Organisatoren streichen die Segel: „Unsicherheit zu groß“

Auch in diesem Jahr kein „Appletree“ in Diepholz

Auch in diesem Jahr müssen die Musikfans auf das Appletree Garden Festival in Diepholz verzichten.
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Auch in diesem Jahr müssen die Musikfans auf das Appletree Garden Festival in Diepholz verzichten.

Diepholz – Die Hoffnungen auf einen Festival-Sommer - vielleicht in einem kleineren abgespeckten Rahmen – waren lange da. Doch nun bleibt es auch auf Lüdersbusch in diesem Jahr still: Die Organisatoren des Appletree Garden Festivals haben mitgeteilt, dass das Festival auch in diesem Jahr Corona-bedingt nicht stattfinden kann.

„Hinter uns allen liegt eine Zeit mit vielen Auf und Abs – zwischen Hoffnung und Ernüchterung“, heißt es in einer Mitteilung auf der Homepage an die „Apfelbaumgemeinde“:

„Bei unserer Absage im vergangenen Jahr waren wir überzeugt davon, dass wir in diesem Jahr unseren 20. Geburtstag in großem Stil mit euch nachfeiern können. Wir haben viel gegrübelt, viel durchgespielt, viel versucht. Leider zeichnet sich schon länger ab, dass auch 2021 noch nicht das Jahr dafür sein wird. Daher müssen wir schweren Herzens verkünden: Auch 2021 wird es kein reguläres Appletree Garden Festival geben. Wir verschieben die große Feier erneut.

(...) Obwohl vieles langsam wieder möglich ist, ist zurzeit nicht absehbar, dass eine Veranstaltung in der Größe im August zulässig ist. Die Unsicherheit war zu lange und ist weiterhin zu groß, die behördlichen Vorgaben zu spät und zu unklar, um unsere Planungen als ehrenamtliches Team weiter verfolgen zu können und ein für uns passendes Konzept zu entwickeln.“

In den vergangenen Jahren hatten jeweils 5500 Musikfans das dreitägige Musikspektakel vor den Toren von Diepholz besucht.

Die selben Gründe wie im Vorjahr

Die Entscheidung für die Verschiebung der 20. Auflage des dreitägigen Open-Air-Festivals ins kommende Jahr, fiel laut David Binnewies, Geschäftsführer der „Nicht weit vom Stamm GmbH“, aus denselben Gründen, wie schon im Vorjahr: „Die Coronaverordnung der niedersächsischen Landesregierung lässt kein sicheres und planbares Appletree Garden Festival in der üblichen Größe von etwa 5 000 Besuchern zu.“ Es gebe zu viele offene Fragen, die bisher nicht geregelt seien und zu wenig Zeit.

In der vergangenen Woche ist dann die Entscheidung gefallen: Das Festival für Rock-, Pop- und Independent-Musik, das für das erste August-Wochenende (5. bis 7. August) geplant war, wird in diesem Jahr nicht stattfinden. „Wir haben viele Möglichkeiten geprüft, auch eine ,abgespeckte‘ Variante, doch es gibt zu wenige Ansatzpunkte für eine Durchführung des Festivals“, sagt der Veranstalter.

Detailfragen bleiben ungeklärt

In der aktuellen Corona-Verordnung der niedersächsischen Landesregierung seien Open-Air-Veranstaltungen bei einer konstanten Inzidenz unter 35 zwar mit bis zu 500 Personen zulässig, doch es gebe einige Detailfragen, die nicht aufgeführt seien. Im Gegensatz zum Theater, wo die Besucher zugewiesene Sitzplätze haben, sei es laut Binnewies nicht geregelt, inwiefern eine Tanzveranstaltung mit Abstand im stehen oder sitzen, mit oder ohne Mund-Nasenbedeckung erlaubt ist. Auch das Camping in Zelten, das zum Festival gehört wie die musikalischen Auftritte, sei nicht klar definiert. „Es gibt einfach keine Perspektive für Übernachtungen, die wir den Besuchern bei einem mehrtägigen Festival anbieten können“, sagt der Festival-Macher.

Einen Kartenvorverkauf habe es bisher nicht gegeben, da die Ungewissheit zu groß gewesen war.

Bis zuletzt sei das Team aus vorwiegend ehrenamtlichen Helfern optimistisch gewesen, dass der 20. Geburtstag des Appletree Garden Festivals gebührend gefeiert werden könnte. Jetzt herrscht vonseiten der Veranstalter Klarheit: „Wir wollen den für uns emotionalen 20. Geburtstag feiern wie gewohnt und keine Abstriche bei unseren Besuchern machen müssen“, erklärt Binnewies.

Das Unterhaltungsprogramm und die musikalischen Acts für die 20. Auflage im kommenden Jahr könnten die Organisatoren aus den Planungen für 2020 übernehmen. „Der Großteil stand dort bereits fest und wird jetzt um ein weiteres Jahr verschoben.“

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