BBZ beteiligt sich an Projekt für jugendliche Flüchtlinge

„Sprache ist der Schlüssel“

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BBZ-Schulleitung und -Lehrkräfte des Teams der Sprachförderklassen (von links): Alla Hörner, Melanie Hoppe, Ulrich Woydt, Martina Staubach, Lena Bünnemeyer, Heinrich Dahlskamp, Birgitt Kathmann und Daniel Wolframm.

Diepholz/Sulingen - Das Berufsbildungszentrum (BBZ) Dr. Jürgen Ulderup beteiligt sich am Sprach- und Integrationsprojekt für jugendliche Flüchtlinge des Niedersächsischen Kultusministeriums. Unter dem Motto „Sprache ist der Schlüssel zur Integration“, wurden am Anfang des Schuljahres 2015/2016 am BBZ in Sulingen und Diepholz zwei Sprachförderklassen mit insgesamt 51 Schülerinnen und Schülern eingerichtet.

Der Schwerpunkt im Unterricht dieser Klassen bildet das Fach „Deutsch als Zweitsprache“. Da das Niveau in den Klassen vom Analphabeten bis zum Abiturienten reichte, die Schüleranzahl kontinuierlich angestiegen ist und nur jeweils eine Lehrkraft im Deutschunterricht zur Verfügung stand, stellte die Schulleitung des Berufsbildungszentrums Dr. Jürgen Ulderup vor kurzem den Antrag zur Teilnahme am „Sprint“-Modellprojekt.

Mit Erfolg! Mit Beginn des neuen Schulhalbjahres wurden der Schule mit Melanie Hoppe und Daniel Wolframm zwei zusätzliche Lehrkräfte und mit Lena Bünnemeyer eine weitere Sozialpädagogin zugewiesen, so dass an den Schulorten Diepholz und Sulingen zwei weitere Lerngruppen im Rahmen des „Sprint“-Modellprojektes eingerichtet werden konnten, teilte das BBZ gestern mit.

Das „Sprint“-Modellprojekt (Sprint = Sprach- und Integrationsprojekt) für die öffentlichen berufsbildenden Schulen ist ein Schulversuch des Niedersächsischen Kultusministeriums zur Erprobung eines neuen pädagogischen und organisatorischen Konzeptes für zugewanderte Jugendlichen. Es soll in modularisierter Form helfen, Sprachbarrieren abzubauen und mit der Berufs- und Arbeitswelt vertraut machen. Der Wechsel in ein Regelangebot – zum Beispiel in ein Berufsvorbereitungsjahr, in eine Berufseinstiegsklasse oder in eine Berufsfachschulklasse – ist jederzeit möglich.

Das Besondere an diesem Projekt ist, dass hier die Zielgruppe nicht mehr nur auf Schulpflichtige beschränkt ist, sondern auch auf Jugendliche bis zum 21. Lebensjahr erweitert wurde.

Das Projekt „Sprint“ gliedert sich in drei Schwerpunkte:

Modul I: Spracherwerb (Themenbeispiele: sich vorstellen, sich in der Stadt orientieren, Wünsche äußern).

Modul II: Einführung in die regionale Kultur- und Lebenswelt (Beispiele: Symbole und Rituale kennenlernen, Ausflüge planen, gemeinsame Aktivitäten durchführen, Sommerfest planen).

Modul III: Einführung in das Berufs- und Arbeitsleben der Bewerberinnen und Bewerber (Lebenslauf erstellen, Wunschberufe darstellen, Betriebsbesichtigungen organisieren).

Um den Schülerinnen und Schülern eine Chance auf eine berufliche Integration in Deutschland zu geben, ist das Erlernen der deutschen Sprache von fundamentaler Bedeutung, betont das BBZ in seiner Pressemitteilung. Deshalb steht die Vermittlung der deutschen Sprache im Zentrum und Modul I bildet den Schwerpunkt des Projektes. Die Module II und III sind „sprachoffensiv“ gestaltet, so dass die erworbene Sprachkompetenz anwendungsbezogen trainiert und gefestigt wird. Die Durchführung der Module erfolgt in schuleigenen aber auch in außerschulischen Einrichtungen (zum Beispiel in verschiedenen Betrieben).

Weitere Informationen über die Sprachförderklassen des Berufsbildungszentrums Dr. Jürgen Ulderup können für beide Schulstandorte bei der zuständigen Bereichsleiterin Alla Hörner eingeholt werden, E-Mail-Adresse: Alla.Hoerner@bbz-ulderup.de; Tel. 04271/9556-0.

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