Überraschung bei Wanderung

Brücke über die Wätering verschwunden

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Hier stand bis vor Kurzem eine Brücke über die Wätering. Die Stadt Diepholz hat sie – und andere – abreißen lassen, um Kosten für die Sanierung und den Unterhalt zu sparen.

Diepholz - Von Wolfgang Zellhorst. Endlich regnet es seit Weihnachten nicht mehr! Die Temperaturen und sogar Sonnenschein laden dazu ein, einen ausgiebigen, etwas verspäteten Neujahrs-Spaziergang zu machen.

So oder ähnlich haben zahlreiche Diepholzer gedacht und machten sich auf einen längeren Spaziergang in die Graftlage auf den Weg. Auch einige Kohltour-Gruppen machten sich froh gestimmt mit reichlich flüssiger Verpflegung auf ihre Tour.

Der Plan einer Gruppe war, über die Graftlage vorbei an den neuen Hallen der Firma Albert Berg und über den Lehmder Damm zum Café Weitblick im Towergebäude der Flugplatzes Diepholz-Dümmerland (fdd) zu wandern, dort gemütlich Kaffee und Kuchen zu genießen und dann über die Porschestraße, vorbei an der Hundeschule „Zusammenspiel“, dem Autohaus Klöker und weiter über den Skulpturenpfad, vorbei am neuen Diepholzer Krematorium und am Mühlenkamp-Stadion entlang zurück in die Stadt zu spazieren.

Brücke spurlos verschwunden

Doch diese Wanderung fand einen überraschenden Halt an der gut wasserführenden Wätering. Die bis vor Kurzem an der Hundeschule über die Wätering führende Brücke ist spurlos verschwunden. Nichts außer ein paar junge, frisch angepflanzte Setzlinge für Büsche und Bäume deuten darauf hin, dass hier jahrzehntelang eine Brücke stand. Manch eine(r) musste sich murrend auf den längeren Rückweg Richtung Stadt machen oder traf auf seinem Weg aus der Stadt auf dieses unerwartete Hindernis.

Auch die einen Kilometer weiter südlich von der B 51 in Höhe von Bauer Meyer über die Wätering führende Brücke in den Eschholt ist Geschichte. Die Leitplanke ist nun durchgehend und die nächste Querung über die Wätering 300 Meter weiter südlich – kurz vor der Gaststätte „Gänsestübchen“ – möglich.

Kosten für Reparatur und Instandsetzung zu hoch

Grund für die Schleifung der Brücken ist, dass die Stadt Diepholz die Kosten für die Reparatur und Instandsetzung dieser alten Brücken, die sie aufgrund ihrer Wegesicherungspflicht durchführen müsste, nicht mehr übernehmen möchte. Die Kommunalpolitiker fassten daher den Beschluss, diese alten Bauwerke abzubauen.

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