Auch in Aschen engagiert

Anna-und-Heinz-von-Döllen-Stiftung zieht Bilanz und hat viel vor

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Die Arkeburg war auch im Jahr 2018 ein wichtiges Projekt für die Stiftung. Auf dem östlichen Flügelwall wurden Palisaden eingebaut.

Aschen – Kulturgut bewahren und zugänglich machen – das ist das erklärte Ziel der Anna-und-Heinz-von-Döllen-Stiftung. Und dieses Ziel will sie vor allem in der heimischen Region verwirklichen.

In Aschen zogen Heinz und Anna von Döllen als Vorstandsvorsitzende eine Bilanz des vergangenen Stiftung-Jahres und blickten voraus auf die Projekte, die als Nächstes anstehen. Anlass war die Vorstandssitzung, die zuvor in Aschen stattgefunden hatte.

Das Hauptaugenmerk der Aktivitäten der Stiftung liegt auf mehreren Projekten im Kreis Vechta aber auch in Aschen.

Dickster „Brocken“ der jüngsten zeit war die Restaurierung des historischen Industriedenkmals „Bredemeyers Hof“ in Goldenstedt. Das Gebäude-Ensemble werde von der Öffentlichkeit sehr gut angenommen und zunehmend von Gruppen besucht, so Heinz von Döllen. „Manchmal habe ich drei Führungen am Tag“, berichtet er mit einem Schmunzeln. Gästeführer konnten 2018 bei zehn Führungen mehr als 200 Besucher empfangen. Im laufenden Jahr konnten bis zum August bereits 26 Besuchergruppen mit zusammen rund 480 Personen durch die Anlage geführt werden. Zusammen mit anderen Veranstaltungen auf dem Gelände wie dem ökumenischen Gottesdienst, Backtag oder Gitarrenkonzert habe der Hof in diesem Jahr bisher schon 1600 Besucher gehabt, zog der Stiftungs-Vorstand eine positive Zwischenbilanz.

Kleinere Veranstaltungen und besonders ein historischer Weihnachtsmarkt im Dezember 2018 hätten zusätzlich zur Attraktivität der Hofanlage beigetragen. Einen solchen Markt soll es in diesem Jahr wieder geben – am 8. Dezember – ebenso wie den ökumenischen Gottesdienst zu Pfingsten.

Auch Backtage mit Brot-, Kuchen- und Spanferkelverkauf waren der Renner, freuen sich von Döllens. „Wir sind stolz, dass die Bevölkerung das so annimmt“, sagte Anna von Döllen.

Im Frühjahr 2018 wurde eine vom Verfall bedrohte Scheune in Aschen ab- und zwei Monate später in verkürzter Form auf Bredemeyers Hof wieder aufgebaut.

Ebenfalls eine wichtige „Baustelle“ der Stiftung: Die Arkeburg. Zahlreiche Besucher wurden auch 2018 von fachkundigen Gästeführern über die geschichtlichen Hintergründe der Burganlage informiert. Auf dem rekonstruierten östlichen Flügelwall wurden im Sommer 2018 eine Reihe Palisaden eingebaut, die die Dimension der Anlage deutlich werden lassen.

Hier grüßt seit einigen Wochen eine neue, 4,50 Meter hohe, hölzerne Widukind-Statue, die vom Barnstorfer Maler und Bildhauer Uwe Oswald geschaffen wurde. Geplant sind dazu ein neues Eingangstor sowie der Nachbau eines reetgedeckten Sachsenhauses aus der Zeit des achten oder neunten Jahrhunderts, um den Besuchern zu verdeutlichen, wie die Sachsen in dieser Zeit gelebt und gebaut haben. „Im nächsten Jahr wird das Gebäude stehen“, sagte von Döllen.

Auch in Aschen war die Stiftung aktiv: Für das jüngst eröffnete Nebengebäude auf dem Gelände des Heimatmuseums spendierte die Stiftung zehn Fenster, zwei Tore und eine Eingangstür und ließ sie einbauen.

Beim geplanten Neubau eines Ausstellungsgebäudes am Heimatmuseum Aschen will sich die Stiftung ebenfalls beteiligen.

Weiteres laufendes Projekt in Aschen: Die Ausgrabung und Dokumentation des rund 2000 Jahre alten Bohlenweges im Moor bei Ossenbeck, für die die Stiftung finanzielle und technische Unterstützung zugesichert habe.

In Neuenkirchen-Vörden engagiert sich die Stiftung für die Sanierung einer denkmalgeschützten, ehemaligen Wassermühle.

Der Vorstand der Stiftung besteht neben Heinz und Anna von Döllen aus den Mitgliedern Ralf Nüßmann, Burghart Schmidt, Peter Schaumlöffel, Hans-Georg Lück und Willibald Meyer.

Ein neues Gesicht hat der Internet-Auftritt der Stiftung, auf dem über alle Projekte, Vorhaben und Termine informiert wird: www.von-doellen-stiftung.de.

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