Bislang 1800 Unterschriften im E-Center gesammelt

Konkurrenten gemeinsam gegen Famila in Diepholz

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Mediengruppe Kreiszeitung

Diepholz - Von Eberhard Jansen. In der Diskussion um die Ansiedlung eines großen Famila-Marktes östlich des Bahnhofs haben sich jetzt zwei Diepholzer Supermärkte zusammengetan, die eigentlich Konkurrenten sind: Combi unterstützt die Aktionen des E-Centers gegen Famila.

E-Center-Inhaber Stephan Immega hatte vor knapp drei Wochen eine Unterschriften-Aktion in seinem Markt gestartet, der in etwa genau so groß ist, wie der Diepholzer Famila-Markt werden soll (wir berichteten). „Wir haben bislang schon 1800 Unterschriften von Kunden gegen die Ansiedlung von Famila“, teilte Immega gestern auf Anfrage unserer Zeitung mit. 40 Kunden hätten sich bislang im E-Center schriftlich für den Famila-Markt in Diepholz ausgesprochen.

An dieser Aktion beteiligt sich nun auch der Combimarkt in der Innenstadt. Laut Marktleiter Sebastian Hering sollen in dem Markt an der Flöthestraße ab heute entsprechende Unterschriftenlisten ausliegen. Dabei werden die Kunden mit folgendem Schreiben informiert:

„Liebe Kundinnen und Kunden, wie Sie sicherlich wissen, plant die Stadt Diepholz die Ansiedlung eines Famila-Marktes auf dem Gelände hinter dem Bahnhof.

Zu der Ansiedlung gibt es zwei Gutachten, die beide zu dem Ergebnis kommen, dass es in der Stadt Diepholz schon jetzt eine 30 prozentige Überversorgung im Lebensmittelbereich gibt und dass ein neuer Markt die vorhandenen Geschäfte in der Innenstadt nachhaltig schädigt. Des Weiteren wurden die vorhandenen Gutachten in den öffentlichen Diskussionen zu diesem Thema offensichtlich zurückgehalten. Aus diesen Gründen unterstützen wir als Combi und natürlich auch als Diepholzer die Unterschriftenaktion von Herrn Stephan Immega (E- Center Diepholz) gegen die geplante Ansiedlung des Famila-Marktes in Diepholz“, so das Combi- Team.

Endgültige Beschlüsse des Diepholzer Rates zur Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung eines Bebauungsplanes, die für die Markt-Ansiedlung notwendig sind, gibt es noch nicht.Bislang haben sich CDU, FDP und SPD für Famila ausgesprochen. Die Sozialdemokraten betonen jedoch inzwischen, dass sie dem Vorhaben nur zustimmen werden, wenn alle Fragen geklärt und planungsrechtliche Zweifel ausgeräumt sind.

Unterdessen hat die Famila-Zentrale (Kiel) für Mittwoch nächster Woche zu einem Pressegespräch in ein Diepholzer Hotel eingeladen. Dort soll die aktuelle Planung für den Bau eines Famila-Verbrauchermarktes in Diepholz vorgestellt werden.

Famila ist übrigens nicht gleich Famila: Für Diepholz wird ein Markt von der Bartels-Langness Handelsgesellschaft geplant. Dieses Unternehmen („Famila Nordost“) mit Sitz in Kiel betreibt 82 Häuser in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

„Famila Nordwest“ – ein Unternehmen der Bünting-Gruppe (Leer), zu der auch „Combi“ gehört – hat 21 Häuser im Westen Niedersachsens, darunter die Famila-Märkte in Vechta und Damme.

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