1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Diepholz
  4. Diepholz

Polnische Partnerstadt hilft Flüchtlingskindern aus der Ukraine

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Eberhard Jansen

Kommentare

Mit Unterstützung des Diepholzer Fördervereins Starogard wurde in der polnischen Partnerstadt Starogard Gdanski ein Tageszentrum für Flüchtlingskinder aus der Ukraine eröffnet.
Mit Unterstützung des Diepholzer Fördervereins Starogard wurde in der polnischen Partnerstadt Starogard Gdanski ein Tageszentrum für Flüchtlingskinder aus der Ukraine eröffnet. © Dalecka

Diepholzer Förderverein Starogard unterstützt Kinder-Tageszentrum mit 3500 Euro. Möglich wurde dies durch Verkaufserlöse beim Großmarkt.

Diepholz/Starogard Gdanski – Der Diepholzer Förderverein Starogard hat die Einrichtung eines Tageszentrums für Flüchtlingskinder aus der Ukraine in der polnischen Partnerstadt Starogard Gdanski mit finanziert: Er unterstützte die Einrichtung des Starogarder Vereins „Stowarzyszenie Mozna Inaczej“ („Du kannst es auch anders“) in der Pfarrei des Allerheiligsten Sakraments im Stadtteil Lapiszewo mit 3 500 Euro.

Die Mitglieder des Diepholzer Fördervereins, der sich um die Städtepartnerschaft mit Starogard Gdanski kümmert, hatten die Spende beschlossen, teilte die Vorsitzender Conny Klöpzig mit: „Der Verein ist in der Lage, dies zu tun, da er in den letzten Jahren beim Diepholzer Großmarkt im ,kulinarischen Zelt‘ Wodka aus Starogard und polnisches Bier verkauft hat.“

In Starogard organisiert der dortige Verein „Stowarzyszenie Mozna Inaczej“ in Zusammenarbeit mit der Stadt, der Kirchengemeinde und der Caritas Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine. Der Verein hilft ukrainischen Familien, die nach Starogard gekommen sind, und unterstützt Bürger Starogards, die Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf geben.

Zudem hatte der Verein das Ziel, ein Tageszentrum für die jüngsten Kriegsflüchtlinge einzurichten. „Was unmöglich schien, wurde dank der Zusammenarbeit vieler Menschen möglich. Dank des guten Willens des Dekans, des Bürgermeisters und des Gemeindevorstehers konnten Räume im Gemeindehaus in Lapiszewo bezogen werden. Eine Spende des Vereins der Freunde von Diepholz in Höhe von 3 500 Euro und ein Zuschuss des Marschallamts der Woiwodschaft Pommern im Rahmen des Projekts ,Gemeinsam für die Ukraine‘ ermöglichten es uns, die Räumlichkeiten zu renovieren, auszustatten und Kindermädchen einzustellen“, heißt es (übersetzt) auf der Internetseite der Stadt Starogard Gdanski (starogard.pl). Dort wird Dorota Dorau, Vorsitzende des Vereins Stowarzyszenie Mozna Inaczej, zitiert.

Die Kindertagesstätte ist von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Derzeit besuchen zwölf Kinder die Einrichtung, geplant ist eine Gruppe von 15 Kindern. Den ukrainischen Kindern stehen ein Raum zum Essen und Lernen sowie ein Spielzimmer zur Verfügung.

Zur offiziellen Einweihung waren der Bürgermeister der Stadt Starogard Gdanski, Janusz Stankowiak, die Gemeindevorsteherin Magdalena Forc-Cherek, der Rektor der Pfarrei des Allerheiligsten, Pater Józef Pick, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Lukasz Zblewski sowie weitere offizielle Gäste gekommen. Die Mütter der Kinder hatten als Dankeschön ukrainische Kuchen und Süßigkeiten vorbereitet.

„Ob polnisch oder ukrainisch, die Kinder sind überall gleich. Sie wollen glücklich sein, lachen, spielen und sich sicher fühlen. Bis sich die Lage in ihrem Land ändert und stabilisiert, können sie immer auf uns zählen“, heißt es auf der Internetseite von Starogard Gdanski. Bürgermeister Janusz Stankowiak überreichte den ukrainischen Kindern kleine Geschenke. Diese revanchierten sich mit Zeichnungen und einer ukrainischen Tanzshow.

Um solche Projekte und die Partnerschaft mit der polnische Stadt allgemein weiter fördern zu können, will der Förderverein Starogard auch in diesem Jahr beim Diepholzer Großmarkt im Zelt „Kulinarische Weltreise“ vertreten sein. „Der Erlös ist ausschließlich für die Unterstützung der Städtepartnerschaft bestimmt“, betont Vorsitzende Conny Klöpzig: „Gerade in diesen politisch unruhigen Zeiten sind persönliche Beziehungen mit unseren Nachbarn wichtig.“

Auch interessant

Kommentare