Lichtplaner Oliver Christen: Auszeichnung in London

Diepholzer beleuchtet Wahrzeichen von Norderney

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Für die Beleuchtung des Seezeichens auf der Insel Norderney ist das Diepholzer Büro OC Lichtplanung in London ausgezeichnet worden. 

Diepholz - Für das Diepholzer Büro OC-Lichtplanung ist das Wahrzeichen der ostfriesischen Nordseeinsel Norderney zum „Leuchtturmprojekt“ geworden: Beim internationalen Lichtarchitektur-Wettbewerb „darc awards“ wurde die Beleuchtung des Seezeichens mit dem dritten Platz in der Kategorie„Beste Außenbeleuchtung“ ausgezeichnet.

Mehr als 400 weltweite Projekte waren bei den diesjährigen darc awards eingereicht worden und wurden von mehr als 7 000 Lichtdesignern, Architekten, Innenarchitekten und Herstellern aus aller Welt bewertet. Das weithin über die Insel sichtbare Kap steht auf einer 15 Meter hohen Bakendüne und gilt seit dem 10. Juli 1928 als Wahr- und Wappenzeichen Norderneys.

„Seine ursprüngliche Funktion als Seezeichen für die Schifffahrt erfüllt es schon lange nicht mehr,“ erklärt der Diepholzer Lichtplaner Oliver Christen. Durch seine einzigartige Lage und seine markanten Strukturen mit den runden Torbögen und den eckigen Mauerpfeilern zähle es aber nach wie vor zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel. 

Seit 2017 ist das sechseckige nach oben offene Bauwerk nun auch in der Dunkelheit gut zu sehen: „Wir hatten die Aufgabe, die besondere Architektur des Bauwerks in Anlehnung an die Historie mit Licht zu betonen“, erläutert Christen. Für seine Arbeit gab es jetzt die internationale Auszeichnung. Die Preisverleihung fand am 6. Dezember in London statt. „Wir sind aber nicht dorthin gereist“, berichtete Oliver Christen, der sein Büro in Diepholz im Obergeschoss des Hauses Schloßstraße 1 hat (in dem im Erdgeschoss auch das Archiv des Diepholzer Kreisblattes ist).

Oliver Christen

Zeit für so eine Reise hätte Christen auch kaum gehabt. „Derzeit haben wir 35 laufende Projekte“, berichtet seine Frau Kristin Christen, die mit ihrem Mann in der Firma zusammenarbeitet. Insgesamt besteht Oliver Christens Team aus vier Mitarbeiterinnen.

Die Diepholzer Firma plant Innen- und Außenbeleuchtungen von Gebäuden, Wegen, Kunstwerken und anderen Objekten im Umkreis von etwa 300 Kilometern. Zwei derzeit laufende Projekte sind beispielsweise die Beleuchtung eines Rundweges an der Gedenkstätte „Bunker Valentin“ in Bremen und eines Verwaltungsgebäudes in Steinfeld-Mühlen

Auch in Diepholz hat Christen seine leuchtenden Spuren hinterlassen. So stammt die neue Beleuchtung des Münteparks von ihm, und er arbeitet bei der Sanierung der städtischen Straßenbeleuchtung mit.

Seit 2014 arbeitet Christen selbstständig

Auch die Beleuchtung des Bahnhofsvorplatzes und der Mollerstraße hat der 51-jährige Ingenieur geplant – damals noch als Angestellter einer großen Firma. Im März 2014 machte er sich dann in Diepholz selbstständig.

Der aus Lemförde stammende Oliver Christen hatte zunächst eine Lehre als Elektroinstallateur abgeschlossen, bevor er ein Studium der Elektrotechnik absolvierte und sich auf Beleuchtung spezialisierte. Neben dem handwerklich-technischen Verständnis sind dabei auch Kreativität und künstlerisches Talent gefragt.

Oliver Christen hat das offenbar – und auch Erfolg damit. Bereits im Jahr 2015 hatte er den Lichtdesign-Preis in Frankfurt bekommen. 

ej

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