Auch der „Rittersaal“ ist Thema

Niedersachsens Justizministerin Havliza besucht Diepholzer Amtsgericht

Justizministerin Barbara Havliza (2.v.r.) wurde bei ihrem Besuch in Diepholz von Beate Friederichs (l.) und Beate Pönisch vom hiesigen Amtsgericht sowie dem Landtagsabgeordneten und Ratsvorsitzenden Marcel Scharrelmann begrüßt. Foto: Reckmann
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Justizministerin Barbara Havliza (2.v.r.) wurde bei ihrem Besuch in Diepholz von Beate Friederichs (l.) und Beate Pönisch vom hiesigen Amtsgericht sowie dem Landtagsabgeordneten und Ratsvorsitzenden Marcel Scharrelmann begrüßt.

Diepholz - Von Sven Reckmann. Die niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza hat eine ziemlich ausgiebige Niedersachsen-Rundfahrt angetreten. Bei ihrem Amtsantritt im November 2017 habe sie sich vorgenommen, nach und nach alle 160 Einrichtungen der Justiz des Landes zu besuchen, sagte die persönliche Referentin der Ministerin, Carina Hermann, am Montagmorgen in Diepholz. „Wir sind jetzt etwa bei 100.“ Dieses Mal war das Amtsgericht der Kreisstadt mit seinen 30 Mitarbeitern Ziel des Antrittsbesuchs.

Dazu wurde die Ministerin von der kommissarischen Amtsgerichtsdirektorin Beate Pönisch, der Geschäftsleiterin Beate Friederichs und vom heimischen Landtagsabgeordneten und Diepholzer Ratsvorsitzenden Marcel Scharrelmann begrüßt.

In erster Linie ging es bei dem Besuch um Gespräche mit Mitarbeitern, bevor Havliza einen Rundgang durch die Gerichtsräume startete.

Ein wichtiges Thema war dabei die Barrierefreiheit, bei einem alten Gebäude wie dem Schloss natürlich eine besondere Herausforderung.

Das Thema Sicherheit war ebenfalls Inhalt der Gespräche: Der Eingangsbereich des Gerichtes soll eine Sicherheitsschleuse bekommen. Die Planungen dazu seien bereits abgeschlossen, berichtete Pönisch, und man wünsche sich natürlich eine rasche Umsetzung, aber die Finanzierung sei noch unklar.

Ein weiteres Thema, das nicht nur das Amtsgericht selbst betrifft, sondern die Diepholzer Heimatfreunde, ist die weitere Nutzung des sogenannten „Rittersaals“. Wie berichtet möchte der Diepholzer Heimatverein in möglichst naher Zukunft diesen Raum des Diepholzer Schlosses übernehmen und für Veranstaltungen umgestalten.

Der Saal ist im Torbogen links über wenige Stufen zu erreichen. Er ist etwa 60 Quadratmeter groß und hat drei Fenster. Derzeit lagert das Amtsgericht als Hausherr des Schlosses dort Grundakten aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Es gebe zwar noch nichts spruchreif, betonte Direktorin Pönisch, aber insgesamt zeigte sich die Runde guter Dinge, dass es mit dem Vorhaben klappen könnte.

Was den Diepholzer Schlossturm als mögliches Museum des Heimatvereins betrifft, wollte sich die Ministerin nicht aus dem Fenster lehnen. „Da fragen Sie bitte den Landesdenkmalschutz“. Nach der Turm-Renovierung ist es aus Brandschutzgründen nur noch erlaubt, dass maximal drei Menschen gleichzeitig das historische Gebäude betreten. Es fehlt ein zweiter Fluchtweg.

Ein Gruppenfoto noch im Schlossinnenhof, dann war die Besucherin aus Hannover auch schon wieder unterwegs, der nächste Termin rief; es ging noch nach Vechta und am Nachmittag zum Amtsgericht nach Sulingen. Auf der Niedersachsen-Rundfahrt müssen ja noch einige Stationen „abgehakt“ werden.

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