Entscheidung am 10. Juni

Diepholz geht in die Verlängerung – Stichwahl: Marré gegen Tänzer

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Viele Bürger verfolgten Sonntag Abend im Ratssaal das Einlaufen der Ergebnisse aus den Wahllokalen. Links: Wahlleiter Michael Klumpe.

Diepholz - Von Sven Reckmann. Es geht in die „Verlängerung“: Bei der Bürgermeisterwahl in Diepholz hat es Sonntag keiner der vier Kandidaten geschafft, die absolute Mehrheit auf sich zu vereinen.

In knapp zwei Wochen kommt es daher zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen, Florian Marré (Einzelbewerber, unterstützt von CDU und FDP), der 2929 Stimmen und 48,27 Prozent auf sich vereinen konnte, und Detlef Tänzer (Einzelbewerber) mit 2522 Stimmen und 41,56 Prozent.

Ruken Aytas, die von der SPD nominiert worden war, erhielt 550 Stimmen oder 9,06 Prozent für sich, Einzelbewerber Dietmar Edel kam auf 67 Stimmen oder 1,10 Prozent.

Es „knisterte“ Sonntag im Ratssaal, der zur Wahlparty geöffnet war. Und das lag nicht nur an den sommerlichen Temperaturen, denn es war ein knappes Rennen. Rasch kamen die Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen zusammen, und schnell zeigte sich, dass es das im Vorfeld erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Marré und Tänzer geben sollte.

Tänzer punktet in Aschen

Marré holte seine besten Ergebnisse im Wahllokal Lebenshilfe (Weizenkamp) und Sankt Hülfe (Castendieck) mit jeweils 57 Prozent. Tänzer konnte in seiner Heimat Aschen mit 64 Prozent Stimmenanteil den höchsten Wert einfahren.

Nachdem alle zwölf Wahllokale ausgezählt waren, lag Marré in Front, aber nicht im Bereich der absoluten Mehrheit.

Florian Marré

Als dann das Briefwahlergebnis dazukam, das immerhin mittlerweile fast der Stimmenzahl von drei Wahllokalen entspricht, änderte sich daran nichts.

„Ich freue mich, das ist ein gutes Ergebnis bei vier Kandidaten“, sagte Marré. In den nächsten 14 Tagen gelte es, ein enges Rennen für sich zu entscheiden. Etwas enttäuscht zeigte er sich lediglich über die Wahlbeteiligung.

Karten werden am 10. Juni neu gemischt

Detlef Tänzer

„Es geht in die Stichwahl“, sagte Detlef Tänzer, „und da werden die Karten neu gemischt“. Die SPD-Wähler müssten sich „natürlich nun überlegen, was sie machen“. „Für mich bedeutet das Ergebnis Hoffnung.“

Ruken Aytas hatte für sich nach eigenen Angaben ein Ergebnis von über 20 Prozent erhofft. Offenbar hätten aber viele, die der SPD nahestehen, bereits Tänzer gewählt. „In zwei Wochen hoffe ich, dass meine Stimmen an Detlef Tänzer gehen.“

Dietmar Edel hatte ein Ergebnis in der Größenordnung „schon fast erwartet“. Wegen seiner Berufstätigkeit habe er nicht Wahlkampf in dem Umfang machen können wie die Mitbewerber. Die Wahlbeteiligung bezeichnete er als „miserabel.“

44,62 Prozent beteiligen sich

13 645 Bürgerinnen und Bürger waren zur Wahl aufgerufen. 6 089 gaben Sonntag oder im Vorfeld bei der Briefwahl ihre Stimme ab, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 44,62 Prozent. Eine starke Wahlbeteiligung gab es in Aschen (48,5 Prozent), die schwächste im Wahllokal Mühlenkampschule mit 19,47 Prozent.

„Die Kandidaten haben alles gegeben, das waren spannende Wochen“, sagte Wahlleiter Michael Klumpe Sonntag. Es werden noch zwei weitere Wochen hinzukommen.

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