„Laufverlängerung“ geplant

Hunte soll sich wieder durch die Landschaft schlängeln

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Die Wehranlage Markonah zwischen Barnstorf und Goldenstedt soll für Fische durchgängig gemacht werden. Zudem ist eine „Laufverlängerung“ der Hunte geplant.

Barnstorf - Zwischen Barnstorf und Goldenstedt soll die Wehranlage Markonah entsprechend den Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie umgestaltet und für Fische durchgängig gemacht werden.

Über diese Planungen und eine „Laufverlängerung“ der Hunte haben die Landkreise Diepholz und Vechta in einer gemeinsamen Veranstaltung im Bürgersaal der Gemeinde Goldenstedt informiert.

Über 40 Vertreterinnen und Vertreter von Heimatverein, Wegegenossenschaft, Anlieger, Jägerschaft, Landesforsten, Fischerei- und Tückerverein, Unterhaltungsverband Hunte, Naturschutz, Kanutouren-Anbieter sowie den Gemeinden Barnstorf und Goldenstedt folgten den Erläuterungen der Landkreis-Vertreter und des Niedersächsische Landesamt für Wasser-, Küsten- und Naturschutz Cloppenburg (NLWKN), heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises Diepholz.

Gemeinsam wollen die beiden Landkreise nicht nur die Durchgängigkeit mit einer Sohlgleite sondern auch eine Laufverlängerung realisieren. Die Hunte soll sich dann wieder durch die Landschaft schlängeln können. Dafür stehen ausreichend Flächen zur Verfügung, die im Eigentum der öffentlichen Hand sind und die Höhendifferenz auffangen können.

Erste Ideen hierfür entstanden bereits Anfang der 2000er Jahre im Kooperationsprojekt der Landkreise Vechta, Oldenburg und Diepholz „Flusslandschaft Hunte“.

Das NLWKN Cloppenburg hat die aktuellen Planungen für die Laufverlängerung konkretisiert.

Mit Fördermitteln der Europäischen Union wurden verschiedene Varianten untersucht.

Helga Busse und Michael Willems stellten die Ergebnisse in Goldenstedt vor.

Bei den Überlegungen mussten sie viele Faktoren beachten. Beispielsweise müssen der Wasserabfluss gewährleistet und Hochwasserereignisse aufgefangen werden, es dürfen keine bestehenden Biotope zerstört werden, und die Grundwasserstände auf den privaten Flächen dürfen sich nicht ändern.

Sehr wertvolle Bereiche können entstehen

Durch eine Laufverlängerung können ökologisch sehr wertvoller Bereiche entstehen, von sehr trockenen über wechselfeuchte bis nassen Flächen.

Es könnte ein Bereich entstehen, der eine herausragende Bedeutung für die viele inzwischen seltene Tier- und Pflanzenarten erlangen kann.

Sehr interessiert verfolgten die Anwesenden laut der Pressemitteilung den Erläuterungen des NLWKN und begrüßten die geplanten Maßnahmen.

In der nachfolgenden Diskussion wurde deutlich, dass der Erhalt der Querungsmöglichkeit von der Barnstorfer auf die Goldenstedter Seite ein wichtiges Anliegen ist.

Den Kanutouren-Anbietern ist die durchgängige Befahrung des Flusslaufes mit Kanus wichtig.

Im nächsten Schritt werden jetzt die Planungen weiter konkretisiert. Dafür sind Untersuchungen notwendig. Auch werden geologische und landschaftspflegerische Untersuchungen gemacht. Vor Genehmigung wird ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt, in dem alle Interessen abgewogen werden. Erst dann kann die Laufverlängerung umgesetzt werden.

Das Land Niedersachsen und entsprechende Förderstellen der Europäischen Union haben laut der Mitteilung des Landkreises Diepholz die Bereitstellung des erforderlichen Geldes in Aussicht gestellt.

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