Bürgerinitiative zum Erhalt der Klinik Diepholz in Hannover

17521 Unterschriften an Ministerin übergeben

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Übergabe gestern Nachmittag in Hannover: Ministerin Cornelia Rundt (3. von links) nahm von Jolanta Malan (Mitte) Listen mit 17521 Unterschriften zum Erhalt der Klinik Diepholz entgegen. Mit dabei (von links): Landtagsabgeordneter Grant Hendrik Tonne, Landtagsabgeordnete Luzia Moldenhauer, der Diepholzer Politiker Ingo Estermann, die Bürgerinitiativen-Vertreterinnen Petra Wistuba, Claudia Berg und Heike Lehnkering sowie Landtags-Vizepräsident Karl-Heinz Klare (3. von rechts).

Diepholz - So viele Unterschriften von Bürgern hatte die niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Cornelia Rundt (SPD), noch nie auf einmal bekommen: Die Bürgerinitiative zum Erhalt der Klinik Diepholz überreichte ihr gestern Nachmittag Listen mit insgesamt 17521 „Autogrammen“.

Die Ministerin nahm diese Unterschriften von Bürgern, die ihr Krankenhaus in Diepholz behalten möchten, in Hannover im Landtagsgebäude entgegen. Dorthin war eine Abordnung der Bürgerinitiative mit Jolanta Malan an der Spitze gefahren. Neben den Unterschriften händigte sie der Ministerin auch Kopien von 37 Berichten unserer Zeitung aus, die sich mit dem Kampf um die Klinik Diepholz befassten.

An dem halbstündigen Gespräch im Rahmen der Unterschriften-Übergabe nahmen auch die SPD-Landtagsabgeordneten Grant Hendrik Tonne, der das Treffen organisiert hatte, und Luzia Moldenhauer sowie Landtagsvizepräsident Karl-Heinz Klare (CDU) teil.

„Wir sind herzlich empfangen worden“, berichtete Jolanta Malan gestern Abend. Sie hatte gegenüber der Ministerin die Diepholzer Krankenhaus-Situation ausführlich erläutert.

Ministerin Cornelia Rundt habe angekündigt, dass Niedersachsen die für die Krankenhaus-Finanzierung wichtigen Landesfallwerte 2016 deutlich erhöhen werde. Auch wolle das Land über den Bundesrat beim Krankenhaus-Strukturgesetz Einfluss nehmen.

Rundt betonte laut Jolanta Malan, dass das Land weiter Investitionszuschüsse zahle, wenn es für die Krankenhäuser im Landkreis Diepholz ein zukunftsfähiges Konzept gebe.

Dieses wird bekanntlich zurzeit erarbeitet. Die Sprecherin der Diepholzer Bürgerinitiative forderte die Beteiligten auf, die Klinik-Mitarbeiter und die Öffentlichkeit besser über den Verlauf zu informieren.

Gesundheitsministerin Rundt ermutigte die Initiative, sich weiter einzusetzen. Man dürfte sich aber notwendigen Neustrukturierungen der Krankenhaus-Landschaft nicht ganz verschließen.

ej

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