Land Niedersachsen fördert Projekt mit 300 000 Euro

„Coworking“ in der Diepholzer Innenstadt

Einen Förderbescheid über 300 000 Euro für den „Coworking-Space“ in der Innenstadt aus dem Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ übergab Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier (r.) im Diepholzer Rathaus an Bürgermeister Florian Marré (l.). Bei der Übergabe dabei: Landtagsabgeordneter Marcel Scharrelmann (hinten links) und Dr. Frank Heidrich, Dezernatsleiter im Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser.
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Einen Förderbescheid über 300 000 Euro für den „Coworking-Space“ in der Innenstadt aus dem Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ übergab Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier (r.) im Diepholzer Rathaus an Bürgermeister Florian Marré (l.). Bei der Übergabe dabei: Landtagsabgeordneter Marcel Scharrelmann (hinten links) und Dr. Frank Heidrich, Dezernatsleiter im Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser.

Diepholz – Nicht jeder Gründer eines kleinen Unternehmens braucht gleich ein großes Büro. Auch für Menschen, die im Homeoffice arbeiten möchten, aber zu Hause nicht die Möglichkeit dazu haben, und andere kann es sinnvoll sein: In Diepholz entsteht ein Coworking-Space. Darin werden Arbeitsplätze und Infrastruktur wie Drucker, Telefon, Beamer und Besprechungsräume zeitlich befristet zur Verfügung gestellt. Für eigene Gegenstände oder Unterlagen gibt es Schließfächer.

Im Februar hatten die Ratsfraktionen von CDU und FDP den Antrag gestellt, ein solches Coworking-Angebot in der Diepholzer Innenstadt zu schaffen. Dann ging alles ganz schnell. Die Stadtverwaltung erarbeitete mit Unterstützung von Einrichtungen des Landes Niedersachsen ein umfangreiches Konzept und stellte den Antrag zur Förderung des Projektes. Der Antrag wurde genehmigt. Am Freitag übergab Matthias Wunderling-Weilbier, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, einen entsprechenden Förderbescheid in Höhe von 300 000 Euro aus dem Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ an Bürgermeister Florian Marré.

Wo die Coworking-Einrichtung in der Diepholzer Innenstadt gebaut wird, ist schon besprochen. Doch Bürgermeister Florian Marré möchte den Standort mit Blick auf die privaten Bauherren nicht öffentlich nennen. Es gebe Probleme wegen der bekannten derzeitigen Auslastung der Baufirmen und Handwerksbetriebe.

Ziel ist, dass das Coworking-Space Ende 2022 eröffnet werden soll. Die 300 000 Euro Fördermittel des Landes für Bau und Betrieb stehen bis Mitte 2025 zur Verfügung. Dann soll sich die Einrichtung durch Mieten selbst tragen, denn kostenlos ist die Nutzung nicht.

Auch Innenstadt soll profitieren

Das Coworking-Space soll Menschen in Diepholz so gute Arbeits- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten, dass sie in der Region bleiben oder nach ihrer Ausbildung beziehungsweise ihrem Studium hierhin zurückkommen. Pendeln oder Fortzug soll durch die Arbeitsmöglichkeiten vor Ort vermindert werden. Auch die Innenstadt soll profitieren, deshalb soll das Coworking-Space dort und nicht am Stadtrand entstehen.

Viel Unterstützung

Die Stadt Diepholz kooperiert beim Betrieb der Einrichtung mit mehreren Institutionen, so zum Beispiel mit der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik (PHWT), die das Vorhaben laut Florian Marré mit betriebswirtschaftlichen und labortechnischen Leistungen unterstützt. Die Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung stellt Dozenten für Workshops und Vorträge zur Verfügung.

Für Coworking-Nutzer sollen es auch Beratungs- und Informationsmöglichkeiten geben und die Möglichkeit, sich zu vernetzen. Deshalb soll dort laut Marré auch die Wirtschaftsförderung der Stadt angesiedelt werden, die bislang im Rathaus ist. Unterstützt wird das Projekt zudem von der Lebensbaum-Stiftung, den Stadtwerken Huntetal und der Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz mir der Marke „Grafenkind“.

Arbeitsplätze auf 350 Quadratmetern

Nach derzeitigen Planungen sind in dem Coworking-Space auf 350 Quadratmetern 15 Arbeitsplätze in einem offenen Bereich vorgesehen, zwei Besprechungsräume, zwei Team-Büros mit vier Arbeitsplätzen, zwei Einzelbüros, ein Café und ein „Kreativraum“.

Staatssekretär Wunderling-Weilbier lobte die Qualität des Diepholzer Projekts: „Es hat deswegen die höchstmögliche Förderung bekommen.“

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