Baugebiet Lange Wand II: Erschließung und Vermarktung zum Jahresende 2015

Archäologische Funde bremsen den Zeitplan aus

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Aus der Luft geben die Grabungen im künftigen Baugebiet Lange Wand II ein fast schon bizarres Bild ab.

Diepholz - Die archäologischen Funde im geplanten Baugebiet „Lange Wand II“ in Heede werden den Zeitplan für die Erschließung verzögern – möglicherweise um etwa ein Jahr. Während Politik und Verwaltung Mitte dieses Jahres noch davon ausgegangen waren, dass Anfang 2015 die ersten Steine in Lange Wand II bewegt werden könnten, so ist es jetzt gut möglich, dass es eine Verzögerung bis Anfang 2016 gibt.

Rückblende: Als im Oktober 2014 der Bagger auf dem Areal des neuen Baugebiets Lange Wand II in Heede anrückte, da sah es aus, als ob nun die Erschließung des Gebiets beginnen würde. Doch die Erdarbeiten, die in Angriff genommen wurden, dienten einem anderen Ziel: Mit einer archäologischen Voruntersuchung sollte herausgefunden werden, ob es in dem knapp vier Hektar großen Gebiet möglicherweise Bodendenkmäler gibt.

Ende Oktober hatten die Fachleute bereits 65 Funde gemacht, mittlerweile ist von einer dreistelligen Zahl die Rede.

Der ausführliche Bericht des Grabungsunternehmens aus Vechta ging dem Landesamt für Denkmalpflege in Hannover zu. Details sind noch nicht bekannt.

Wie die Stadt Diepholz gestern dazu auf Anfrage mitteile, sei nach Rücksprache mit der Behörde in Hannover das Planverfahren allerdings mittlerweile wieder aufgenommen worden.

Parallel zur Bauleitplanung werde die Untersuchung des Baugebietes auf Bodendenkmäler fortgeführt. Weiterhin werde derzeit ein Entwässerungskonzept entwickelt.

„Ziel ist es,“, so Bauamtsleiter Dr. Akbar Nassery, „wenn es nicht zu unerwarteten Schwierigkeiten kommt, im September 2015 einen Satzungsbeschluss herbeizuführen. Danach könnte die Erschließung durchgeführt und mit der Vermarktung der Grundstücke begonnen werden.“

Die eingehende Untersuchung von „Lange Wand II“ war durch die Stadt nach einem Hinweis des Landesamtes für Denkmalpflege eingeleitet worden. Für das Umfeld des Plangebietes nördlich des Kirchwegs, neben der „Öko-Siedlung“ Lange Wand, gibt es Hinweise auf eine Besiedlung in der Zeit um Christi Geburt.

Im Plangebiet waren mit einem Bagger sogenannte Suchschnitte von bis zu vier Metern Breite freigelegt worden, in denen Fachleute dann den Boden unter die Lupe nahmen.

Auf dem Areal in Heede sollen den Planern zufolge 41 neue Bauplätze entstehen. Geplant sind Einzel- und Doppelhäuser mit maximal zwei Wohneinheiten. Die Mehrzahl der Grundstücksgrößen bewegt sich zwischen 650 und 800 Quadratmetern. Eine Zufahrt soll es vom Kirchweg geben.

sr

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