380-Kilovolt-Stromleitung von Ganderkesee nach Sankt Hülfe

Diepholz: Erdkabel-Verlegung geht voran

Leerrohre für die Erdkabel der 380-Kilovolt-Stromleitung lagern derzeit im Bereich Mühlenweg zwischen der B 214 und dem Umspannwerk Sankt Hülfe.
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Leerrohre für die Erdkabel der 380-Kilovolt-Stromleitung lagern derzeit im Bereich Mühlenweg zwischen der B 214 und dem Umspannwerk Sankt Hülfe. Die Trasse, in der sie verlegt werden, ist etwa 50 Meter breit.

Diepholz/Dickel – Der Bau der 380-Kilovolt-Drehstromleitung von Ganderkesee zum Umspannwerk Sankt Hülfe läuft plangemäß. Abgeschlossen ist eine auffällige Baustelle: die Unterquerung der B 214 zwischen Wetschen und dem Kreisel in Sankt Hülfe. Dort wurde das Horizontalspülbohrverfahren angewandt, damit zur Verlegung der Erdkabel die Bundesstraße nicht gesperrt und die Fahrbahn nicht aufgerissen werden mussten.

Arbeiten laufen noch an der Kabelübergangsanlage Dickel/West, wo die Freilandleitungen von bis zu 60 Meter hohen Masten in die Erdkabel des letzten Abschnitts überführt werden. „Die Fundamente für die technischen Installationen wurden gesetzt, das Betriebshaus befindet sich im Bau, der Rohbau ist nahezu fertiggestellt“, so Oliver Smith, für Nordwest-Niedersachsen zuständiger Referent für Bürgerbeteiligung des Netzbetreibers Tennet: „Nach Fertigstellung wird die Fläche der Kabelübergangsanlage knapp einen Hektar groß sein.“

Nördlich dieser Anlage im Westen von Dickel sind die anschließenden Freileitungsmasten aufgestellt. Hier finden laut Smith im weiteren Verlauf Seilzugarbeiten statt.

60 Kilometer lange Trasse

Die 380-kV-Drehstromleitung zwischen Ganderkesee und Sankt Hülfe soll 2023 fertig sein. Drei Abschnitte der etwa 60 Kilometer langen Trasse sind Erdkabel. Deren Verlegung ist deutlich aufwendiger und etwa fünfmal so teuer wie Hochspannungsleitungen an Masten. Daher werden Erdkabel nur dort verlegt, wo Mindestabstände für Freileitungen nicht einzuhalten sind oder Wohnbebauung geschützt werden muss. In Dickel beginnt der südlichste Erdkabel-Abschnitt mit der Übergabestation. Die Trasse Ganderkesee – Sankt Hülfe gehört zu einem Hochspannungsnetz, das vorwiegend dazu dient, im Norden Deutschlands mit Windkraft produzierten Strom in Richtung Süddeutschland abzuleiten. Das Netz kann aber auch woanders produzierten Strom aufnehmen.

Im südlichen, sich an die Übergangsanlage Dickel anschließende und im Umspannwerk Sankt Hülfe endende Erdkabelabschnitt gehen die Arbeiten derzeit weiter. Schritt für Schritt wird der Mutterboden abgetragen, der Kabelgraben geöffnet und werden in etwa 1,80 Metern Tiefe Leerrohre verlegt darin finden zwölf Kabelstränge nebeneinander Platz. Bei diesen Arbeiten werden die verschiedenen Bodenschichten getrennt voneinander gelagert. Bei der Rückverfüllung des Kabelgrabens wird das entnommene Material wieder Schicht für Schicht in den Graben eingebracht.

Die Arbeiten wurden und werden fortlaufend von archäologischen Untersuchungen und Kampfmittelsondierung begleitet. Tennet-Sprecher Oliver Smith: „Von beiden Fachbereichen sind bisher im angesprochenen Abschnitt keine Funde gemeldet worden.“

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