Ehrenamtliches Mitwirken: Aschener/Heeder Moor erlebbar machen

Bohlenweg 4.0 aus recyceltem Plastik

Freiwilliges Arbeiten am Bohlenweg im Aschener Moor: Bauleiter Alexander Menge, Vater Christian und Sohn Bennet Kütemeyer sowie Geschäftsführer des Naturparks Dümmer Detlef Tänzer (von links).
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Freiwilliges Arbeiten am Bohlenweg im Aschener Moor: Bauleiter Alexander Menge, Vater Christian und Sohn Bennet Kütemeyer sowie Geschäftsführer des Naturparks Dümmer Detlef Tänzer (von links).

Diepholz – Mit gutem Beispiel voran ging das Vater-Sohn-Gespann Christian und Bennet Kütemeyer aus Heede: Sie packten im Aschener/Heeder Moor ehrenamtlich beim Weiterbau des Bohlenweges 4.0 mit an. Bei brütender Hitze arbeiteten am Mittwoch auch der Geschäftsführer des Naturparks Dümmer, Detlef Tänzer, sowie Bauleiter Alexander Menge mit.

Angeregt, bei der Aktion mit zu wirken, hatte den Neunjährigen seine Mutter, die einen Bericht über das Gemeinschaftsprojekt des Naturparks Dümmer „Wir bauen einen Steg durchs Moor“ in dieser Zeitung gelesen hatte. Der „moderne Bohlenweg“ soll das Aschener Moor für jeden erlebbar machen, wo 2000 Jahre alte Bohlenwege gefunden wurden.

Aufgerufen zur freiwilligen Beteiligung in der Ferienzeit hatte der Naturpark Dümmer im Rahmen der Aktion „Naturerlebnis am prähistorischen Bohlenweg im Aschener/Heeder Moor“. Arbeitsort war das Torfabbaugebiet zwischen der Straße Lindloge und der Verlängerung des Ossenbecker Moorwegs.

Ursprünglich war ein Internationales Work-Camp geplant gewesen, in dem sich rund 20 engagierte Jugendliche aus ganz Europa über zwei Wochen ehrenamtlich am Bau des Bohlenweges beteiligen sollten. Aufgrund der Corona-Pandemie musste das ausfallen.

Daher sucht der Naturpark Dümmer weiterhin heimische Unterstützung: „Wir wollen den Familien eine Möglichkeit bieten, sich in dieser schwierigen Zeit gemeinsam in ihrer Heimat zu engagieren. Die Ferien eignen sich gut, um Arbeitseinsatz in Verbindung zur eigenen Region zu zeigen und gleichzeitig etwas über das Moor zu lernen“, sagte Detlef Tänzer.

Vater und Sohn Kütemeyer waren die Ersten, die sich für die Ferienaktion gemeldet hatten. Bennet: „Ich bin hier, um einfach Spaß zu haben. Außerdem lerne ich nebenbei noch, wie Torf entsteht.“ Auch Vater Christian Kütemeyer (39) zeigte sich zufrieden mit der ehrenamtlichen Arbeit: „Die körperliche Ertüchtigung verbindet und macht einen Stolz, wenn wir in 30 Jahren her kommen und immer noch sehen können, was wir geleistet haben.“ Beide schätzen zudem die dazu gewonnenen Kentnisse über das Moor, die das Team des Naturparks Dümmers während der Arbeit an die Freiwilligen weitergibt.

„Wir wollen mit dem Bohlenweg eine Möglichkeit schaffen, sich selbst ein Bild vom Moor zu machen, um den Naturschutz ein Stück weit besser zu verstehen. Wir wollen mit dieser Aktion auch der Nachwelt etwas hinterlassen und allen Interessierten einen möglichst barrierefreien Zugang zum Moor geben.“, erklärt der Geschäftsführer des Naturparks Dümmer weiter.

Der rund ein Kilometer lange Pfad und die Plattform sind aus recyceltem Kunststoff gebaut, der widerstandsfähiger als Holz und später erneut recycelbar ist. Tänzer: „80 Prozent des Plastiks stammt aus gelben Säcken.“

Das Team rechnet mit der Fertigstellung des Bohlenweges 2021 und ruft noch bis Freitag, 21. August, zur ehrenamtlichen Teilnahme am Bau auf. Interessierte können sich unter Tel. 05441/9762222 oder per Email (Naturpark-duemmer@diepholz.de) direkt anmelden.

Von Edgar Haab

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