Damwild in Gehege in Aschen getötet

Riss hinter zwei Meter hohem Zaun

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Bereits im Mai wurde in dem Damwild-Gehege in Aschen-Apwisch (Holle) ein Tier gerissen.

Aschen - Von Eberhard Jansen. Auch ein zwei Meter hoher Zaun hat nicht geholfen: Zwei Stücke Damwild – ein weibliches Tier und ein Kalb – wurden in der Nacht zu Dienstag in Aschen-Apwisch in einem Gehege gerissen. Agnes Siemer, Eigentümerin der Tiere, geht davon aus, dass es ein Wolf war, der den hohen Maschendrahtzaun überwand und die Tiere mit einem Kehlbiss tötete.

Wolfsberater Dr. Marcel Holy hat – wie in solchen Verdachtsfällen üblich – DNA-Proben genommen und die gerissenen Damwild-Tiere untersucht, berichtete Agnes Siemer, die nach der Spurenlage davon ausgeht, dass es ein einzelner Wolf war.

Ihre 15-köpfige Damwild-Herde in Aschen-Apwisch im Bereich Holle direkt an einem alten, bewohnten Bauernhaus war bereits im Mai Ziel eines Raubtier-Angriffes geworden. Damals wurden zwei Stücke Damwild getötet – mit Sicherheit von einem Wolf, wie jetzt laut Agnes Siemer bestätigt wurde.

Die Herde habe sie seitdem in einem zweiten Gehege mit einem noch stabileren Zaun gehalten. Nun – während der Brunftzeit – sei der Hirsch mit weiteren Tiere in das Gehege gebracht worden, wo im Mai der Riss geschah. Das habe der Wolf offenbar bemerkt, vermutet Agnes Siemer.

Riss geschah in der Nacht zu Dienstag

Der Riss geschah gegen 3.30 Uhr in der Nacht zu Dienstag. Zu diesem Zeitpunkt hörten Bewohner des Bauernhauses Geräusche aus dem nahen Gehege.

Spuren deuten darauf hin, dass das Raubtier zunächst versuchte, sich unter dem Zaun hindurch zu graben, was aber misslang, weil dieser in die Erde eingelassen ist. Dann sei der Wolf den grobmaschigen Zaun hochgeklettert und habe die oberen 20 Zentimeter umgebogen, so die Damwild-Eigentümerin.

Nach dem erneuten Riss will Agnes Siemer die Damwild-Haltung nach vielen Jahren jetzt aufgeben: „Ich habe die Nase voll!“

Die Tötung der Damwild-Tiere – mutmaßlich durch einen Wolf – war nicht der einzige Riss in den vergangenen Tagen in Aschen. Am Wochenende wurde im Bereich des Reitplatzes und des Heimatmuseums an der Schützenstraße ein Reh gerissen, berichtete eine Jägerin.

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