Aufenthaltsort und Treffpunkt

Mediothek in Diepholz: 2019 mehr als 64 .000 Besuche

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Die Mediothek in Diepholz soll laut Leiterin Maria Flaßkamp auch als Ort der Begegnung dienen. 

Diepholz - Die Mediothek in Diepholz ist keine schlichte Ausleihstation. Sie ist ein Aufenthaltsort und Treffpunkt. So sieht es Mediotheksleiterin Maria Flaßkamp.

„Unsere Besucherzahlen sehen sehr gut aus“, freut sie sich. Gemessen werden sie mit einer Lichtschranke im Eingangsbereich. Im letzten Jahr wurden über 64 000 Besucher gezählt. „Natürlich ist diese Messung fehleranfällig. Es werden zum Beispiel Leute doppelt gezählt, die das Gebäude nur kurz verlassen und dann wieder reinkommen“, erklärt Flaßkamp.

Im großen Ganzen seien die Zahlen dennoch repräsentativ. „Diese Zahl ist uns noch wichtiger als Ausleihzahlen“, sagt sie, „weil zu uns so viele Menschen kommen, die einfach nur Zeitung lesen oder Zeit hier verbringen wollen. Die Mediothek soll ein Ort der Begegnung sein.“

„Jeder kann zu uns kommen“

Die Mediotheksleiterin betont, dass die Einrichtung auch ohne Mediotheksausweis besucht werden kann. Sie spreche immer wieder mit Leuten, die denken, dass die Mediothek nur von registrierten Kunden genutzt werden kann. „Aber das stimmt nicht: Jeder kann zu uns kommen.“ Lediglich für eine Ausleihe muss man einen Ausweis haben.

Statistiken zu Ausleihen spielen dennoch eine Rolle: „Jedes Jahr wird eine Bibliotheksstatistik erstellt. Das muss jede Bibliothek mitmachen.“ Die Zahl der aktiven Leser – das sind alle, die im vergangenen Jahr mindestens einmal etwas ausgeliehen haben – ist seit Eröffnung der Mediothek annähernd gleich geblieben. „Im letzten Jahr hatten wir 1 787 aktive Leser. Wir liegen immer so zwischen 1 500 und 2 000“, so Flaßkamp. Mit dieser Zahl sei sie zufrieden.

„Bestände an Bedarfe der Leser anpassen“

2019 seien die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, „obwohl der Buch- und Medienbestand verringert wurde.“ Die Menge der Medien im Bestand fördere nicht zwingend die Ausleihzahlen. Quantität sei nicht gleichzusetzen mit Qualität. Deswegen werde im Besonderen der Sachbuchbestand ständig an den Bedarf, sprich die Leserwünsche, angepasst. Leser können Buchwünsche jederzeit per Mail oder direkt in der Mediothek einreichen. „Das wird gut genutzt“, sagt Flaßkamp. Ein weiterer Vorteil eines kleineren Bestandes sei die bessere Übersichtlichkeit: „Die Bücher werden besser gesehen und unsere Nutzer finden schneller, was sie suchen.“

Das Ausleihverhalten der Mediotheksnutzer beschreibt Flaßkamp als eine bunte Mischung: „Bei unseren Kunden gibt es keine Ausschließlichkeit. Die meisten leihen neben Büchern auch DVDs und Hörspiele aus.“ Eine deutliche Steigerung habe es aber bei der Leihe von E-Books gegeben. „Wir haben jetzt über 1 000 Ausleihen im Monat. Das ist eine schöne Entwicklung.“

„Leseförderung und Kommunikation“

Stolz ist Flaßkamp auch auf die diversen Veranstaltungen, die regelmäßig in der Mediothek angeboten werden. Dabei betont sie: „Alles, was wir anbieten, hat etwas mit Sprach- und Leseförderung und Kommunikation zu tun.“ Das sei den Mitarbeitern wichtig. „So was muss eine Mediothek in meinen Augen auch bieten“, meint sie.

Ein besonderes Highlight aus dem letzten Jahr herauszustellen, sei nicht einfach. „Wir hatten viele tolle Veranstaltungen“, grübelt die Mediotheksleiterin. Dennoch blieben ihr einige Veranstaltungen besonders in Erinnerung: „Die Cocktails zum Buchbasar wurden dermaßen gut angenommen. Und Gaming ist immer ein Renner. Da kommen auch manchmal Kinder von außerhalb.“

Lesung mit Peter Prange

Flaßkamps persönliches Highlight war die Lesung von Stephan Orth über Couch-Surfing im Frühjahr. „Wir waren im positiven Sinne erschlagen“, erinnert sie sich. In diesem Jahr kommt mit Peter Prange ein Autor, der historische Romane schreibt, nach Diepholz. Maria Flaßkamp schwärmt schon heute: „Peter Prange schreibt tolle Bücher. Das werden oft Bestseller.“

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