Appell an Arbeitgeber im Kreis Diepholz, ihre Mitarbeiter freizustellen

„Wir brauchen jede helfende Hand“

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Besonders jetzt ist das DRK auf seine freiwilligen Helfer angewiesen, die es bei der Unterbringung der vielen Flüchtlinge unterstützen.

Landkreis Diepholz - Von Julia Kreykenbohm. Ohne die ehrenamtlichen Helfer geht es nicht. Das steht für den Kreisbereitschaftsleiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Diepholz, Andreas Held, fest. Die Freiwilligen übernehmen viele verschiedene Aufgaben, ganz besonders jetzt, wo es gilt, die zahlreichen Flüchtlinge unterzubringen, die nach Niedersachsen kommen.

„Sie helfen dabei, Unterkünfte einzurichten, sorgen für Beschilderung, die alle verstehen können, verpflegen die Helfer vor Ort, registrieren die Ankömmlinge und kümmern sich um Familien, die vielleicht bei der Verteilung auseinandergerissen wurden.“ Rund 260 ehrenamtliche Helfer des DRK gibt es im Kreis Diepholz. Das Problem: sie bekommen nicht immer frei, um helfen zu können. Und je länger die Flüchtlingskrise andauert, desto schwieriger wird es.

Darum appelliert der DRK-Landesverband Niedersachsen und das Niedersächsische Innenministerium an die Arbeitgeber, ihre Beschäftigten freizustellen. Andreas Held kennt das Problem auch im Kreis Diepholz. „Es gibt Arbeitgeber, die wirklich klasse sind und ihre Beschäftigten wiederholt freistellen. An die geht ein großes Dankeschön von uns. Aber einige tun das nicht – was man natürlich aus Sicht der Betriebe auch nachvollziehen kann“, fügt Held hinzu, der aus seinem eigenen Berufsalltag weiß, wie schnell die Betriebsorganisation durcheinander geraten kann, wenn ein bestimmter Mitarbeiter plötzlich fehlt.

Für das DRK macht es die Situation jedoch äußerst schwer. „Wir erleben gerade die größte Herausforderung seit Ende des Zweiten Weltkriegs“, schildert Held. Oft sei es so, dass die Einsätze kurzfristig kämen. „Man bekommt beispielsweise den Anruf, dass man innerhalb von zwölf Stunden einen Einsatz hat. Dann setzten wir einen Ruf an unsere Mitglieder ab und die wiederum müssen versuchen, so kurzfristig freigestellt zu werden. Dass das nicht immer klappt, ist klar.“

Einfacher wäre es, wenn Einsätze für die Flüchtlinge als Katastrophenfälle behandelt würden, denn in diesen Fällen müssen die Arbeitgeber freistellen. „Bisher haben wir die Situation dank unserer tollen Helfer gut gestemmt“, resümiert Held.

Aber noch ist die Lage nicht überstanden. „Es handelt sich hier ja nicht um ein Feuer, das in ein paar Stunden gelöscht ist. Wir wissen nicht, wie lange die Situation noch andauert, von daher freuen wir uns über jede helfende Hand.“

Wer sich zum ehrenamtlichen Helfer beim DRK ausbilden lassen möchte, kann sich bei der Geschäftsstelle in Syke, am Steinkamp 3, unter Telefon 04242 / 92270 oder per E-Mail an info@drk-diepholz.de melden.

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