Großauftrag für Wilmering aus Vechta

Linienbündel Diepholz-Nord-West: Unternehmer verhandelt mit sechs weiteren Firmen

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Das Vechtaer Busunternehmen Wilmering wird auf Unterstützung durch weitere Busfirmen angewiesen sein. 

Landkreis Diepholz - Von Anke Seidel. Am Start zum 1. August arbeitet Busunternehmer Leo Wilmering zurzeit mit Hochdruck: 1,7 Millionen Fahrplan-Kilometer pro Jahr auf insgesamt 31 Buslinien bedient der Unternehmer aus Vechta künftig im Linienbündel Diepholz-Nord-West – und das wahrscheinlich nicht allein. Zurzeit laufen Verhandlungen mit sechs Busunternehmen, die auf diesen Linien bereits fahren.

Das bestätigte Leo Wilmering auf Anfrage. Wie bereits berichtet, hatte er mit der Firma Gerhard Wilmering die europaweite Ausschreibung des ZVBN (Zweckverband Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen) für das besagte Linienbündel gewonnen, nachdem der preiswerteste Anbieter – die Firma ViaBus aus Speyer – vom Verfahren ausgeschlossen worden. Zwar hatte sich ViaBus mit einem Nachprüfungsantrag an die Vergabekammer Bremen gewandt, diesen Antrag aber dann überraschend zurückgezogen.

Wilmering bedient bereits seit acht Jahren zwölf Linien in besagtem Bündel. Darin sind ebenso die Firmen Borchers aus Twistringen, Schmätjen und Vonau aus Ottersberg, Pussack aus Heiligenfelde, Wilkens aus Twistringen, Junker aus Stuhr und Weser-Ems-Bus unterwegs. Wer und in welchem Umfang künftig im Auftrag für Wilmering fährt, ist noch unklar – und dürfte von zwei entscheidenden Kriterien abhängen: dem Preis und den personellen Möglichkeiten.

Denn um den neuen Großauftrag bedienen zu können, braucht das Unternehmen aus Vechta weitere Busse und Personal. „Wir müssen neue Mitarbeiter einstellen und wissen aber noch nicht, wie viele“, erklärt Leo Wilmering. Das hänge von den Verhandlungen ab.

Bis zu 53 Busse benötigt

Bis zu 53 Busse sind notwendig, um die Linien im Bündel Diepholz-Nord-West bedienen zu können. 13 Fahrzeuge muss Wilmering durch neue ersetzen: „Wir müssen Qualitätskriterien der Ausschreibung erfüllen“, sagt der Unternehmer aus Vechta – und weiß, dass diese Vorgabe bis 1. August nicht umzusetzen ist: „Von der Bestellung eines neuen Busses bis zur Auslieferung vergehen in der Regel sechs bis sieben Monate.“ Den Auftrag hatte Wilmering jedoch erst im April erhalten.

Weil mit dem Nachprüfungsantrag von ViaBus ein anschließender Rechtsstreit nicht ausgeschlossen war und somit die pünktliche Auftragsvergabe in Gefahr, hatte der ZVBN vorsorglich ein Notvergabe-Verfahren vorbereitet – um zum 1. August den ordnungsgemäßen Busverkehr sicherstellen zu können. Dieses Verfahren ist jetzt nicht mehr notwendig.

„Es wird am Anfang ein bisschen ruckeln“

Leo Wilmering will sich bis zum Auftragsstart bestmöglich vorbereiten, befürchtet aber: „Es wird am Anfang ein bisschen ruckeln.“

Denn verbunden mit dem neuen Auftrag seien Fahrplan-Änderungen in dem Bündel, die umgesetzt werden müssten. Zwei Kriterien sind dem Busunternehmer bei der Umsetzung des neuen Großauftrags extrem wichtig, wie er betont: Ortskenntnis der Busfahrer und Verlässlichkeit.

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