Diepholzer Rat stimmt für Platz-Umgestaltung in Sankt Hülfe

Bald bolzen auf Kunstrasen für 214.000 Euro

Der Bolzplatz am Sportplatz in Sankt Hülfe-Heede bekommt nach dem Beschluss des Diepholzer Rates nun Kunstrasen. Die Umgestaltung kostet 214 000 Euro.
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Der Bolzplatz am Sportplatz in Sankt Hülfe-Heede bekommt nach dem Beschluss des Diepholzer Rates nun Kunstrasen. Die Umgestaltung kostet 214 000 Euro.

Diepholz/Sankt Hülfe – Praktisch – aber auch von manchen als umweltschädlich erachtet: Zwei Bolzplätze mit Kunstrasen gibt es in Diepholz schon: im Bereich der Mühlenkampschule und der Grundschule an der Hindenburgstraße. Jetzt kommt ein dritter dazu. Die Fläche auf der Rückseite des Vereinsheims des TuS Sankt Hülfe-Heede wird zum Kunstrasen-Bolzplatz umgestaltet.

Das hat der Rat der Stadt Diepholz beschlossen. 214 000 Euro sind für den neuen Kunstrasen-Bolzplatz im städtischen Haushalt 2022 eingeplant. Die Sanierung des vorhandenen Rasen-Bolzplatzes am TuS-Vereinsheim hätte laut Kalkulation der Stadtverwaltung weniger als die Hälfte gekostet.

Unterschiedliche Ansichten

Der Beschluss des Rates fiel gegen die Stimmen der Grünen und des Linken-Ratsherrn. Im Vorfeld sollen auch Mitglieder aus der Mehrheits-Gruppe CDU/FDP dagegen gewesen sein. Die Gruppe votierte aber – genau wie die SPD – nun geschlossen für die Umgestaltung des derzeitigen Rasen-Bolzplatzes in Sankt Hülfe. Ein Hauptargument der Befürworter war, dass der Platz mit Kunstrasen ganzjährig nutzbar ist – für schulischen, öffentlichen als auch für den vereinsmäßigen Sportbetrieb – und dass Nutzer auch bei Regenwetter nicht durch Matsch schmutzig werden.

Andreas Meine (SPD) sagte: „Auch bei nasser Witterung kann Kunstrasen genutzt werden, ohne eine Grasnarbe zu beschädigen.“ Ralf Müller (CDU) wies auf die gute Nutzung der anderen Kunstrasen-Bolzplätze in Diepholz hin. In der Gesamtabwägung habe man sich für Kunstrasen entschieden, so Bürgermeister Florian Marré.

Bettina Kuhlmann, Vorsitzende der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, argumentiert in der Ratssitzung gegen Kunstrasen: „Eine kleine, wenig frequentierte, natürliche Rasenfläche gegen eine künstliche zu tauschen, ist vor dem Hintergrund der globalen Klima- und Umweltkrise nicht mehr zeitgemäß: Anders als ein Naturrasen, der CO2 und Staub bindet und Schadstoffe absorbiert, muss Kunstrasen unter der Verwendung fossiler Rohstoffe energieaufwendig hergestellt werden.“ Kunstrasen sei Bequemlichkeit auf Kosten der Umwelt.

Ergänzung des Dorfentwicklungsprojektes in Sankt Hülfe

Der vorhandene Rasenbolzplatz in Sankt Hülfe wird nun in Ergänzung zu dem Dorfentwicklungsprojekt „Neue Dorfmitte“ als Kunstrasenbolzplatz umgesetzt. Der Kunstrasenbolzplatz war seitens der Förderstelle nicht als förderfähig eingestuft und aus dem Gesamtprojekt „Neue Dorfmitte“ gestrichen worden. Er ist somit nicht mehr ein Projekt der Dorfentwicklung. Diese Nicht-Berücksichtigung hatte jedoch laut Stadtverwaltung keinen negativen Einfluss auf die beantragte Fördersumme, da auch ohne den zunächst beantragten Kunstrasenbolzplatz die maximale Förderung Höhe von 500 000 Euro erreicht wird. Andere Fördermöglichkeiten für den Kunstrasenplatz stehen nicht zur Verfügung. Im Haushalt stehen für den Bau des Platzes 214 000 Euro bereit. Die Sanierung des vorhandene Rasenbolzplatzes – unter anderem Neuansaat und Maulwurfschutz – hätte laut Schätzung der Verwaltung etwa 85 000 bis 100 000 Euro gekostet.

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