Zentrale Terminvergabe

Corona-Impfstationen ab Januar in Barnstorf, Sulingen und Syke

Bald feste Impfstationen: Die Grundschule Sulingen an der Schmelingstraße und Wintershall Dea in Barnstorf.
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Bald feste Impfstation: Wintershall Dea in Barnstorf.

Künftig wird es im Landkreis Diepholz drei zentrale Impfstandorte geben. Die Terminvergabe erfolgt über ein zentrales System, freitags gibt es Impfungen ohne Anmeldungen.

Landkreis Diepholz – Weil der Impfstoff knapp ist und die Impftage in den 15 Kommunen zu viele Ressourcen verbrauchen, ändert der Landkreis im Schulterschluss mit den Bürgermeistern und dem DRK seine Strategie: Ab 17.  Januar ersetzen drei Impfstationen in Barnstorf, Sulingen und Syke das flächendeckende Angebot.

Die Auswahl der Standorte sei sehr sorgfältig erfolgt und mit den Bürgermeistern abgestimmt worden, stellte Landrat Cord Bockhop am Donnerstag klar. Ein wichtiges Kriterium war, dass sie möglichst für alle Bürger im Landkreis gut zu erreichen sind.

„Müssen Ressourcen so einsetzen, dass wir das Maximum herausholen können“

Planmäßig laufen die Aktionen in den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden zunächst weiter. Sie würden sehr gut angenommen, so Kreisrätin Ulrike Tammen. „Aber wir müssen unsere Ressourcen so einsetzen, dass wir das Maximum herausholen können.“ Warum das zurzeit nicht möglich ist, stellte Ulrike Hirth-Schiller als Geschäftsführerin des DRK klar: Bis zu zehn Stunden sind die Impfteams im Flächenlandkreis unterwegs – vier davon nehmen Fahrt, Aufbau und Organisation vor Ort in Anspruch, um sechs Stunden Impfzeit anbieten zu können. Würde das Impfangebot an drei Standorten zusammengefasst, wäre das also von großem Vorteil.

Rund 80 Mitarbeiter des DRK und des Rettungsdienstes des Landkreises wirken in den sechs mobilen Impfteams mit – zusätzlich zu ihren hauptamtlichen Aufgaben, so Ulrike Hirth-Schiller: „Das ist eine Gemeinschaftsleistung von ganz vielen Menschen, die sich über Gebühr engagieren.“

Landkreis Diepholz wird noch nicht ausreichend Impfstoff bereitgestellt

Landrat Cord Bockhop stellte unmissverständlich klar: „An den drei neuen Impfstationen soll auch die Zahl der täglichen Impfungen deutlich erhöht werden, sofern dem Landkreis Diepholz endlich ausreichend Impfstoff zur Verfügung gestellt wird.“

Zahlen offenbaren die Misere: Von den 2 100 bestellten Impfdosen hatte der Landkreis in der vergangenen Woche nur 279 erhalten – also nur einen Bruchteil. 796 von 2 100 sind es für diese Woche – gerade mal ein gutes Drittel.

Auch die Grundschule Sulingen an der Schmelingstraße bekommt eine Impfstation.

Unter 30-Jährigen wird der Impfstoff Biontec angeboten und über 30-Jährigen Moderna. Wer das nicht akzeptieren könne, so Kreisrätin Ulrike Tammen, der solle besser zu seinem Hausarzt gehen. „Wir sind nicht der Regelversorger“, stellte Ulrike Hirth-Schiller für die gemeinsamen Impfteams fest. Sie würden nur Unterstützung leisten.

Geplant ist, an den drei Impfstandorten zunächst 500 Dosen täglich zu verimpfen – wöchentlich 7 500. Um Warteschlangen zu vermeiden, ist eine zentrale Terminvergabe geplant. Der Landkreis organisiert und steuert sie selbst, die Freischaltung ist für den 3. Januar geplant. Termine erhalten allerdings ausschließlich Menschen, die im Landkreis leben oder arbeiten. Feste Zeitfenster gibt es montags bis donnerstags. Freitags sind Impfungen ohne Termin möglich, es kann zu Wartezeiten kommen.

Bürger, die im Rahmen der noch laufenden kommunalen Impfaktion schon feste Termine für Januar haben, müssen sich keine Sorgen machen: Sie haben weiterhin ihre Gültigkeit.

Das Wichtigste aus dem Landkreis Diepholz: Immer samstags um 7:30 Uhr in Ihr Mail-Postfach – jetzt kostenlos anmelden.

Als Vorsitzender der Bürgermeisterkonferenz stellt Jens Bley klar, dass der Landkreis und die Kommunen auch künftig an einem Strang ziehen: „Das bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe.“ Von den Bürgern wünscht er sich Respekt und Anerkennung für den Einsatz der Mitarbeiter. Denn: „Sie werden teilweise angefeindet.“

Stetig wechselnde Vorgaben und der Mangel an Impfstoff führen immer wieder dazu, dass die Organisatoren das Unplanbare planen müssen. Angedacht sei schon jetzt, so Landrat Cord Bockhop, eine vierte Impfstation in Weyhe in Betrieb zu nehmen – wenn der Landkreis Personal bekommt.

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