Landrat überreicht Urkunde und Plakette

GFS jetzt im Kreis der Naturpark-Schulen

Beim abschließenden Gang durch den herbstlichen Schulgarten konnten sich die Gäste davon überzeugen, dass hier im Laufe der Jahre ein wahres Kleinod entstanden ist – mit Kräutergarten. Foto: Reckmann

Diepholz - „Auch wenn wir schon weit gekommen sind, wir gehen immer weiter – hoch hinaus“, heißt es im Liedtext von Tim Bendzko („Hoch“) , mit dem der „Erstie Chor“ unter der Leitung von Janina Kuhlmann die Veranstaltung einleitete. Und „weit gekommen“, das ist das Diepholzer Gymnasium Graf-Friedrich-Schule offensichtlich mit zahlreichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekten. Am Mittwoch wurde die GFS als „Naturpark-Schule“ ausgezeichnet. Regionale Themen, wie Moor, Wald, See, Landwirtschaft sowie Kultur und Heimat sollen nun noch stärker in die pädagogische Arbeit einfließen. Vom Vorstand des Naturparks Dümmer überreichte Landrat Cord Bockhop Schulleiter Lars Buse eine Urkunde und eine Plakette.

„Die Umweltthemen reichen in die Schule hinein“, hatte Buse eingangs gesagt. „Junge Leute machen sich Sorgen und es ist wichtig, dass sie Fragen stellen aber auch, dass sie Informationen bekommen, damit sie mitreden können und später gute Entscheidungen treffen können.“

Auf eine Widersprüchlichkeit wies Landrat Cord Bockhop in seinem Grußwort hin. „Wir erfahren hier viel über das Thema ohne Plastik leben. Aber die Plakette, die ich heute mitgebracht habe, und gleich überreichen werde, ist aus Kunststoff.“ Er erinnerte auch an das Thema Einmalbesteck in Kliniken.

Diesen Spagat müsse man leben und den Widerspruch im täglichen Leben diskutieren. Bockhop dankte den Lehrenden und allen Beteiligten für ihr Engagement ebenso wie der Schulleiter Buse: „Viele Kollegen haben da richtig viel Zeit investiert auch über die normale Dienstzeit hinaus.“

Eine gewichtige Urkunde hatte Landrat Cord Bockhop (r.) für die Graf-Friedrich-Schule mitgebracht. Schulleiter Lars Buse nahm sie gern entgegen. Foto: Reckmann

In einem siebenminütigen Film, der demnächst auch auf der Homepage der Schule zu sehen sein soll, waren die vielzähligen Umweltaktivitäten der Schule im Bilde. Anschließend waren die Teilnehmer der Überreichungs-Zeremonie eingeladen, an Info-Tafeln mit den Schülern zu verschiedenen Umweltthemen, wie Müllvermeidung, „fairen“ Lebensmitteln oder Dümmer-Sanierung sowie „Fridays for future“ ins Gespräch zu kommen.

Die Idee, die Zusammenarbeit zwischen dem Naturpark Dümmer e.V. und der GFS intensiver und langfristiger zu gestalten, habe Schulleiter Lars Buse und seine Kollegin Maria Schmutte sofort begeistert, wie es in einer Pressemitteilung zur Plakettenübergabe hieß.

Auch der Landkreis Diepholz als Schulträger unterstützte von Anfang an das Ziel, Naturpark-Schule zu werden.

Kostprobe: Was hat der Schulgarten auch zu dieser Zeit an Leckereien zu bieten? Foto: Reckmann

Im September 2019 wurde die Erfüllung der Kriterien für die Anerkennung als Naturparkschule evaluiert. Nun ist die Anerkennung durch den bundesweiten Verband der Naturparke erfolgt. Die GFS darf sich jetzt Naturpark-Schule nennen und sich mit einer Plakette und einer Urkunde schmücken. Sie ist die achte Naturpark-Schule im Naturpark Dümmer. Das Zertifikat wird für fünf Jahre verliehen. Danach wird die Einhaltung der Kriterien erneut überprüft.

Naturparkschule, was ist das?

In einer gemeinsamen Erklärung des Naturparks und der Schule heißt es dazu:

Wichtigstes Kriterium für die Anerkennung ist die fächerübergreifende Vermittlung von Lerninhalten an Beispielen aus dem Naturpark Dümmer sowie der Region mit ihrer Geschichte, der Natur und Kultur sowie alle regionalen Besonderheiten. In Naturpark-Schulen werden verstärkt Naturpark-Themen wie Natur und Landschaft, regionale Kultur und Handwerk, Land- und Fortwirtschaft regelmäßig im Unterricht, in Exkursionen und Projekttagen nochstärker behandelt. Die Zusammenarbeit mit regionalen außerschulischen Partnern ist im Konzept der Schule verankert. Die Schule kann nun die Ressourcen des Naturparks Dümmer für ihre Ziele nutzen. Die Identifikation mit der Region, Verständnis für die Wechselwirkung von Ökonomie und Ökologie im Dümmerraum sind Ziele, die die Schule für ihre Schülerinnen und Schüler erreichen möchte.

Auf dem Schulgelände der GFS befindet sich seit 2012 ein Schulgarten.

Wöchentlich treffen sich 20 bis 30 Mitglieder Schulgarten-AG zu Arbeitseinsätzen und besonderen Aktionen. Hier sind unter anderem Obstbäume, Beerenbüsche, Pilzgarten und Kräuterbeet zu finden.

Einen Schulwald betreut die Schule seit 2015 an der Hunte. Unterstützt wird sie von der Stiftung Zukunft Wald und der Flächenagentur „Wir Vier“. 2016 und 2017 haben die Schülerinnen und Schüler 7 500 Bäume angepflanzt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Die Wege zum perfekten Skischuh

Die Wege zum perfekten Skischuh

Diese Aktivitäten bietet das Großarltal jenseits der Piste

Diese Aktivitäten bietet das Großarltal jenseits der Piste

Diese Rechte haben Winterurlauber

Diese Rechte haben Winterurlauber

So wird Ihnen auf der Piste nicht kalt

So wird Ihnen auf der Piste nicht kalt

Meistgelesene Artikel

Tödlicher Unfall im Gegenverkehr: 20-Jähriger stirbt wenig später

Tödlicher Unfall im Gegenverkehr: 20-Jähriger stirbt wenig später

Auf Reisen: Wie der Rotkohl an den Bio-Stand der Kampes kommt

Auf Reisen: Wie der Rotkohl an den Bio-Stand der Kampes kommt

„Tumor oberhalb der Wirbelsäule, Heilung ausgeschlossen“ - doch Lilly kämpft weiter

„Tumor oberhalb der Wirbelsäule, Heilung ausgeschlossen“ - doch Lilly kämpft weiter

Weihnachtsmarkt in Stuhr: Lichterglanz und verlockende Düfte

Weihnachtsmarkt in Stuhr: Lichterglanz und verlockende Düfte

Kommentare