„Heeder Aktionsmeile“: Ein Fest für gesamte Familie

Ausflug in die Märchenwelt

Buntes Treiben auf der „Heeder Aktionsmeile“: Zwei Tage lang wurde für Jung und Alt ein unterhaltsames und zugleich informatives Programm geboten. - Fotos: Brauns-Bömermann

Heede - Was sich aktuell in Heede tut und was vielleicht in früheren Tagen auf dem Rittergut Falkenhardt los war, das erlebten die Besucher der „Heeder Aktionsmeile“. Es war ein Programm für die ganze Familie, das am Wochenende mit Unterstützung zahlreicher Helfer geboten wurde. Da hieß es: Schauen und Mitmachen.

„Lasst uns alle anpacken, uns präsentieren, Aktionen überlegen, Gäste begrüßen und eine schöne Zeit zusammen genießen“, lautete der Aufruf von Mitorganisator Dieter Möller. Das hatten sich die Aussteller zu Herzen genommen. Sie boten zwischen Grundschule, Feuerwehrhaus und Technikmuseum ein unterhaltsames und zugleich informatives Programm und erfüllten damit sogar noch einen guten Zweck. Denn von den Aktivitäten soll die Möller-Stiftung profitieren, die schon seit 15 Jahren Kinder unterstützt, die wegen Unfall oder Krankheit auf Hilfe angewiesen sind.

Neben dem Angebot für die Sinne mit frischen Kuchen und Kaffee im Café des Technikmuseums sowie Eis und frisch frittierten Chips waren es vor allem die Aktionen, die für Aufmerksamkeit sorgten. Sie regten Geist, Wissen und Verstand an. Im Zuge des Wissensdrangs war der Besuch des Technikmuseums natürlich ein Muss.

Die Schüler der dritten Klasse der Grundschule Sankt Hülfe-Heede trugen ihre Märchen vor, die mit Unterstützung von Mentorin Birgit Kattelmann aus Wagenfeld erarbeitet wurden. Inspiriert durch die Besuche des Gutes Falkenhardt und seiner mittelalterlichen Kulisse sowie dem Dümmer mit seiner Mystik und Tierwelt hatten die 25 Jungen und Mädchen die typische Erzählweise und Sprache der Märchen studiert. Herauskamen phantasievolle Geschichten mit Prinzen in Löchern, Prinzessinnen in Türmen, Zauberhosen und Nachtseglern. Klassenlehrerin Anke Lampen warb um Unterstützer, um die Geschichten als Buch binden zu können.

Glasperlenherstellung und Zauberei trafen auf die Besucher. Der Waldorfkindergarten ließ Korn zu Haferflocken malen und lieferte ganz nebenbei viele Informationen zu seinem Betreuungskonzept. Der Förderverein der Grundschule Sankt Hülfe-Heede lud zu Glücksrad und Kinderschminken ein, während die Feuerwehr ihre Wasserspiele inszenierte.

Wenn es laut hupte auf der Bremer Straße, war das kein Verkehrsrowdy, sondern der Sattelzug, der die jungen Besucher herumfuhr. Bei den Kleinen kam ohnehin keine Langeweile auf. Auf dem Gelände Fangmeier wurde gebaggert. Dazu entstanden nette Hausmodelle aus Ytong-Steinen.

Beim Geschäft Tasche fand sich für jeden Gast noch ein ihm bisher unbekanntes Grün. Blüten, Kräuter und Gartenaccessoires gab es zum Mitnehmen. Zweirad Schottler öffnete das breite Schaufenster der Fahrradsaison an. Es war eine Fundgrube mit Schnäppchen und auch Informationen zum Thema Bike-Leasing.

Wer Lust auf Nostalgie hatte, war bei den Oldtimerfreunden genau richtig. Die Liebhaber alter Nutzfahrzeuge wie Traktoren, Lastwagen und Anhänger campierten idyllisch neben der grünen Lunge Tasche. Heinos „Haribo-Mühle“ mahlte zwar mit dem von einem Deutz-Motor aus dem Jahr 1935 angetriebenen Mahlwerk keine leckeren Gummibären, sondern Mehl. Dass die Maschine zwischendurch trotzdem Süßes ausspuckte, freute vor allem die Kinder.

Die „Heeder Aktionsmeile“ erwies sich zwar nicht als der legendäre Markt an der Straße des 17. Juni in Berlin, aber sie war wieder eine echte Meile mit Herz und für die gesamte Familie.

sbb

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