Bislang größtes Werk des Diepholzers Dr. Christoph Kirchberg / Uraufführung in Vechta

Requiem für Chor und Orchester komponiert

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Dr. Christoph Kirchberg (links) bei der Übergabe der Partitur seines Requiems an Chorleiter Hermann Josef Suelmann.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Bislang lag sein Schwerpunkt auf Schlagern und Popmusik. Etwa 100 Songs in diesem Genre hat der Diepholzer Dr. Christoph Kirchberg mit unterschiedlichen Interpreten veröffentlicht. Auch 30 Stücke für Chöre hat der Arzt komponiert. Jetzt hat der 49-Jährige sein größtes Werk fertiggestellt: Ein Requiem. Mit zwei gemeinsam auftretenden Chören und dem Oldenburger Schlossorchester wird die 40 Minuten dauernde „Missa da Requiem“ nächstes Jahr in Vechta uraufgeführt. Die Proben beginnen nach den Herbstferien.

Kirchbergs Komposition basiert auf dem klassischen Messkanon – ein neunteiliger, lateinischer Text für Totenmessen.

Traurigkeit, Angst, Demut, Wut, Hoffnung, Reue und Trost sind Emotionen, die der aus Friesoythe stammende Mediziner und Musiker in dem großen Werk musikalisch umgesetzt hat.

Anderthalb Jahre hat Dr. Christoph Kirchberg in seiner Freizeit an der Komposition gearbeitet.

Er benutzte dabei die moderne Computertechnik mit einem Notenschreibprogramm. „Die Musik aber entsteht im Kopf“, betont der 49-Jährige, der auch als Keyboarder der seit elf Jahren bestehenden Aschener Band „Dorfrock“ bekannt ist.

Hintergrund für die Arbeit Kirchbergs ist, dass es keine neuen großen Kompositionen dieser Art gibt – zumindest nicht tonal. Die aktuellen Werke für Chöre und Orchester dieser Größenordnung sind meist avantgardistisch.

Erschienen ist „Missa de Requiem“ bei der Edition Ferrimontana, einem Verlag für internationale Chormusik, der in der Vergangenheit schon mehrere Chor-Werke Kirchbergs veröffentlicht hat.

Die Uraufführung der „Missa da Requiem“ ist am 22. November 2015 in Vechta durch das Vokalensemble „Carpe Diem“ aus Bersenbrück und den Madrigalchor Vechta, die beide von Hermann Josef Suelmann geleitet werden.

Dr. Christoph Kirchberg, der seit 1999 in Diepholz als Arzt niedergelassen ist und sich der Musik als intensives Hobby widmet, freut sich auf die Uraufführung: „Ich bin überglücklich, dass gerade Hermann Josef Suelmann mit seinen zwei hervorragenden und weit über die Region hinaus bekannten Chören meine ,Missa da Requiem‘ uraufführen wird.“

Der Chorleiter: „Trotz aller Dramatik, Trauer und Zerrissenheit des Werkes, ist es vor allem der Trost, den man durch das Requiem erfährt, das, was mich tief rührt und begeistert.“

Die Uraufführung des Werkes in Vechta mit der klassischen Satzfolge Introitus, Kyrie, Dies irae, Offertorio, Sanctus, Agnus Dei, Lux aeterna, Libera me Domine und In paradisum werden etwa 80 Protagonisten – 60 Sänger und 20 Orchestermusiker – gestalten.

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