Heilpädagogischer Kindergarten umbenannt

„Kita am Müntepark“: Mehr Platz und neue Gruppen

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„Wir sind die Kinder vom Müntepark“ – wer den Kindern bei ihrem Gesang zugehört hatte, der bekam schon Hinweise, wie der neue Name der Kita lauten würde.

Diepholz - Es ging schon ein wenig feierlich und geheimnisvoll zu Dienstagmittag im Heilpädagogischen Kindergarten am Willenberg: Viele erwartungsfrohe Eltern waren gekommen, es gab Kaffee und Kuchen, und neben der Eingangstür hing etwas, das vor allzu neugierigen Blicken zunächst mit weißem Papier verhüllt war: Das neue Namensschild.

Grund für die Feierstunde war, dass sich einiges getan hatte in der Lebenshilfe-Einrichtung in den vergangenen Monaten. Zwei heilpädagogische Kleingruppen mit jeweils acht Plätzen waren bislang in dem Gebäude am Willenberg untergebracht, das in früheren Zeiten mal die Diepholzer Jugendherberge war.

Im Sommer gab es nun „Zuwachs“: Nach einem Umbau des Obergeschosses ist dort eine Sprachheilgruppe mit acht Kindern aus dem ehemaligen Sprachheilkindergarten an der Thouarsstraße eingezogen.

„Und das ist nur der Auftakt“, sagte Lebenshilfe-Geschäftsführerin Annette Lüneburg. „Wir haben einen Anbau geplant.“ Dazu habe man einen Teil des Freibad-Grundstücks nebenan erwerben können.

Bauarbeiten starten im Januar

Im Januar sollen die Bauarbeiten losgehen, damit die neuen Räume bis zum neuen Kindergartenjahr im August fertig sind. Dann soll es noch eine weitere Gruppe am Willenberg geben, eine Integrationsgruppe, die mit 18 Plätzen ausgestattet ist.

Zum ersten Mal waren Dienstag dazu öffentlich die Baupläne zu sehen: Der Anbau soll zum Süden hin entstehen und in etwa 170 Quadratmeter umfassen. Auch das Obergeschoss bietet reichlich Platz, auch hier soll um-, beziehungsweise ausgebaut werden. Der Neubau wird absolut barrierefrei gestaltet, ein Fahrstuhl ist vorgesehen und als „Clou“ für die oberen Räume: eine Notrutsche ins Freie, die nicht nur im Ernstfall benutzt werden soll, sondern auch im normalen Betrieb, wie Lüneburg erklärte.

Neben dem Spaß, den das sicherlich bringt, ist hier der Hintergrund, dass die Kinder die Benutzung der Rutsche für den „Fall der Fälle“ fest verinnerlichen sollen. „Bei uns wird das Rutschen verordnet“, meinte Einrichtungsleiterin Andrea Ströbel mit einem Schmunzeln.

Die Kosten bezifferte Lüneburg auf etwa 800.000 Euro. „Das investiert unser Verein“, sagte die Geschäftsführerin.

Türschild an der Eingangstür enthüllt

So viele Gruppen unter einem Dach – da war klar, dass die Einrichtung einen neuen Namen brauchte. Jetzt war es Zeit für die „Enthüllung“ an der Eingangstür: Tatkräftig unterstützt von Ole und Marlon zog Andrea Ströbel das weiße Papier zur Seite und zum Vorschein kam das neue „Türschild“ der Einrichtung: „Kita Am Müntepark“ heißt es darauf. Im Logo findet sich die Farbe Blau für die Lohne, der angedeutete Wald ist der Müntepark und davor natürlich die Kinder.

Klar, wer beim Gesang der Kinder unter der Leitung von Bettina Marten gut zugehört hatte, der wusste schon vorher Bescheid: „Wir sind die Kinder vom Müntepark“, hieß es da zur Melodie der „Kinder vom Süderhof“, „bei uns ist immer was los.“ Da versteckte sich der neue Name schon im Titel.

Auch für die freigewordenen Räume an der Thouarsstraße hat die Lebenshilfe eine neue Nutzung gefunden: Sie werden von der Qualifizierung der Paul-Moor-Schule benutzt.

sr

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