Toilettenproblem noch nicht gelöst

Bahnhofsuhr zeigt wieder die Zeit an

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Mancher mag es kaum glauben: Die Uhr am Diepholzer Bahnhof geht wieder richtig. Über den Betrieb des Backshops – und damit der öffentlichen Toiletten – laufen derzeit noch Gespräche.

Diepholz - Von Eberhard Jansen. Etwa anderthalb Jahre lang ging die Uhr über dem Haupteingang des Diepholzer Bahnhofs falsch und zuletzt gar nicht mehr, was für manchen spöttischen Kommentar von Bürgern und Bahnreisenden sorgte. Jetzt ist das Problem behoben. Die Lösung der weiteren Probleme im und am Diepholzer Bahnhofsgebäude ist in Arbeit.

Die Schwierigkeit in Sachen Uhr war, dass die Steuerung nicht zugänglich war. Diese gehört nämlich noch der Deutschen Bahn, die das Gebäude Ende 2014 an den Privatmann Magnus Westerkamp verkauft hatte. Er hat in den 1871 erstellten Bahnhof viel investiert, hat zum Beispiel Flächen geschaffen, die an eine Futtermittel-Firma und eine Fahrschule vermietet sind. Bei dem Uhren-Problem brauchte er offenbar Hilfe aus der Politik.

Da kam die Diepholzer Bürgermeisterwahl gerade recht. In seinem Wahlkampf kündigte Florian Marré an, sich darum zu kümmern. Er machte Druck bei der Bahn und fand für die Uhrenreparatur Hilfe bei Diepholzer Firmen.

Ein Bahn-Mitarbeiter rückte jetzt an und schloss den Technik-Raum auf. So konnten Uhrmachermeister Dirk Ahrens und die Elektro-Firma Wiegmann erfolgreich ans Werk gehen. Die Bahnhofsuhr bekam eine neue, separate Funk-Steuerung. Zur Beleuchtung wurde ein energiesparendes LED-Band eingebaut, das die alte und defekte Leuchtstoffröhre ersetzt.

Die Sanitäranlagen sind ein wichtiges Problem

Die Rechnung hielten die beiden Diepholzer Firmen laut Bürgermeister Marré moderat. Sie erbrachten Leistungen zum Selbstkostenpreis, so dass die Deutsche Bahn die Reparatur bezahlte.

Während die still stehende Bahnhofsuhr mehr ein Grund zum Schmunzeln und für Frotzeleien war, ist die Tatsache, dass es weiterhin keine öffentlichen Toiletten im Diepholzer Bahnhof gibt, ein wichtigeres Problem. 

Der private Gebäude-Eigentümer Magnus Westerkamp hat zwar eine neue Toilette einbauen lassen, möchte diese aber nicht ohne Aufsicht öffnen. Die Aufsicht und Reinigung soll der Betreiber des Backshops übernehmen, für den der Privateigentümer in der Bahnhofshalle einen Raum gebaut hat.

„Derzeit laufen Gespräche mit einem Interessenten“, sagte Westerkamp unserer Zeitung.

Einen Briefkasten gibt es auch nicht mehr

Ein weiteres Bahnhofs-Thema ist, dass die Post den Briefkasten bei der Renovierung des Gebäudes abgebaut und nicht ersetzt hat. Die Bereitschaft des Unternehmens, den Kasten wieder zu installieren, ist offenbar nicht besonders groß. Bürgermeister Florian Marré: „Die Post verweist darauf, dass im Radius von zwei Kilometern um den Bahnhof zwei Briefkästen vorhanden sind.“ Das sei nach aktuellen Richtlinien des Unternehmens ausreichend.

Magnus Westerkamp fände es noch besser, wenn ein neuer Briefkasten am Kreisel vor dem Bahnhofsgebäude so aufgestellt würde, dass Autofahrer ohne auszusteigen Briefe hinein werfen können.

Das weitere Problem, dass die Bauarbeiten am Bahnsteig nicht weitergehen, ist übrigens ein ganz anderes Thema. Dafür ist nur die Deutsche Bahn zuständig.

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