Bewertungskommission des Landeswettbewerbs in Aschen

Generationsübergreifende Dorfgemeinschaft

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Aschens Ortsvorsteher Wilhelm Paradiek (links) informierte die Bewertungskommission bei ihrem Rundgang durch den Ort auch über das Projekt „Dorv“.

Aschen - Trotz schlechten Wetters machte Aschen gestern einen guten Eindruck: Die Bewertungskommission „Unser Dorf hat Zukunft“ (bis 1997: „Unser Dorf soll schöner werden“) nahm am Vormittag den Diepholzer Ortsteil unter die Lupe. Mit dem Sieg beim Kreiswettbewerb 2014 hatte sich Aschen für den niedersächsischen Landeswettbewerb qualifiziert – und rechnet sich auch dabei Chancen aus.

Die Jury des 25. Landeswettbewerbs wurde um 10 Uhr am Aschener Feuerwehrhaus von Jungen und Mädchen des Kindergartens empfangen, die ein Begrüßungslied sangen.

Der Bewertungskommission gehörten unter anderem Vertreter des Heimatbundes, des Landvolkes, des Landfrauenverbandes, des Bundes deutscher Landschaftsarchitekten, des Landkreistages sowie des Städte- und Gemeindebundes an.

Der Aschener Ortsvorsteher Wilhelm Paradiek stellte ihnen zunächst den Ort vor, der 1312 Einwohner und eine Fläche von 3201 Hektar hat: „Unser Dorf prägt eine generationsübergreifende Dorfgemeinschaft, das Zusammenleben von jung und alt hat einen besonderen Stellenwert.“ So hatte auch die vor sieben Jahren gegründete Gruppe „Aschen aktiv“ den Besuch der Bewertungskommission mit vorbereitet. „Aschen aktiv“ sieht sich als Bindeglied zwischen Bürgern, die sich lieber projektbezogen engagieren möchten, und den traditionellen Vereinen.

Laut Wilhelm Paradiek hat Aschen elf Vereine und Verbände, in denen 1514 Mitglieder organisiert sind. Drei der Organisationen hatten auf dem Weg zum Kindergarten Informationstafeln aufgebaut und stellte sich vor: Radclub, Reitverein und Jugendfeuerwehr. Letztere betonte, dass die Feuerwehr Aschen im Jahr 2017 wieder das Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehren ausrichtet und dazu 2000 Jugendliche erwartet – wie schon im Jahr 2000.

Auf dem Sportplatz präsentierte sich die TSV Aschen, bevor es zu Grundschule ging, die Wilhelm Paradiek als „Paradies“ bezeichnete. 64 Kinder werden dort einzügig unterrichtet und haben einen Schulhof, der viel Raum für Kreativität bietet.

„Unser Leuchtturmprojekt ist das ,Dorv-Zentrum‘“, erklärte Wilhelm Paradiek bei der nächsten Station an der Aschener Straße, wo möglicherweise das ‚Dorv‘ („Dienstleistung und ortsnahe Rundumversorgung“) entsteht. Es könne ein Modellprojekt für Niedersachsen werden. Ein weiterer diskutierter Standort neben der Halle an der Aschener Straße sei ein neues Gebäude auf dem Heimatmuseums-Gelände. An dieser Station präsentierte sich Firmen und Institutionen, die „Dorv“ unterstützen möchten – wie die Stadt Diepholz, der Arbeiter-Samariter-Bund, das Sanitätshaus Schröder und die VGH-Versicherung.

Auf dem Heimatmuseums-Gelände war Abschluss der Kommissions-Rundreise, bei der Heimatvereins-Vorsitzender Werner Schneider auf die Einhaltung des Zeitplans geachtet hatte. Ein Teil der Jury-Mitglieder war zwischenzeitlich mit dem Bus in die Außenbereiche Aschens gefahren, wo Hans-Joachim Zobirei und Dieter Tornow das Thema „Grün“ zum Schwerpunkt machten.

Zum Abschluss in der Koopschen Scheune des Heimatmuseums begrüßte der Diepholzer Bürgermeister Dr. Thomas Schulze die Kommissionsmitglieder. Sie und ihre engagierten Aschener Gastgeber konnten sich dort noch mit Buchweizenpfannkuchen stärken, bevor es zum nächsten Ort ging, der am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilnimmt.

Insgesamt werden 18 Orte bewertet, die sich dann für den Bundesentscheid qualifizieren können.

Das Ergebnis des Landesentscheids soll spätestens am 1. November 2015 vorliegen.

ej

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