Politiker machen Bäder-Situation zum Thema

Die Zukunft des Diepholzer Freibades

Das Diepholzer Freibad ist für die neue Saison vorbereitet. Wann diese beginnen kann, ist wegen der Corona-Pandemie noch offen.
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Das Diepholzer Freibad ist für die neue Saison vorbereitet. Wann diese beginnen kann, ist wegen der Corona-Pandemie noch offen.

Diepholz – Das Diepholzer Freibad ist in die Jahre gekommen. 1939 wurde das Bad im Müntepark gebaut und 1973 so gestaltet, wie es sich größtenteils noch heute zeigt. Jetzt wollen sich die Diepholzer Politiker um die Zukunft des Freibades kümmern.

Bereits 2009 war ein Gutachten zur Diepholzer Bäder-Situation erarbeitet worden. Doch dieses Strategiepapier verschwand in der Schublade. Angesichts der Millionen-Kosten, die die Umsetzung von in dem Gutachten gemachten Vorschlägen verursacht hätte, passierte mit dem Freibad nichts Grundlegendes. Es blieb fast ausschließlich bei Reparaturen und Wartungen. Nun machte die SPD-Fraktion im Diepholzer Rat die Bäder-Zukunft wieder zum Thema. Im städtischen Ausschuss für Familie, Sport und Soziales wurde darüber diskutiert.

Einstimmiger Beschluss

Die Stadt Diepholz hatte die Bäder schon vor vielen Jahren an die Stadtwerke übertragen. Deshalb ist der heimische Energie- und Wasserversorger bei der Bäder-Zukunft auch gefragt. Bevor die Politik Weichen stellt, soll Stadtwerke Geschäftsführer Matthias Partetzke in den Fachausschuss eingeladen werden und die aktuelle Situation der Bäder erläutern – inklusive Investitionsbedarf.

Darauf ließ sich auch die SPD ein, so dass der Ausschuss einstimmig für die Einladung des Geschäftsführers stimmte. Ursprünglich hatten die Sozialdemokraten beantragt: „Die Stadt Diepholz und die Stadtwerke EVB Huntetal erarbeiten ein Zukunftskonzept für die Diepholzer Bäder. Es soll untersucht werden, wie die Bäder modernisiert und für die Zukunft weiterentwickelt werden können. Dabei sollen die Belange des Sports (Schwimmen, Rettungsschwimmen, Tauchen) genauso Berücksichtigung finden wie neue Freizeitaktivitäten und die Erholung im und am Schwimmbad. “Es müssten heute – neben Aspekten des Gutachtens von 2009 – die Themen Klimaschutz und Energieeinsparung dazu kommen, so SPD-Sprecher Manfred Albers.

Sanierung würde vier bis sechs Millionen Euro kosten

CDU-Fraktionsvorsitzender Gerhard Albers betonte die Kosten, die bei der Umsetzung der Maßnahmen aus dem damaligen Gutachten auf die Stadt zugekommen wären: vier bis sechs Millionen Euro für eine Sanierung und 15 bis 20 Millionen Euro für einen kompletten Neubau mit „Allwetternutzung“. Man sei der Handlungsfähigkeit der ganzen Stadt verpflichtet, blickte Gerhard Albers auf den städtischen Haushalt und schlug zunächst die Einladung des Stadtwerke-Geschäftsführers vor. Dem stimmten auch FDP-Sprecher Wilhelm Reckmann und Dagmar Trümpler (Grüne) zu.

Die SPD hatte ihren Antrag unter anderem so begründet: „Mit den Bädern hat die Stadt Diepholz als Mittelzentrum ein qualitativ bedeutsames Alleinstellungsmerkmal in der Region. Das stärkt die Kreisstadt und die Gemeinschaft der Bürger.“

Fertig für die neue Saison

Die Stadtwerke Huntetal haben ihr Freibad in Diepholz und Barnstorf schon für die neue Saison fertig und hoffen auf die Lockerung der Corona-Maßnahmen, um öffnen zu können. Dann sollen mehr Schwimmkurse insbesondere für Kinder angeboten werden. Die Stadtwerke machen mit ihren drei Bädern (Hallenbad und Freibad in Diepholz, Freibad in Barnstorf) übrigens keinen Gewinn, sondern jährlich rund eine Million Euro Verlust, den indirekt die beiden Kommunen tragen. ej

Übrigens ist das ebenfalls von den Stadtwerken Huntetal betriebene Freibad Barnstorf bereits umfassend saniert worden. Dort gab es aber einen großen Schaden im Becken. Deswegen musste man sich entweder für die Sanierung oder die Schließung entscheiden. Das ist in Diepholz (noch) nicht so.

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