Oberst Stöcker sieht „blühende Zukunft“

Bleibt Luftwaffe bis 2030 in Diepholz?

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Oberst Olaf Stöcker (4. von links) und Oberst Stephan Kramer (5. von rechts) begrüßten Mitglieder des Lions Clubs Grafschaft Diepholz auf dem Fliegerhorst. Stöcker äußerte sich dabei optimistisch über die Zukunft des Luftwaffen-Standortes Diepholz.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Derzeit ist der Abzug der Luftwaffe aus Diepholz für das Jahr 2024 geplant. Doch möglicherweise bleibt die Teilstreitkraft der Bundeswehr mit der „Hubschrauberwerft“ und weiteren Einheiten bis 2030 auf dem Fliegerhorst.

Diese Möglichkeit sprach Oberst Olaf Stöcker, Standortältester und Kommandeur des Waffensystem-Unterstützungszentrums 2, am Montagabend im Casino des Fliegerhorstes an. Hintergrund: Der Transporthubschrauber CH 53, der in Diepholz in der „Werft“ gewartet und repariert wird, soll bis 2030 durch ein Nachfolgemodell ersetzt werden. Es gebe derzeit Untersuchungen, den Standort Diepholz bis zum Auslaufen dieses Waffensystems weiter zu nutzen, erklärte Stöcker. 

Bislang ist geplant, das Waffensystem-Unterstützungszentrum im Jahr 2024 nach Holzdorf/Schönewalde in Brandenburg zu verlegen. Dort müssten jedoch erst Hallen umgebaut werden, damit der Hubschrauber CH 53 hineinpasst. Möglicherweise wird die Infrastruktur dort dann gleich am neuen, noch größeren Transporthubschrauber ausgerichtet.

Soldaten haben gutes Gefühl in Diepholz

„Wenn ich gefragt würde, würde ich dem Inspekteur empfehlen, den Fliegerhorst Diepholz für die Luftwaffe nicht aufzugeben“, sagte Oberst Stöcker im Casino vor Mitgliedern des Lions Clubs Grafschaft Diepholz, die auf dem Fliegerhorst zu Gast waren. Stöcker betonte dabei auch die vorbildliche Partnerschaft zwischen Bundeswehr und Stadt Diepholz: „Die Soldaten haben hier das Gefühl, willkommen zu sein.“ Das habe vor einigen Tagen auch wieder der Besuch des Diepholzer Rates auf dem Fliegerhorst gezeigt.

Statt des 2011 vom Verteidigungsministerium geplanten Abzuges der Luftwaffe aus Diepholz wächst der Bundeswehrstandort derzeit. Das Materiallager der Streitkräftebasis, das laut diesem Beschluss ohnehin in Diepholz bleiben sollte, vergrößert sich weiter. Acht neue moderne Lagerhallen wurden in den vergangenen Monaten gebaut, drei weitere sollen noch folgen. Oberst Stöcker kündigte an, dass das Materiallager das Vorwerk am Junkernhäuser Weg noch weiter nutzen werde, weil die Luftwaffe nicht – wie ursprünglich geplant– vom Fliegerhorst abgezogen ist und Platz gemacht hat.

Rundfahrt über den Stützpunkt

Oberst Stöcker und stellvertretender Kommandeur Oberst Stephan Kramer begleiteten ihre Gäste des Lions Clubs auf einer Rundfahrt über den Fliegerhorst. In der Hubschrauber-Werft wurden die Besucher ausführlich über das breite Aufgagenspektrum informiert.

Auf dem Fliegerhorst sind auch noch Objektschützer der Luftwaffe beheimatet. Oberst Stöcker geht davon aus, dass es auch noch einige Zeit dauert, bis diese wie geplant nach Schortens/Jever verlegt werden, wo auch noch die entsprechende Infrastruktur fehlt.

Oberst Stöcker hält für möglich, dass Diepholz in Zukunft zu einem Knotenpunkt der Bundeswehr für Logistikleistungen ausgebaut werden könnte – vor dem Hintergrund neuer Aufgaben der Bundeswehr in Landes- und Bündnisverteidigung. Seine persönliche Einschätzung: „Der Standort Diepholz mit seiner Garnisonsstadt hat eine blühende Zukunft vor sich.“

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