sechs Zentimetern müsste eine Neuverlegung des alten Materials „hochkant“ (zehn Zentimeter Stärke) erfolgen, damit die Befahrbarkeit mit schweren Fahrzeugen – unter anderem der Feuerwehr – gegeben ist. Für diese Art der Verlegung hätte die jetzige Zahl an Klinkersteinen nicht ausgereicht. Zudem sind viele Steine zerbrochen, die bei der Schaffung der Fußgängerzone in den Jahren 1985 und 1986 verlegt worden waren. „20 bis 30 Prozent der Steine weisen Beschädigungen auf“, so die Stadtverwaltung. Der neue Klinkerstein soll zu dem alten Farbton passen, um ein homogenes Erscheinungsbild mit den umliegenden Bereichen (Rathausmarkt, Lange Straße Nord und Süd, Mühlenstraße) zu gewährleisten. Alte Klinker, die noch zu verwenden sind, werden gereinigt und gelagert, die beschädigten werden recycelt.

Kosten: 1,5 Millionen Euro

Die Neugestaltung der Fußgängerzone kostet nach aktueller Kalkulation etwa 1,5 Millionen Euro. Die Stadt Diepholz rechnet mit Zuschüssen aus der Städtebauförderung und geht von einem Eigenanteil von etwa 685.000 Euro aus.

Inklusionstrampolin und Wasserspiel

Wie Marina Biedenkop vom beauftragten Planungsbüro Kolhoff Landschaftsarchitekten (Vechta) im Ausschuss berichtete, gab es gegenüber dem Vorentwurf auch Änderungen bei den vorgesehenen Spielgeräten. Die zunächst auf der Kolkstraße geplanten Trampoline wurden durch ein Inklusionstrampolin, das auch Kinder mit Beeinträchtigungen nutzen können, ersetzt und auf die Lange Straße südlich des geplanten Wasserspiels verlegt. Bei der Auswahl der übrigen Spielgeräte sollen wieder Bürger beteiligt werden. Die bisherige Anzahl der Wasserspiel-Fontänen im Bereich der Einmündung Kolkstraße wird von acht auf sechs reduziert. Erhöht wurde im geänderten Plan die Anzahl der Sitzmöglichkeiten.

Stromanschlüsse für Veranstaltungen

Tragendes Gestaltungselement ist ein zental laufendes „Funktionsband“ mit Bepflanzungen, Sitzgelegenheiten und Spielgeräten. Auch die Beleuchtung der Fußgängerzone wird verbessert, Fassaden einiger Gebäude sollen angestrahlt werden. Laut Oliver Christen von der Diepholzer Firma OC Lichtplanung werden an einigen Stellen im Pflaster verdeckte Stromanschlüsse für Veranstaltungen installiert.

Ziel: Aufenthaltsqualität erhöhen

Ziel der Neugestaltung ist, die Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone zu erhöhen und so mehr Leute in die Diepholzer Innenstadt zu bekommen, was sich auch positiv auf Gastronomie, die die dann mehr Raum bekommt, und den Einzelhandel auswirken soll.

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