Zum fünften Mal: Berufeparcours in der Jahnschule / 40 Stationen

Einblicke in die Welt nach dem Abschluss

Am Stand von ZF hatten die Interessierten die Aufgabe, einen kleinen Elektromotor zu konstruieren. - Foto: Reckmann

Diepholz - Von Sven Reckmann. Vor der Jahnschule klickten gestern die Handschellen. In regelmäßigen Abständen wurden Schülerinnen und Schüler in einen bereitgestellten Polizeitransporter „verfrachtet“ und so platziert, dass es praktisch kein Entrinnen gab. Doch es war kein plötzlicher Ausbruch von Schwerstkriminalität, die die Polizei auf das Schulgelände an der Thouarsstraße gerufen hatte, sondern der Berufeparcours.

27 Unternehmen und Organisationen stellten sich an 40 Stationen den Schülern der achten und neunten Klassen als mögliche Arbeitgeber vor. Sie informierten über Tätigkeiten, Berufsfelder, Bewerbungsverfahren und über Einstiegsmöglichkeiten.

Und dazu zählte auch die Polizei. Arno Zumbach und seine Kollegin Miriam Wichmann gaben einen kurzen Überblick über die persönliche Ausrüstung. Fragen zur Waffe gab’s erwartungsgemäß auch: „Das ist das allerletzte Mittel, das wir am liebsten nie einsetzen würden“, unterstrich Zumbach.

Die „Waffen“ an anderen Stationen waren Schraubstock, Schere oder Zange.

Rund 230 Schülerinnen und Schüler sowohl der Realschule als auch der Jahnschule Diepholz waren eingeladen, den Parcours, dem mittlerweile fünften seiner Art, „unter die Füße“ zu nehmen. Jeweils 20 Minuten Zeit blieb für eine Station, sechs Stationen konnten jeder Schüler aussuchen.

In den oberen Stockwerken waren Lebenshilfe-Mitarbeiter derweil mit dem Rollstuhl unterwegs und demonstrierten den Schülern, worauf sie achten müssen, wenn sie Berufe im sozialen Bereich übernehmen wollen. Wie schiebe/ziehe ich einen Rollstuhl die Treppe hinauf, mit welchen unterschiedlichen Menschen bekomme ich es in meiner Tätigkeit zu tun?

Am Stand von ZF bastelten die jungen Interessenten einen Elektromotor und die Sparkassen-Mitarbeiter vermittelten den jungen Menschen, wie wichtig das Kundengespräch in ihrem Beruf ist.

Ein bisschen wie Weihnachten sah es bei der Lemförder Logistik aus, wo die Besucher die Aufgabe hatten, Kartons unterschiedlicher Größe zu sortieren, zu erfassen und in ein Regal abzustellen. Dabei erhielten sie einen Einblick, wie Warengänge im Lager- und Logistikbereich ablaufen und zu was die Strichcodes gut sind.

„Wir sind sehr froh, dass sich wieder so viele Firmen direkt aus unserer Region beteiligt haben“, sagte Jahnschul-Sozialarbeiter André Pfennig als einer der Organisatoren.

Das bietet zum einen den Schülern ein breitgefächertes Angebot, zum anderen können sich die Firmen beim möglichen Mitarbeiter-Nachwuchs einen Namen machen.

Folgende Firmen haben sich am Berufeparcours beteiligt: Autohaus Anders, Ausbildungsverbund Diepholzer Land, Deutsche Post, DRK-Diepholz, Evangelische Fachschulen Osnabrück, Gesundheits- und Krankenpflegeschule St. Ansgar, IFBE med. Institut für berufsbezogene Erwachsenenbildung („Die Schule“), Industrie- und Handelskammer Hannover, Interfleur, Frisör Klier, Finanz- und Versicherungsmakler Rolf Krämer, Kreissparkasse Grafschaft Diepholz, Landkreis Diepholz, Paul-Moor-Schule/ Lebenshilfe Grafschaft Diepholz, Lloyd Shoes, Lemförder Logistik, Lubing Maschinenfabrik, Polizeiinspektion Diepholz, Reifen Günther, rig Solutions, Schöma, Zweirad Schottler, Stadtwerke Huntetal, Systemzentrum 21. Lebensbaum (Ulrich Walter), Wintershall, ZF AG.

Ermöglicht wurde der Berufeparcours nicht zuletzt dadurch, dass die GFS ihre Räume in der Jahnschule zur Verfügung stellte.

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