„Ausflug ins Grüne“ mal anders

Brände im Moor und Wald: Diepholzer Feuerwehren mit Quads im Einsatz

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Die Feuerwehr war mit Quads im Einsatz.

Den Ausflug „ins Grüne“ zum Himmelfahrtstag, den hatten sich viele Feuerwehrleute im Raum Diepholz sicherlich anders vorgestellt. Gegen 10.30 Uhr am Himmelfahrtstag ertönten für die vier Diepholzer Feuerwehren die Sirenen – gemeldet war ein Moorbrand zwischen Diepholz und Lohne.

Diepholz/Lohne - Dort brannte nach Angaben der Einsatzkräfte eine Fläche von etwa 80 mal 100 Metern. Der Einsatzort lag noch auf Diepholzer Gebiet in der Verlängerung des Ossenbecker Moorweges, an dem die Diepholzer Feuerwehren wie schon beim Moorbrand vor vier Wochen ihre Einsatzleitung aufbauten. Herausfordernd für die Feuerwehr war erneut das unwegsame Gelände. Schläuche, Verteiler, Pumpen, Feuerpatschen und auch Verpflegung musste über etwa drei Kilometer vom Sammelpunkt mit Quads und Anhängern teils über staubige, tiefe Wege entlangtransportiert werden. 

Von der anderen Seite der Kreisgrenze unterstützen die Feuerwehren Südlohne und Brockdorf die Brandbekämpfung. Insgesamt 120 Kräfte waren im Einsatz, berichtete die Diepholzer Stadtbrandmeister Frank Schötz am Abend. Glück für die Feuerwehren war, dass sie gleich in der Nähe große offene Wasserflächen vorfanden, an denen sie die Pumpen speisen konnten. Die Flammen wurden rechtzeitig gestoppt, bevor sie die im Bau befindliche Aussichtsplattform erreichen konnten, die hier im Rahmen des Projektes „Naturerlebnis am prähistorischen Bohlenweg im Aschener/Heeder Moor“ entsteht. 

Die Aussichtsplattform blieb vom Feuer verschont.

Von hier aus sollen Besucher künftig eine unberührte Moorfläche überblicken können. Eine große Hilfe für die Einsatzleitung sei auch die neue Drohneneinheit bei der Lokalisierung der Brandherde gewesen. Die Drohne hatten sich der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und die Feuerwehr der Stadt Diepholz gemeinsam angeschafft. Und die Drohne wies den Feuerwehren auch den Weg, als es im Laufe des Nachmittags eine weitere Brandmeldung im Diepholzer Moor gab, diesmal tatsächlich in der Nähe der Tierfrischmehlfabrik, etwa zwei bis drei Kilometer vom ersten Einsatzort entfernt. Feuerwehrleute aus Diepholz, Sankt Hülfe, Südlohne und Steinfeld hatten den Brand auf einer Fläche von etwa 50 mal 50 Metern schnell im Griff. Gegen 17 Uhr konnten die Feuerwehrleute an allen Einsatzorten wieder abrücken – und vielleicht wenigstens den letzten Rest des Feiertages noch genießen. 

Das „Thema Flächenbrand“ hatte Diepholzer Feuerwehren bereits am Vortrag beschäftigt. Am Mittwochabend hatte es davon gleich zwei im Bereich Ossenbeck gegeben. Kurz nach 20.30 Uhr wurde zunächst die Feuerwehr Aschen per Sirene und Meldeempfänger zu einem Feuer in einem Wald an der Vechtaer Straße in der Nähe von Falkenhardt gerufen. „Es stellte sich heraus, dass eine Fläche von ca. 30 Quadratmetern im Wald brannte“, erklärte Feuerwehrsprecher Kevin Siebe. Das Feuer wurde mittels eines C-Rohrs gelöscht. Wie das Feuer in den schwer zugänglichen Wald entstanden ist, könne derzeit nicht gesagt werden, so die Feuerwehr. Auch die Polizei war vor Ort. 

Feuerwehren aus den Landkreisen Diepholz und Vechta kämpfen gegen einen Moorbrand zwischen Diepholz und Lohne.

Während die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehr Aschen noch bei dem Flächenbrand im Wald gebunden waren, ging bei der Leitstelle in Diepholz ein nächster Notruf ein, im Ossenbecker Moor brenne eine kleine Fläche. Zusätzlich wurde nun die Ortsfeuerwehr Sankt Hülfe mit alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine Fläche von etwa einem Quadratmeter Größe in Brand geraten war, die schnell gelöscht werden konnte. „Problem bei diesem Einsatz war es wieder, dass die Brandfläche nicht mit Fahrzeugen erreicht werden konnte“, so Siebe. „Ab einem bestimmten Punkt konnte man mit Fahrzeugen nicht weiterfahren, deshalb mussten die Einsatzkräfte noch weitere 300 Meter Fußmarsch hinter sich bringen, um an den Brandort zu gelangen.“ Gegen 22.15 Uhr waren beide Einsätze beendet.

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