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Heimatverein Diepholz sammelt 350 Unterschriften

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Von: Eberhard Jansen

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Am Eingang des Schlosshofes sammelte der Heimatverein Diepholz – hier Vorsitzender Richard W. Bitter – beim Grafensonntag Unterschriften für eine „bildungsorientierte Begegnungsstätte“ in der „Münte“. 350 Bürger unterstützten den Vorschlag. - Foto: Jansen
Am Eingang des Schlosshofes sammelte der Heimatverein Diepholz – hier Vorsitzender Richard W. Bitter – beim Grafensonntag Unterschriften für eine „bildungsorientierte Begegnungsstätte“ in der „Münte“. 350 Bürger unterstützten den Vorschlag. © Jansen

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Für das Erdgeschoss der „Münte“, das demnächst nicht mehr als Gastronomie genutzt wird, hat der Heimatverein Diepholz ein neues Konzept: Er möchte dort eine „bildungsorientierte Begegnungsstätte mit multifunktionaler Nutzung“ einrichten. Beim Diepholzer Grafensonntag und bei der Museumsnacht am Samstag sammelte der Verein im Schlosshof Unterschriften für die Umsetzung dieser Idee.

350 Besucher unterstützten das mit einem Eintrag in die Listen – darunter etwa 20 Prozent Auswärtige, berichtete Heimatvereins-Vorsitzender Richard W. Bitter unserer Zeitung.

Der Pächter der Gaststätte in der „Münte“ hatte seinen Vertrag mit der Stadt Diepholz, die Eigentümerin des historischen Gebäudes ist, zum 31. Oktober gekündigt.

Die Kreismusikschule des Landkreises Diepholz, die die oberen Etagen nutzt, ist von der Veränderung nicht betroffen.

Die gastronomische Nutzung der „Münte“ soll aufgegeben werden, forderten schon vor Wochen die CDU- und die FDP-Fraktion des Diepholzer Rates in einem gemeinsamen Antrag angesichts der vielen erfolglosen Versuche von Wirten mit unterschiedlichen Konzepten in den vergangenen Jahrzehnten (wir berichteten). Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob die Umgestaltung in einen Jugend- und Studententreff im Einklang mit dem aktuellen Konzept zur Jugendarbeit in Diepholz möglich ist, beantragten CDU und FDP. Nun bringt der Heimatverein Diepholz die neue Nutzungsmöglichkeit ins Spiel.

Im Mittelpunkt steht ein „Erzähl-Café“

Er möchte den jetzigen, etwa 80 Quadratmeter großen Gastronomieraum für kleine, wechselnde Ausstellungen mit heimatgeschichtlichem Charakter, für Vortragsveranstaltungen und Mitmachkationen nutzen. Im Mittelpunkt seines Konzepts für die „Münte“ steht ein „Erzähl-Café“: Gemeinsam sollen Bürger und Gäste über den Lebensalltag und Gegebenheiten in Diepholz früher berichten und sich darüber unterhalten. Große Umbauten müssten dazu nicht erfolgen. Lediglich die Beleuchtung sei anzupassen und eine neue Bestuhlung anzuschaffen, erklärte Richard W. Bitter, der auch betont: „Der Heimatverein hätte dadurch eine Adresse.“

Die Pläne des Vereins, im Schlossturm ein Heimatmuseum einzurichten, sind zumindest vorerst durch ein neues Brandschutzkonzept nach der Turm-Sanierung zunichte gemacht worden.

Der Heimatverein begründet seine neuen Pläne für die „Münte“ so: „Das bauliche Ensemble, bestehend aus Schloss, Münte, den ehemaligen Burgmannshöfen und dem Tuchmacher-Haus, bildet eine historische gewachsene Traditionsinsel, die eine angemessene und stimmige Nutzung erfahren sollte. Viele der öffentlich diskutierten Nachnutzungen sind unseres Erachtens wegen der Bedeutung des Ortes und der Denkmaleigenschaft der historischen Münzstätte weniger geeignet.“

Der Heimatverein hofft auf eine Unterstützung durch die Stadt Diepholz als „Münte"-Eigentümer. Richard W. Bitter: „Wir brauchen nur einen großzügigen Vermieter.“

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