Geschwindigkeitskontrollen

Blitzer haben 2021 besonders häufig an den Bundesstraßen ausgelöst

Ein schwarzer Audi passiert den stationären Blitzer am Ortsausgang in Stuhr-Fahrenhorst.
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Fahrenhorst war im zurückliegenden Jahr einer der Schwerpunkte bei Geschwindigkeitskontrollen.

Bei Geschwindigkeitskontrollen lagen im vergangenen Jahr die B51, B 6 und B 214 vorne – sowohl was die Häufigkeit als auch was die Höhe der Überschreitungen angeht.

Landkreis DIepholz – Höchstgeschwindigkeiten gelten für jeden. Aber längst nicht alle Autofahrer halten es mit der Zahl auf dem Tacho immer ganz genau. Wenn es deshalb am Straßenrand blitzt, entsteht nicht nur ein – meist unvorteilhaftes – Schwarz-Weiß-Foto, es kann auch teuer werden.

Neben der Polizei ist im Landkreis Diepholz dafür die Bußgeldstelle zuständig. Im zurückliegenden Jahr haben die landkreiseigenen Anlagen am häufigsten an drei stationären Mess-Stationen, die an Bundesstraßen liegen, geblitzt. Dort waren nicht nur die Raser unterwegs, es wurden auch die höchsten Überschreitungen gemessen.

Drei stationäre Blitzer liegen bei den Messungen vorn

Die meisten Geschwindigkeitsverstöße haben im Jahr 2021 die stationären Messplätze in Stuhr-Fahrenhorst, Bruchhausen-Vilsen und Wetschen registriert. Nach Angaben des Landkreises wurden rund 6 200 Verstöße in Stuhr-Fahrenhorst verzeichnet und geahndet. In Bruchhausen-Vilsen waren es mit circa 6 100 nur knapp weniger und in Wetschen kam es zu etwa 5 300 Verstößen. Diese Zahlen seien im Jahresvergleich „etwa gleichbleibend“, sagt Volker Töllner. Er ist beim Landkreis als stellvertretender Fachdienstleiter für Bürger-Service und Straßenverkehr für die Verkehrssicherung mit zuständig.

Zusammen hat es also an diesen drei fest installierten Anlagen im Schnitt gut 48 Mal am Tag geblitzt. Dabei sind sie nicht im Dauereinsatz. Vielmehr stehen, wie der stellvertretende Fachdienstleiter erläutert, für insgesamt neun stationäre Anlagen im Kreis drei Kameras zur Verfügung – mit denen die Mess-Stellen in unregelmäßigen Abständen bestückt würden.

Spitzenreiter nicht nur in der Häufigkeit, sondern auch in der Höhe

Die Anlagen in Fahrenhorst, Bruchhausen-Vilsen und Wetschen lagen nicht nur bei der Häufigkeit, sondern auch bei den Geschwindigkeiten vorne. Laut Töllner wurden die höchsten Überschreitungen der zulässigen Geschwindigkeit ebenfalls durch die stationären Anlagen an den „stark befahrenen Bundesstraßen 51,  6 und  214“ registriert. „Dabei wurde nicht selten die zulässige Höchstgeschwindigkeit um das Doppelte überschritten,“ so Töllner.

Zu den stationären Mess-Stellen kommen bis zu drei Fahrzeuge hinzu. Einer der Schwerpunkte lag dabei im zurückliegenden Jahr auf Baustellenbereichen. Töllner nennt die B 51 bei Drebber als Beispiel, wo trotz 50-Schildern einzelne Autofahrer „mit 100 und mehr“ gefahren seien. Die Kontrollen hätten also auch dem Schutz der Bauarbeiter gedient. Überhaupt gehe es vor allem darum, Gefahren zu mindern, betont der Landkreis-Mitarbeiter, nicht unbedingt darum, Bußgelder zu generieren. Ein Teil der Bußgelder würde auch wieder für Verkehrssicherheit ausgegeben.

Wie Polizei und Landkreis sich bei der Überwachung aufteilen

Zur Einordnung: Polizei und Landkreis legen unterschiedliche Schwerpunkte bei der Geschwindigkeitsüberwachung. Die Polizei kümmert sich vor allem um Strecken außerorts, auf denen es häufig zu Unfällen kommt. Demgegenüber liegt nach Auskunft von Volker Töllner der Schwerpunkt der Überwachungen durch den Landkreis auf Straßen vor Schulen und Kindergärten – der Richtlinie für die Überwachung des fließenden Straßenverkehrs entsprechend. Töllner betont: „Vorrangiges Ziel ist dabei die Verkehrsunfallprävention.“

Durch einen neuen Bußgeldkatalog ist es seit November teurer geworden, sich beim zu schnellen Fahren erwischen zu lassen. Zu messbar weniger Rasern hat der neue Katalog bislang aber nicht geführt. Ein Rückgang der erfassten Geschwindigkeitsüberschreitungen sei im Landkreis „noch nicht zu verzeichnen“, bilanziert Töllner.

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