Sonderausstellung im Alten Rathaus und „Kunst in der City“

Bilder so einfach wie Texte von Märchen

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Mit der Sonderausstellung von Bildern des Malers und Grafikers Gerd Kadzik (4. von rechts) wurde Am Montagabend die Woche „Kunst in der City“ in Diepholz eröffnet, bei der etwa 60 Künstler Werke in Geschäften und anderen öffentlichen Räumen zeigen. Die Laudatio auf Gerd Kadzik hielt Kurt H. Möller (rechts) im Saal des Alten Rathauses. 

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Grauzonen mag er nicht. Gerd Kadziks Bilder sind kontrastreich und einfach. „So einfach wie die Texte von Märchen“, sagt der Maler und Grafiker. Bei der „Sprachverwirrung der modernen Kunst“ möchte er nicht mitmischen. Eine Ausstellung von knapp 50 Bildern Kadziks unter dem Titel „Märchen und Satire“ wurde am Montagabend im Saal des Altes Rathauses eröffnet – und damit die einwöchige Diepholzer Aktion „Kunst in der City“.

Insgesamt etwa 60 Künstler stellen bei „Kunst in der City“ in Geschäften und anderen Räumen aus, die außen mit einem „K“ auf gelbem Grund gekennzeichnet sind. Die von der Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz unterstützte Aktion wurde wieder von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Bärbel Schmitz organisiert. Abschluss ist der verkaufsoffene Sonntag, 3. Juli.

„Sie schaffen gemeinsam etwas, was über die Stadt, über die Region hinaus besondere Bedeutung und Beachtung findet“, dankte stellvertretender Bürgermeister Hans-Ulrich Püschel vor zahlreichen Gästen bei der Ausstellungseröffnung den größtenteils ehrenamtlichen Organisatoren.

Dem Dank schloss sich Fördergemeinschafts-Vorsitzender Mark Kürble an.

Für Gerd Kadzik ist es die erste Ausstellung in Diepholz. Im Landkreis Diepholz – in Affingausen – lebt er schon seit 1970, nach einer Handwerkerausbildung in Berlin, sowie Stationen als Zeichner und Maler im Rheinland, bei Verlagen angestellt und später freischaffend.

2009 ehrte ihn der Landkreis Diepholz für sein Lebenswerk mit dem Kulturpreis.

Laudator Kurt H. Möller (Freistatt) beschrieb den Künstler – Jahrgang 1929 – als „sehr bodenständig und mit klarer Linienführung in seinem künstlerischen Werk. Er sei keiner der Typen „mit verrücktem Hut auf dem Kopf und einem abstrakten Pinselstrich“.

Die Kadzik-Sonderausstellung von „Kunst in der City“ im Alten Rathaus zeigt Bilder, die entweder Märchen oder Satire als Basis haben. „Die Bild-Satire in dieser Ausstellung hebt sich wohltuend und intelligent von den populistischen Machwerken der sogenannten Comedians ab“, meinte Möller – und ließ für die Ausstellung den Begriff „Gebrauchskunst“ gelten.

Gerd Kadzik beschreibt den Begriff Kunst so: „Kunst macht Wahrheit sichtbar!“

Die Sonderausstellung im Alten Rathaus ist ab Dienstag bis einschließlich Freitag von 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr geöffnet, am Samstag von 10 bis 13 Uhr und am verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr. In den Geschäften sind die Werke der Künstler zu den jeweiligen Öffnungszeiten zu sehen.

Im Rahmenprogramm von „Kunst in der City“ gibt es am Dienstagabend, 28. Juni, eine Autorenlesung von Klaus Modnick „Konzert ohne Dichter“. In dem Roman erzählt Modick die Entstehungsgeschichte des berühmtesten Worpsweder Gemäldes, von einer schwierigen Künstlerfreundschaft und von der Liebe. Beginn ist um 19 Uhr im neuen Rathaus.

Am Freitag, 1. Juli, singt Elisabeth Arend, früher Schülerin des Diepholzer Gymnasiums Graf-Friedrich-Schule (GFS), ab 20 Uhr Lieder von Georg Kreisler im Rathaus.

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