5 .000 Besucher haben wieder Spaß auf Lüdersbusch

Appletree Garden Festival: „Atmosphäre ist wie Urlaub“

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Die Band „Altin Gün“ gestern Abend auf der Bühne des Appletree Garden Festivals. 

Diepholz - Von Jannick Ripking. Wie in einer fremden, fantasievollen Welt: Wer das Gelände des Appletree Garden Festivals in Diepholz auf Lüdersbusch betritt, muss mit Seifenblasen rechnen, die einem entgegen kommen, bunt geschminkte Menschen passieren den Weg und an jeder Ecke sind farbenfrohe Stände mit Essen und Getränken. Das Appletree feiert in diesem Jahr seinen 18. Geburtstag.

Die Veranstaltung des „Verein zur Förderung der Jugendkultur Diepholz“ ist damit quasi erwachsen geworden. Trotzdem dürfen die Festivalbesucher auch mal kindisch sein.

Seit gestern Nachmittag tummeln sich die Besucher – 5 000 werden wieder erwartet – auf dem Gelände und vor den Bühnen, um Spaß zu haben, das trockene Wetter zu genießen und der abwechslungsreichen Musik zu lauschen.

Die Hitze geht auch nicht spurlos an den Festivalgängern vorbei. Schweiß und Staub sind Thema. Doch das tut der guten und freundlichen Laune der Fans des Appletree Garden keinen Abbruch: „Wir halten die Wärme einfach aus. Wir sind harte Hunde“, meinte Michael mit einem Augenzwinkern. Er war mit seiner Begleitung Eva aus Freiburg nach Diepholz gekommen. Sie widersprach: „Wir trinken viel Wasser und hocken uns ins Zelt, wenn es gar nicht mehr geht.“

Autor Dirk Gieselmann las im Spiegelzelt des Appletree.

Auch Jantje aus Barnstorf, die sich mit sieben Freunden den Zeltplatz teilt, ließ sich von der heißen Sonne nicht unterkriegen: „Wir sind hier mit vielen Leuten und zur Not stellen wir uns dann einfach mal kurz in den Schatten.“ Viel wichtiger ist den meisten Besuchern sowieso die gemeinsame Zeit mit Freunden. „Die Wärme ist mir egal. Ich bin auch gar nicht so unbedingt wegen der Musik hier. Ich möchte einfach mit meinen Freunden feiern“, meinte Jan aus Diepholz. Jantje fügte hinzu: „Das Appletree ist einfach das beste Festival der Welt, weil man hier immer nette Leute trifft. Die Atmosphäre ist wie Urlaub.“

Besondere Atmosphäre

Dass das Festival auf Lüdersbusch eine besondere Atmosphäre hat, ist überall zu spüren und zu hören. So können in kürzester Zeit neue Freundschaften entstehen: Eine Dreiergruppe aus Bonn traf zufällig eine Zweiergruppe aus Hannover – und man verstand sich auf Anhieb richtig gut. Und gegen die Hitze wusste man sich auch zu helfen: „Wir haben immer eine kleine Spritzpistole mit Wasser dabei“, erzählte Katha aus Hannover. Fabian aus Bonn erinnerte sich, dass er bereits vor zehn Jahren auf einem Foto in unserer Zietung gewesen war: „2008 war ich das erste Mal auf diesem Festival.“

Eine Mädchengruppe aus Diepholz bot der Wärme mit einem besonderen Gadget die Stirn: Eine Mischung aus Ventilator und Wasserpumpflasche sorgte für eine kühle und nasse Abwechslung auf dem sonst so trockenen Zeltgelände.

Das Programm auf der Hauptbühne eröffnete die Band Swutscher um 16.30 Uhr. Der rockige Act brachte die ersten Gäste mit lauter und wilder Musik direkt zum Tanzen. Auf die harte Rockmusik folgten orientalische Klänge der Band „Altin Gün“. Um 17.10 Uhr öffnete auch das Spiegelzelt seine Tore. Der gebürtige Diepholzer und Mitbegründer des Appletree, Dirk Gieselmann – Autor und Journalist, erzählte bei seiner Lesung von seiner Jugend im Diepholzer Freibad und dem gefürchteten Fünfmetersprungturm.

Die Waldbühne wurde von der Magieshow „Siegfried und Joy“ verzaubert.

Für den weiteren Abend waren Auftritte von „Confidence Man“, „Isolation Berlin“ und „WhoMadeWho“ vorgesehen.

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