Kurse des Landkreises: „Fit mit dem Pedelec“

Diepholz: Das ist für „E-Bike“-Fahrer wichtig

Erst Theorie, dann Praxis: Auf dem Hof der Mühlenkampschule bekamen Fahrer von Pedelecs („E-Bikes“) beim Kursus des Landkreises Diepholz Tipps von Polizei und Verkehrswacht.
+
Erst Theorie, dann Praxis: Auf dem Hof der Mühlenkampschule bekamen Fahrer von Pedelecs („E-Bikes“) beim Kursus des Landkreises Diepholz Tipps von Polizei und Verkehrswacht.

Diepholz – „Die meisten Unfälle mit Pedelecs passieren beim Losfahren oder Bremsen“, weiß Wolfgang Rehling. Der Polizeibeamte im Ruhestand engagiert sich schon seit vielen Jahren in der Verkehrswacht Grafschaft Diepholz. Diese hat nun Verkehrsteilnehmer im Blick, deren Zahl immer weiter steigt: Fahrer von Pedelecs, die landläufig „E-Bikes“ genannt werden.

Für Pedelec-Fahrer bietet der Landkreis Diepholz in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht und der Polizei spezielle Kurse an, bei denen es nicht nur um Sicherheit geht. Der erste in Diepholz fand auf dem Hof der Mühlenkampschule statt. Elf Teilnehmer registrierte Marco Niemann vom Fachdienst „Bürgerservice und Straßenverkehr“ des Landkreises. Damit war dieser Kursus fast ausgebucht. Weitere mehrstündige Kurse in Diepholz und Sulingen folgen.

„Wenn ich mir ein Pedelec zulegen will, muss ich mir zunächst im Klaren sein, wofür ich es nutzen möchte“, sagt Verkehrswacht-Geschäftsführer Wolfgang Rehling: „Will ich damit morgens nur meine Brötchen vom Bäcker holen oder möchte ich längere Touren unternehmen?“ Fachhändler könnten bei der Entscheidung helfen. Ganz wichtig sei laut Rehling auch, dass man unterschiedliche Räder testet, möglichst auch mal über einen Tag oder über ein Wochenende. Nicht zu vergessen: ein passender Helm. „Der rettet Leben!“

„E-Bike“ ist meist ein Pedelec

Die meisten Menschen sagen E-Bike, wenn sie ein Fahrrad meinen, dessen Nutzer beim Trampeln von einem Elektromotor unterstützt wird. Doch das ist fast immer falsch: E-Bikes sind Zweiräder, die auch vom Elektromotor bewegt werden können, ohne dass dabei in die Pedale getreten wird. Der Fahrer „gibt Gas“ über Knöpfe oder einen Drehgriff. Somit sind die meisten „E-Bikes“ laut offiziellem Begriff „Pedelecs“. Die Tret-Motorunterstützung dieser Zweiräder endet bei 25 Stundenkilometern. Und es gibt noch „S-Pedelecs“, bei denen sich der unterstützende Elektromotor erst bei 45 Kilometer pro Stunde abschaltet. Für S-Pedelecs und für die (offiziell so genannten) E-Bikes gibt es besondere Vorschriften. Beispielsweise ist für ihren Betrieb ein Versicherungskennzeichen notwendig. Übrigens: Der Begriff „Pedelec“ wurde 1999 von einer Sprachwissenschaftlerin geschaffen, um die Räder mit Tret-Unterstützung von „E-Bikes“ zu unterscheiden. Durchgesetzt hat sich dieser Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch nicht. ej

Bei dem Kursus „Fit mit dem Pedelec“ erläuterte Frank Kempin von der Polizei Diepholz gesetzliche Grundlagen und Verkehrsregeln. Der Beamte ist selbst meist mit dem Zweirad auf Streife in Diepholz unterwegs. Dann standen Informationen über technische Merkmale unterschiedlicher Pedelec-Typen, verschiedene praktische Fahrübungen, und ein Erfahrungsaustausch an.

Verschiedene Pedelec-Modelle waren bei dem Kursus zu sehen. Frank Kempin von der Polizei erläuterte gesetzliche Grundlagen und Verkehrsregeln.

Die meisten Teilnehmer waren mit dem eigenen Pedelec gekommen. Ihnen wurden auch fahrtechnische Fehler bewusst gemacht. Wolfgang Rehling: „Zum Beispiel benutzen viele die Gangschaltung kaum noch, weil der Motor einen verleitet, immer schön im höchsten Gang zu bleiben. Dann sind aber nach einem Jahr die Kette und das Zahnrad hinüber.“

Schottler verkauft zu 90 Prozent Pedelecs

Pedelec („E-Bikes“) werden immer beliebter und verdrängen offenbar in Deutschland nach und nach das klassische Fahrrad. „Wir verkaufen zu etwa 90 Prozent Pedelecs“, sagte der Diepholzer Zweiradhändler Bernd Schottler auf Anfrage unserer Zeitung. Den Trend hin zum Rad mit elektrischer Unterstützung sehe er seit fünf Jahren immer weiter wachsen.

Mit dem größeren Pedelec-Anteil steigt auch der Anteil der Pedelec-Fahrer an Unfällen. Um diese zu vermeiden, bietet der Landkreis in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht und der Polizei die Kurse an.

Die nächsten Termine

Nächste Termine sind in Diepholz am Mittwoch, 18. August, und am Mittwoch, 15. September, sowie in Sulingen am Mittwoch, 22. September. Der Kostenbeitrag beträgt zehn Euro. Anmeldung und nähere Informationen beim Landkreis: Marco Niemann, Tel. 05441/9764403.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Meistgelesene Artikel

Strecke Sulingen-Nienburg: Leeres Gleisbett ist „ein Ärgernis“

Strecke Sulingen-Nienburg: Leeres Gleisbett ist „ein Ärgernis“

Strecke Sulingen-Nienburg: Leeres Gleisbett ist „ein Ärgernis“
Frank Pinkus ist tot: 62-Jähriger erleidet wohl Herzinfarkt auf der Bühne

Frank Pinkus ist tot: 62-Jähriger erleidet wohl Herzinfarkt auf der Bühne

Frank Pinkus ist tot: 62-Jähriger erleidet wohl Herzinfarkt auf der Bühne
Bauarbeiten an der B 51: Pendler brauchen bis Mitte Dezember Geduld

Bauarbeiten an der B 51: Pendler brauchen bis Mitte Dezember Geduld

Bauarbeiten an der B 51: Pendler brauchen bis Mitte Dezember Geduld
Heavy Metal mit My´Tallica / Pop und Schlager von den Twinns

Heavy Metal mit My´Tallica / Pop und Schlager von den Twinns

Heavy Metal mit My´Tallica / Pop und Schlager von den Twinns

Kommentare