„Deefholt Dynamics“: Sponsoren-Tag zum Abschluss einer erfolgreichen Saison

„Lorena“ dreht noch ein paar letzte Runden

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Zum Abschluss einer erfolgreichen Saison ließen die „Deefholt Dynamics“ ihren selbst konstruierten Rennwagen noch einmal einige Runden auf dem Parkplatz kreisen. Es war „Lorenas“ letzter offizieller Auftritt.

Diepholz - Von Sven Reckmann. Rennmotoren-Sound vor dem Zentrum für Werkstoffe und Technik (ZWT) an der Thüringer Straße: Die „Deefholt Dynamics“, allesamt Studenten der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT), hatten den abgesperrten Parkplatz am Donnerstag für einige Minuten zu einem Rundkurs umfunktioniert.

Dort führten sie ihren in den vergangenen Monaten in Diepholz gebauten Rennwagen mit dem klangvollen Namen „Lorena“ noch einmal vor. Mit dem Boliden, hatte das Team erfolgreich an zwei Events des Rennwagen-Konstruktionswettbewerbes „Formula Student“ teilgenommen.

Eingeladen waren die Sponsoren, die das studentische Projekt mannigfaltig unterstützt hatten. Ohne diese Geldgeber könnte der Verein „Deefholt Dynamics“, dessen Vorsitzender der PHWT-Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Plegge ist, das Projekt nicht stemmen.

Bilanz ziehen, Ergebnisse präsentieren und ins Gespräch kommen, das stand bei dieser Veranstaltung im Vordergrund, die auch eine Art Saisonausklang war: Die bislang involvierten 26 Nachwuchsingenieure – Studierende der Fachrichtungen Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen – beginnen jetzt neue Ausbildungsabschnitte, und ab Januar sind dann die jüngeren Semester am Start, konstruieren einen neuen Boliden für neue Wettbewerbe der Formula Student.

Doch zunächst ging der Blick zurück: Teamleiter Dennis Pieper und Technischer Leiter Lars Muth ließen die Saison Revue passieren. Ein Hindernis war demnach die kurze Entwicklungszeit des Fahrzeugs. Erst Ende Januar sei die Entscheidung gefallen, ob man ein Elektro- oder einen Verbrennungsmotor einbauen soll, im Juli und August standen mit den Rennen der Formula Student in Deutschland und Österreich auch schon die beiden Highlights der Saison auf dem Plan, wo sich „Lorena“ und das Team zu beweisen hatten. „Wir hatten sechs Monate Zeit, da waren schon ein paar schlaflose Nächte dabei“, gestand Pieper ein.

In einem Film zeichnete das Team unter anderem nochmals die aufregende Qualifikationszeit nach, bei einem Registrierungsquiz gelang es den Diepholzern, einen der begehrten Startplätze für die Formula Student Germany in Hockenheim zu ergattern. Mehr als 3800 Studenten aus 110 Teams aus einer Vielzahl von Ländern der Erde waren angereist, um ihre Boliden untereinander zu messen. Dabei geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um technische Aspekte sowie um Verkaufsstrategie und Finanzierung.

Von 71 Teams in seiner Klasse belegten die „Deefholter“ in der Gesamtwertung den 37. Platz. Erstmals in der zehnjährigen Vereinsgeschichte schaffte es ein Team der „Deefholt Dynamics“, alle dynamischen Events zu bestehen – Saisonziel erreicht. Die Trumpfkarte in diesem Jahr sei die Zuverlässigkeit des Wagens gewesen, meinte Teammitglied Lennart Rommel. Als „Sahnehäubchen“ startete man kurze Zeit später auch bei der „Formula Student Austria“ auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg/Österreich. Mit Platz elf in der Gesamtwertung seien die Erwartungen übertroffen worden.

„Wir sind mit dem Verlauf der Saison sehr zufrieden“, zog Teamchef Dennis Pieper eine Abschlussbilanz. Man habe viel gelernt, fügte Lars Muth hinzu. „Schade nur, dass man nicht noch einen Rennwagen bauen kann, in dem man alles umsetzen kann, was man auf den Events gelernt hat.“

Zur neuen Saison soll ein Elektroauto konstruiert werden, dann sitzen auch Studenten der Elektrotechnik aus Oldenburg mit im Boot, beziehungsweise Cockpit, was die Größe des Teams deutlich wachsen lassen wird. Mehr als 40 Studierende werden dann an „Lorenas“ Nachfolger tüfteln, schwitzen und manchmal auch verzweifeln.

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