„Maske zu tragen, tut keinem weh“

Diepholzer Einzelhandel appelliert: Auch den Abstand weiter einhalten

Das Team der Buchhandlung Schüttert in Diepholz mahnt zu mehr Einhaltung des Abstandes: (von links) Christina Fahl, Inge Ehrhardt, Bianca Törker und Simone Linnemann.
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Das Team der Buchhandlung Schüttert in Diepholz mahnt zu mehr Einhaltung des Abstandes: (von links) Christina Fahl, Inge Ehrhardt, Bianca Törker und Simone Linnemann.

Diepholz – Die Proteste vom Wochenende in Berlin zeigen, dass die Stimmung in Deutschland auf der Kippe steht. Und: die Corona- Fallzahlen steigen wieder an. Im Gegensatz zu den bundesweiten Meldungen über aggressive Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Maskenpflicht, ist es in den Diepholzer Geschäften bislang ruhig geblieben.

Ob Buchhandlung oder Optiker / Akustiker: Die Maskenpflicht und das Einhalten des Mindestabstandes bestehen auch weiterhin im Einzelhandel. „Aggressiv ist bei uns bislang noch kein Kunde geworden“, erklärt Bianca Törker von der Buchhandlung Schüttert. „Es kommt schon mal vor, dass Kunden ohne Mund-Nasenbedeckung die Buchhandlung betreten. Wenn wir sie dann darauf ansprechen, holen sie ihre Maske heraus. Sie können auch eine Einwegmaske bei uns kaufen. Maske tragen tut keinem weh und jeder kann einen Beitrag leisten.“

Ein größeres Problem scheint allerdings das Einhalten der Mindestabstände zu sein, sagt Einzelhandelskraft Christina Fahl: „Einige Kunden halten vor allem im Kassenbereich den Abstand nicht ein, da sie sich zu sehr auf die Maske verlassen.“

Verkäuferin Simone Linnemann schätzt die Corona-Pandemie mittlerweile anders ein, als noch zu Beginn: „Irgendwie ist die ganze Situation mit Corona unwirklich und realitätsfern geworden.“

Im Großen und Ganzen zeigten Kunden auch jetzt noch Verständnis für die Corona-Bestimmungen und korrigieren das Sitzen der Mund-Nasenbedeckung, „falls die Nase mal wieder oben raus guckt“. Hierbei sei aktuell ein besonderes Maß an Feingefühl von Nöten, erklären die Verkäuferinnen.

Beim Verkauf gestalte sich die Kommunikation aufgrund der Maske oftmals schwierig. Auch der Spuckschutz, der an der Kasse angebracht wurde, erschwere die Verständigung. Trotz alledem lautet die klare Aussage aller Mitarbeiter der Buchhandlung Schüttert in Diepholz: „Wir tragen Maske.“

Auch beim benachbarten Brillen Schmitz an der Langen Straße in Diepholz gilt die Devise: Laden betreten nur mit Mund-Nasen-Maske und dem nötigen Abstand zu anderen Kunden.

Auch Mitinhaber Dietmar Thomas konnte in der Vergangenheit kein aggressives Verhalten bei Kunden feststellen.

„Wir hatten auch vorher schon ein ausgeprägtes Hygiene-Konzept, da wir mit Kontaktlinsen und Hörgeräten hantieren. Gerade bei uns im Laden ist das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes wichtig, da viele ältere Personen zum Kundenstamm gehören, die besonders vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus geschützt werden müssen.“ Hausverbote musste Thomas bislang nicht aussprechen. Sollte sich jedoch jemand dagegen sträuben, eine Maske aufzusetzen, so könne sich der Geschäftsführer vorstellen, vom Hausrecht Gebrauch zu machen.

Er erachtet die gesetzlichen Vorgaben als richtig und betont die soziale Aufgabe, die alle hätten. Bleibt abzuwarten, ob sich die Stimmung in Diepholz, wie in Berlin, in näherer Zukunft ändern wird.

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