Diepholzer haben Erfolg mit Produkten für Langohren

Brücken und Betten für Kaninchen

„Cappuccino“ begutachtet eine der Brücken für Kaninchen, die Luisa Harms-Ensink und Patrick Meyerhoff bauen und die schon auf große Nachfrage stießen.
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„Cappuccino“ begutachtet eine der Brücken für Kaninchen, die Luisa Harms-Ensink und Patrick Meyerhoff bauen und die schon auf große Nachfrage stießen.

Diepholz – „Cappuccino“ sieht sich die Brücke genau an. Das braune, neun Monate alte Kaninchen der Rasse „Deutsche Riesen“ hat Auslauf. Da fällt ihm das kleine Bauwerk aus Holz auf der Wiese sofort auf. Dort steht die Kaninchenbrücke aber nur fürs Foto. Sonst ist sie in großen Kaninchen-ställen dazu da, den Tieren eine Spielmöglichkeit und Abwechslung zu bieten. Genau wie die anderen Gegenstände, die Luisa Harms-Ensink und Patrick Meyerhoff aus Diepholz selbst bauen und ab Januar professionell vertreiben wollen. Mit ihren Tipps für die richtige Haltung und Pflege von Kaninchen haben sie im Internet bei Instagram als „stupsnasen7.0“ schon viel Erfolg und mehr als 5 000 Follower. Auch die Brücke stieß dabei auf eine große Nachfrage.

So kam die Idee auf, sechs selbst gefertigte Brücken zu versteigern und den Erlös zu spenden. 333,77 Euro kamen bei der Internet-Aktion zusammen. Das Geld spenden Luisa Harms-Ensink und Patrick Meyerhoff dem Tierpark Petermoor in Bassum, der auch Kaninchen hält.

Weil das Interesse an den kleinen Brücken aus Kiefer- und Fichtenholz so groß war, kam die Idee auf, diese Kaninchen-Spielgeräte professionell zu bauen und als offizielles Nebengewerbe zu vertreiben. Am 1. Januar soll der Online-Shop der beiden Diepholzer starten.

Keine Langeweile haben die Kaninchen, die Luisa Harms-Ensink hier streichelt: In den Volieren gibt es allerlei Mobiliar für die Langohren.

„Kleintierbrücken sind eine Beschäftigungsmöglichkeit“, erklärt Luisa Harms-Ensink, die aus der Grafschaft Bentheim stammt und seit 2012 in Diepholz wohnt: „Die Tiere können sich darunter verstecken, oben drüber laufen oder darauf entspannen.“

Die 28-jährige Mutter von zwei Kindern hat schon immer Kaninchen gehabt. Derzeit hat sie sieben: drei „Riesen“, ein „Widder“, ein „Löwenkopf“ und zwei Zwergkaninchen. Die Tiere leben in großen Volieren, die Patrick Meyerhoff gebaut hat. Ebenfalls die Einrichtung, nicht nur mit Brücken, sondern auch „Kaninchenbetten“ und Häuschen. Und Fellpflege-Tunne mit integrierten Bürsten.

Meyerhoff unterstützt die Kaninchen-Leidenschaft seiner Partnerin. Er hat auch den Garten des Wohnhauses am Barlager Weg so eingezäunt, dass die Tiere beim Auslauf nicht entwischen können. Der Handwerker hat Luisa Harms-Ensink allerdings auch schon beigebracht, wie sie die Brücken allein bauen kann. „Ich bin ja berufstätig“, betont er.

Luisa Harms-Ensink bietet ihren Kaninchen viel Platz. Die kleinen Ställe, wie sie im Zoohandel angeboten und auch von manchen Züchtern genutzt werden, hält sie für nicht artgerecht: „Pro Tier sollte man zwei bis drei Quadratmeter rechnen“, sagt sie, „und nie ein Kaninchen allein halten, sondern mindestens zwei zusammen.“

Das und mehr ist beispielsweise zu bedenken, wenn ein Kaninchen ein Weihnachtsgeschenk werden soll.

Die 28-Jährige hat aber in ihrem Instagram-Account auch die Erfahrung gemacht; „Immer mehr Menschen wollen ihre Tiere artgerecht halten.“

Tipps zur Haltung und Pflege von Kaninchen

Was muss ich bei einer artgerechten Haltung von Kaninchen beachten? Die Diepholzerin Luisa Harms-Ensink, die viel Erfahrung mit den langohrigen Tieren hat, gibt grundlegende Tipps:

- Genügend Platz schaffen, etwa zwei bis drei Quadratmeter pro Tier im Stall beziehungsweise in der Voliere.

- Kaninchen nicht allein halten.

- Ihnen Beschäftigungsmöglichkeiten anbieten.

- Genügend Geld für Tierarztkosten zurücklegen.

- Wichtig ist auch, die Tiere zu impfen: gegen Myxomatose sowie rhd 1 und 2.

- Als Futter auch Gemüse sowie Gras und Kräuter (zum Beispiel Löwenzahn) anbieten.

- Kein Getreide und kein Brot füttern.

Auch das Löwenkopf-Kaninchen „Duplo“ nutzt gern die Brücke.

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