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Feuer am Willenberg: Komplette Stadtfeuerwehr Diepholz bei Dachstuhlbrand im Einsatz

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Von: Jannick Ripking

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Dachstuhlbrand am Willenberg: Im Vordergrund bereitet sich ein Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr auf den Löschangriff über die Drehleiter vor.
Dachstuhlbrand am Willenberg: Im Vordergrund bereitet sich ein Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr auf den Löschangriff über die Drehleiter vor. © Jannick Ripking

In Diepholz hat am Donnerstag das Dach eines Hauses am Willenberg gebrannt. Alle vier Ortsfeuerwehren der Stadt Diepholz waren im Einsatz.

Diepholz – Ein großer Dachstuhlbrand hat die komplette Diepholzer Stadtfeuerwehr am Donnerstag ab 16.22 Uhr auf Trab gehalten. Alle vier Ortsfeuerwehren aus Aschen, Diepholz, Heede und Sankt Hülfe waren am Willenberg bei heißen Temperaturen im Einsatz. Dort stand das Dach eines Hauses in Vollbrand.

Eile war zunächst geboten für die 85 Feuerwehrleute, die vor Ort waren: „Vermutet war erst eine Person im Gebäude“, sagte Stadtbrandmeister Frank Schötz. „Laut Nachbarn war das aber nicht der Fall. Wir haben das Haus natürlich trotzdem vorsichtshalber abgesucht“, erklärt der Einsatzleiter. Die Aussagen der Nachbarn bewahrheiteten sich im Nachhinein. Entsprechend ausgerüstet ging es für einige Einsatzkräfte als Atemschutzgeräteträger trotzdem in das Einfamilienhaus in Diepholz. Andere trugen von oben über die Drehleiter zum Löschangriff bei – ebenfalls unter Atemschutz und mit schwerer Montur.

Nach rund 15 bis 20 Minuten hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle gebracht. „Es ging dieses Mal sehr, sehr schnell“, lobte Miriam Mertl, stellvertretende Pressesprecherin der Stadtfeuerwehr. Der Einsatz am Willenberg sei reibungslos abgelaufen. Ab 17.45 Uhr war das Feuer weitestgehend gelöscht. „Jetzt stehen nur noch Nachlöscharbeiten an“, berichtete sie.

Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr bauen eine Steckleiter für den Löschangriff zusammen.
Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr bauen eine Steckleiter für den Löschangriff zusammen. © Ripking, Jannick

Eine Gefahr stellte allerdings eine Solaranlage auf dem Dach des Hauses dar. Es habe die Gefahr eines Stromschlages bestanden. „Deswegen – und damit wir besser an den Brand herankommen konnten – haben wir die Platten abgenommen“, sagte die Sprecherin. Die Stadtwerke waren darüber hinaus unterstützend vor Ort.

Ansonsten habe es während des Einsatzes keine größeren Vorkommnisse gegeben. Niemand sei zu Schaden gekommen. Lediglich einzelne umliegende Zaunelemente seien beschädigt worden, um das Feuer zu bekämpfen. Wie es zum Brand im Dachstuhl kommen konnte, sei derzeit noch nicht zu sagen. „Der Vorfall ist aufgenommen worden“, sagte Mertl. Alles Weitere werden nachfolgende Ermittlungen ergeben.

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Bei den hohen Temperaturen von mehr als 30 Grad an diesem Tag sei der Einsatz eine besondere Belastung für die Ehrenamtlichen gewesen, erklärte Mertl. Wichtig sei es deshalb gewesen, ausreichend zu trinken. „Aber dafür ist auf jeden Fall gesorgt“, sagte sie. Auf annähernd allen Fahrzeugen sei Trinkwasser vorrätig.

Aber nicht nur wegen der hohen Lufttemperatur habe sich die Einsatzleitung dazu entschieden, alle vier Ortsfeuerwehren zu alarmieren. „Wir wollten sichergehen, dass wir genug Atemschutzgeräteträger vor Ort haben“, erklärte Schötz – je mehr Einsatzkräfte, desto geringer die Belastung für den Einzelnen.

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