60 Brandsicherheitswachen: Stadtbrandmeister Frank Schötz sieht Grenze erreicht

„Da werden wir Gespräche führen müssen“

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Stadtbrandmeister Frank Schötz zog eine Einsatzbilanz für die vier Diepholzer Feuerwehren.

Diepholz - Von Sven Reckmann. „Es war kein spektakuläres Jahr, aber es hat uns mehr gefordert als das Jahr davor.“ Das sagte Stadtbrandmeister Frank Schötz bei seinem Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate. Der Diepholzer Feuerwehr-Chef nutzte die Generalversammlung der Ortsfeuerwehr Heede, um Bilanz zu ziehen, um gute und negative Entwicklungen zu kennzeichnen.

Insgesamt mussten die vier Ortsfeuerwehren (Diepholz, Aschen, Heede und Sankt Hülfe) 204 Einsätze abarbeiten, 50 mehr als ein Jahr zuvor. Im einzelnen waren es 27 Brände, 75 Mal musste technische Hilfe geleistet werden, dazu kamen Löschhilfen, Fehlalarme und Brandsicherheitswachen.

So summierten sich 2922 Einsatzstunden der Diepholzer Feuerwehrleute, eine Steigerung um mehr als 300 Stunden im Vergleich zum Vorjahr, wie der Stadtbrandmeister unterstrich.

Mehr als 3000 Stunden wurde in der Ausbildung geleistet, insgesamt kamen knapp 13000 Stunden im Jahr 2015 zusammen. Schötz: „Da kann man von einer aktiven Stadtfeuerwehr sprechen.“

Herausragende Aufgaben waren dabei die Moor-, beziehungsweise Flächenbrände im Aschener Moor sowie der Unfall eines mit Kindern vollbesetzten Busses in der Graftlage. Eine solche Einsatzlage, bei der rund 40 Kinder betroffen waren, gehe schon sehr nahe, machte Schötz deutlich.

Aber nicht immer steht auch ein Notfall dahinter, wenn die Meldeempfänger losschlagen: „Wenn man dann zu einem freifliegenden Spatz in einem Kellerraum alarmiert wird, dann hört‘s irgendwann auch mal auf.“ Schötz hatte vor allem die Brandsicherheitswachen im Visier. 60 Mal mussten die Diepholzer Feuerwehren dazu im vergangenen Jahr bereitstehen. Mit dieser Zahl sah Schötz „eine Schmerzgrenze erreicht“. 52 Mal standen die Feuerwehrleute allein im Theater bereit, „teilweise in Nachmittagsveranstaltung, für die die Kameraden dann Urlaub genommen haben. Da werden wir Gespräche führen müssen“, kündigte der Stadtbrandmeister an.

Schötz freute sich darüber, dass die Mitgliederzahl in diesen Tagen durch Neuzugänge wieder die „Schallgrenze“ von 200 durchbrechen konnte. Zum Jahresende hatten bei den vier Wehren im Stadtgebiet noch 196 Männer und Frauen ihren Dienst getan, 138 Mitglieder zählten die Jugendfeuerwehren. 66 waren Mitglieder in der Altersabteilung und 16 in der Kinderfeuerwehr – das macht 416 Aktive, zu denen dann noch die passiven, fördernden Mitglieder kommen.

Man habe im vergangenen Jahr weiter in die Ausrüstung investiert, erklärte Schötz. Jede Ortsfeuerwehr hat nun mindestens zwei Kohlenmonoxid-Melder, die Erkundungskräfte im Einsatz warnen machen sollen, bevor ihnen „die Luft ausgeht“. Anfang Februar kann die neue Drehleiter für die Ortsfeuerwehr Diepholz abgeholt werden.

Schließlich ging der Stadtbrandmeister auf den Führungswechsel in der Heeder Ortsfeuerwehr ein: Dem scheidenden Ortsbrandmeister Ralf Meine dankte er für die gute Zusammenarbeit, die „Hand und Fuß“ gehabt habe, und hieß die Nachfolger, Wolfgang Kirchhoff und Niels Oke Haase als Stellvertreter, willkommen.

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